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Wir verfolgen diesen Weg bis zu den Quellen des Vorderrheins und kehrenauf der rechten Seite zurück, indem wir Excursionen in die langen Seiten-thiiler derselben machen.
1. Eingang in’s Oberland. Felsberg , Reichenau, Rliäziins.
Auf die Berge will ich steigen,
Wo d ie hohen Tannen stehen; —Auf die Berge will ich steigen,
Wo die freien Lüfte wehen! H.
Wer von Chur aus das Oberland besucht, muss Reichenau nothwendigberühren, und da es sich nicht blos wegen seiner reizenden Lage, sondernauch darum zu einem Mittelpunkt von Excursionen eignet, weil man dortgutes Unterkommen findet, wollen wir von da aus die Umgebung betrachten.Eiir diejenigen, walche zu Wagen von Chur nach Reichenau reisen, ist esnothwendig, die Strasse über Ems einzuscblagen; wir ziehen es heute vor,dem Staube ausweichend über die Wiesen und dann über Felsberg undTamins zu gehen. Die Au ist schön, und es geht sich so behaglich zwischenden bunten blühenden Wiesen, am Ufer der schnell hineilenden Bäche'Fremde werden an diesen schon einigen Alpenpflanzen begegnen, derenSamen das Wasser mitgebracht hat. Merkwürdiger als diese Flüchtlingeaus höheren Regionen, die wir dort oben besser finden werden, sind unseine Anzahl sonderbar gestalteter Hügel, die auf den Wiesen zerstreut liegenund uns von Chur bis Reichenau und weiterhin begegnen. Besonders umund in Ems sind sie sehr zahlreich. Man sieht diesen 20 —100 F'uss hohenKöpfen ani dass das Wasser sie einst umspiille und vom Calanda aus be-trachtet sehen sie aus, wie Maulwurfshauien auf einer überschwemmtenWiese. Aussen sind sie meist mit Rasen bedeckt oder auch kultivirt alskleine Meinberge u. dgl. benutzt, und haben in grösserm Massstab Aehn-lichkeit mit den nordischen Ilühnengriibern. Die Volkssage scheint sie auchursprünglich als etwas dergleichen bezeichnet zu haben, wie der KämeRosshügel oder Rossgräber besagt; ihr Ursprung gehört aber ins Gebiet derGeognosie und diese ist damit noch nicht ganz im Klaren. Geht man in’sInnere, so bestehen sie aus demselben Dolomit (Bitterkalk), woraus diemittlere Partie des Calanda gebildet ist und an den grossem gewahrt manregelmässige Schichtung. Dieser Umstand schliesst die Annahme aus, dasscs Reste eines ehemaligen Bergsturzes seien, wie mir sonst wahrscheinlichwar, und es bleibt nichts übrig, als sie für F'elsenspitzen zu halten, welcheans dem Geschiebe des alten Seebodens hervorragen, und einst Inselchen