Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
370
JPEG-Download
 

370

joZt In der Stadt wohnten vormittags den n. Wein.monat sämmtliche Truppen dem feyerlichen Gottesdienstin der Kirche St. Oswald bey, nahmen die Mahlzeit,beschworen auf der Allmcnd die Ordonnanz, und wähl-ten Hauptleute 294). Diese trauen in Ring, sprachenvon den großen Sünden, und den Strafen, die siealle verdient haben. Wenn sie sich aber bcßcrn, sowerde Gott sie heute nicht verlassen; er werde beyund mit ihnen,. wie bey ihren Vatern in der Stundedes Sieges seyn 295). Reuig des vorigen Lebenswurde für die Zukunft frommer Wandel versprochen ,darauf zum Gebett gekniet, und der Absagbricf aufCappel geschickt.

Hier lagen die Zürcher und ihre Verbündete ineiner Stellung, die ungeschickter nicht hätte genom.mcn 296), ober nachläßigcr nicht hätte vertheidigt

291) Für Zug den Ammmnn Oswald Toost; zu», Pannerden Wolfgang Kolin.

295) Als gutes Zeichen deutete das katholische Heer, daß we.niec Stunden vorher unter' heftigen Eederschüttcrungcnder Komet am Himmel verschwand.

296) DaS wird erhellen aus einer nächstens vom Verfasserherauszugebenden Beschreibung des CapprlerkriegS inmilitärisch - topographischer Hinsicht mit einer lithogra«»Hirten Charte, worauf die Stellungen und Bewegun«gen lnederieuiger Völker genau angegeben sind.