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Uns aus dem vorigen Abschnitt als Schlachtfeld bekannt ist. Bald fangt derWeg an zu steigen; denn die Berge treten beiderseits an den Bhein, derin einer tiefen Schlucht sich den Weg bahnt. Wir überschreiten den Bachvon Segnas bei dem gleichnamigen Orl, er kommt aus einem ziemlich tiefeingreifenden Felsenthal zwischen dem Cuolin da Yi und dem Crap alv, inwelchem, wie überhaupt in der Gegend von Disentis schöne Bergkrystallegefunden werden; das folgende Mompe Tavetsch liegt schon 1397 M. hoch,ihm gegenüber auf dem rechten Rheinufer wenig niedriger Mompe Medels.Diese Bergdörfer haben eine schöne Lage und Aussicht, namentlich ist dievon Mompe Tavetsch auf die gegenüber liegende Alp Cavorgia anziehend;denn zerstreut in malerischer Lage liegt dort der gleichnamige Ort, waldigeBerghänge folgen. Dann öffnet sich die Val Pazzola oder Terms nnd indessen Hintergrund lagern theilweise von Schnee nnd Eis umhüllt die Massendes Piz Ganneretsch, 3043 M. (Catscharauls und Nuorsa) in prachtvollenPyramiden übereinander gebaut. Von dort herab aus deip ThalgletscherPoras wälzt die wilde Terma ihre Wasser dem Rhein zu. In sanfterenUmrissen streckt sich von da der Cuolm Pazzola und Vergiera gegen dieVereinigung des Vorder- und Mittelrheins, von Wäldern, Wiesen und Häu-sergruppen bedeckt; einige dazwischen liegende Kapellen nehmen sich sehrfreundlich aus. Es gab hier ehemals Bären, und gibt w'ohl noch zuweilensolche. Im Jahre 1782 gingen drei Männer in das Thal Terms, um aufSchlitten Heu zu holen. Ueber ihnen im Schnee trieb sich ein Bär herum,der wahrscheinlich ihnen ausweichen wollte. Unter den Füssen des Thieresriss sich der Schnee los, bildete eine Lawine und riss die Männer sammt demBären mit fort. Einer wurde oben vom Schnee erdrückt gefunden, die zweiandern mit dem Bären w'aren tief unten in das Thal geschleudert und zer-schmettert. Die alte Schrift, der wir diese Notiz entnehmen, bemert dazu,»die Männer beweinte man als Väter vieler Kinder, den Bären aber beweinteNiemand.“
Doch wir verfolgen unsern Weg auf der linken Thalseite und gelangennach dem Weiler Bugnei, der am Ansgang einer Schlucht gelegen ist, welchenicht eben tief in das Gebirg eingreift und sich auf der Alp Pleun grond ver-flacht. Auch hier finden sich schöne Krystalle. Südlich von Bugnei liegtam Rhein die Iläusergruppe Nislas, durch ihre warme Lage und einigen Obst-Bau ausgezeichnet. Noch eine kurze Strecke und wir sind in Sedrun , demHauptort des Thaies. Es liegt 1398 M. hoch, nicht weit über dem Rhein ,der unten in einem meist engen Bette, doch ziemlich ruhig dahinfliesst,am Ausgang des Strimthals und einer andern Schlucht, aus welcher oft''erderblich hoch anschwellend der Bach Drun hervorströmt, welcher demOrte den Namen gab. Gleich jenseits desselben liegen Camigolas und Sar-