Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
453
JPEG-Download
 

453

Das fteyeste Volk ist auch gewiß das frömste 49)/weil eü keine Gewalt zwischen ihm und Gott erkennt/nur ihn im Unglück / nur von ihm Sieg und Nie-Verlagen kommen steht. Darum beurkunden fortdauerndRath und Bürgerschaft der Stadt Zug ihren frommenSinn in Verbesserung 50) und Stiftung von Pfründen51). Aber sie als rechte Lehenherrn 52) begeben stchdes NechtS nicht/ in Vorfchreibung von Pflichten 53)

Aus seinen schönsten Feiten hat Italien die St. Markus-kirche zu Venedig/ und den Dom zu Pisa !

50) 1501 wird die Kaplaney bey St. Wolfgang verbessert.Rathüprotokoll.

5t) 1522 vollzieht Sigmund Schwarzmaurer den Willenseines Bruders Hans und stiftet die Pfrund gleichenNamens. Würde sie erledigt/ oder nicht versehen/ sosollen ihre Einkünften dem Spital anheim fallen. Ge-richt und Recht soll der Verpftündte von Stadt undAmt nehmen :c. Stiftbriefin welchem auch der Aus-druck „verbannt Feyertäge" (abgeschafte) vorkommt.

53) Alle Pfründen wurden auf 1 Jahr und auf Wohlver-halt geliehen. Die Traktaten darüber waren so ver-schieden als die Zeiten. AeltesteS Rathsproto-koll. Von der Erdlehgerechtigkeit (G.261) konntensich die Geistlichen loskaufen. RathSp. 1565. Daserste Beyspiel/ einem Priester das ganze Pfrundeinkom-men zu lassen/ treffen wir 1576. A. a. O.

52) Und BesserunqSregelii. Das erfuhr 15,76 und 1591 derPfarrer zu Chaam und 1589 der zu Zug. RathSpr ot.