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meiae Sprichwort nicht zu verachten / welches lehret / ^nkeeöuor IMA,w-'«es cerriur ^zuäer. Unter zweyen streitenden Partheyen / gehet vsst derDritte mit der Erbschajst durch /berowegm ersuchten Jhro Majestäten sieunterthamgst / diese so gerechte Dero getreuen Vasallen und UnterthanenVorstellungen allergnadigst zu behertzigen/ und denen so gefährlichen An-schlagen kern Gehör zu geben / damit die dadurch bedrohet«,Unglückseligkei-lten das gantzeRoich nicht überziehen / und dessen Feinde nicht Ursach finde»möchtensich zu rühmen : Divittc Oominu» inimieo; cvrsm n», licutchviciuntur Lga-e. 2. kex. c. 5. und ihnen des Virgüii Aussage nach nichtaus unsern eigenen Marck und Blm die Rache geschehe/^xorisre nottn«.ex oKbus ultor.
Die Königinn welche sich auf der Standen Anbringen bereitet / undnach deren gnädigsten Zulassung ihnen mit doppelt- gesinneter Freundlich-keit und Gütigkett Gehör geben hatte/stelleteM über allemassenwunder-lich/ und ob kamen ihr alle diese Sachen anders nicht vor/als pure PoetischeGedichte/und Erfindungen / Sie versicherte die Stände Dero unverwes-lichen Affection und Liebe / und einer unveränderlichen Proteerion/ nicht oh-ne Besturtzturg/ deren/ ihren Vorgeben nach / entsetzlichen Klagen / sich ver-wundernd/wer doch ihren lieben rutd getreuen Vasallen so eine schädlicheImpression hatte können einbringen / angesehen solche Grausamkeiten/undder edlenFrantzösifchen Freyheit so widerwärtige Regierung einzuführen/ihren Gedancken niemals vorkommen wären / auch dieftlbige in Ewigkeitnicht befangen würden ; Ja Ihre Majestäten versicherten zum Überfluß/daß der Frantzösische Adel und dessen Freyheit von allzu grosser WürdigkeitAnd der Krön Wort allzutheuerbaar wämr / als daß Sie trachten sollte/solche zu vertilgen / auszulöschen und unsichtbar zu machen. Derowege»begehrte Sie von ihnen diese Wolgefälligkeit / solche Gedancken aus ihrenGemüht zu löschen / und von Jhro Affection ein gerechtes Vertrauen dage-gen einzunehmen / in dieser Versicherung / zu welcher sie Dero Königl.Hostest verpfändete/möchten sie mit geruhigemGeistzuruckund nach Hau-sse sich begeben/ und dieser Zuversicht leben / baß Ihr kein grösser Fein-werde vorkommen können / als welcher sich mit so verdammlichen Veran-lassungen mögte angeben/ und Dero gerechten Zorn ^erwecken.
Die Stande erzeigten sich wegen dieser der Königin allergnadigste»Resolution und Antwort höchstens vergnügt/ und in der Meinung IhreVerrichtung gar wol ausgeführt/ und die Abfertigung nach Wunscher-langet zu haben/ reisete ein Jedwedersemen Weeg nach Haufe. OGott! 'wie vielfältig ist des Menschen Hertz / und wie unmugtich iß es / dessen zwi-schen den Fasten verborgene Gedancken zu erblicken /und zwar ohne Wun-der/ angesehen daffelbigevor der Menschen Augen »erborgen/ und in der
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