346
Jahr Meister der Philosophie , und bald In Redekunst/Historie und Kenntnis, der alten Sprachen/am wenig-sten in theologischen Dingen 202 ), vollendeter Gelehr-ter. Einem solchen Kopf konnte die Welt/ wie er stegefunden / nicht zusagen. Sein unruhiger NeucrungS-geist offenbarte stch schon zu Einsideln in Kleinigkeiten/und in Kleinigkeiten zu Zürich 203), dazumahl nochohne Absicht/ sie inS Große zu treiben 204). Er kamdurch Freunde/ von Wien her / zur Bekanntschaftmit Luthers Schriften und nach und nach mit allenfrcyheitvlustigen 205 ) Reformatoren in Verbindung.
202) Sie Disputation zu Zürich Ark. Ketzer taufe undVerehrung der Heiligen beweißt daS/ oderdie große Überlegenheit des Vikars von Konstanz . Infeinem Buche -Is Canone duldet er die Meßkleidung„als Anzeugung des lydenS Christi"/ i» der Disputa-tion verwirft er sie.
203) Wo er sich nicht mehr an die Abtheilung der Evangelienauf die Sonn- und Feyertage hielt/ den Text nichtlateinisch vortrug rc. rc.
20y In den italiänischen Feldzügen/ denen er als Feldpredi-ger beywohnte / war er noch treuer Anhänger der römi-schen Kirche / von dern Vorsteher er Pensionen bezog.
205) Wie die französischen FreyheilSmänncr ihre Schriftenund Briefe mit liberte , egalite et fraternite stempelte!!/so schrieben die Reformatoren statt des Eingangs undGrußes: liberta?. Schmidts Geschichte dei!Deutschen rc. :c.