Buch 
Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
JPEG-Download
 

treffen Brust verstecM ist- mit dem Mund falsche Corrsspondenz hal tet/undchn zum falschen Zeugen gebraucht.

Der Achte Articul.

Von der falschen Apologra des

du Poncek.

KkLJeKönigin verbliebe inzwischen beyder festen Resolution / Dero

weges zu unterlassen/sondern^^mitEffectuirung deffelbigen möglichster Massen fortzufahren.Wannman aber eine so grosse Staat-Veränderung vorhat / muß solche unteransehnlichen PrateMn / und andern scheinbaren Ursachen vorgenommenund ausgeführet werden. 8ou» tollt! Ali usurpslori, 5e acguisisno perin^anno , rennere co»VioIen 23 »und mdeme sie mir obigem duPoncetalle Berahtschlagung pflegte / um den Weg zur absoluten Beherrschung zubaknen/ fanden sie gut/ daß erwähnter duPoncet eine Apologiam machen/und sich dadurch purgrren möchte/ um dem Adel desto mehr die Augen zublenden / und die Adern zu streichen / welche man Willens war zu eröff-nen.

Du Pomet scherte in diesem Fall nicht / verfertiget seine Apologiamundgibtsiem offentlichenDruck/des Inhalts / daß er mit höchster Besiür-tzung und unersetzlichen Leid-Wesen hätte vernehmen müssen / wie seineFeindedurch verdammliche Ausstreuungen ihn suchten zu verderben / undihme den Hals zu brechen / anerwogen solche Anschläge / dergleichen manbegehrteihmeaufzubürden/ Erfindungmdes Satans waren/ und Gottlo-fers nichts indcrWelt könne erdacht werden. Der jenige/veme der Mei-ste der Frantzösischen Freyheit/ und dem fürtrefflichen Adel so gar zu wiedri-genGedancken möchten aufsiossen/ mäste einer so Durchleüchtigen undWelt-berühmten Nation/ Ertz-und geschworner Feind seyn / und ver-diente zu Lohndenallergrausamsten Tod; Ja dieser duPoncet wüste die-sen Vorwurff mit solcher Abscheulichkeit abzumalen / daß man aus Lesungfeiner Worte mit Schrecken / Entsetzlichkeit und Schämen eingenommenward/ zu geschweige» / daß einem die Vorbildigkeit desWercks selbstenohne Furcht sollte inFurschein seyn gesiellet worden/ sich aus angemasstenEifer erbietend/seine Handeln den Blut des jenigen zu baden / dermirdie-fem der GlorwurdigstenNation in Grund verderblichen Vorschlag lvlltetrachten / Gesetze/Freyheitund Gewohnheiten unter und über sich zukeh-rn /alle Stande/Vasallen und Unterthanen zugleich demühtigst bittend/dergleichen >hme fälschlich zu gelegten Erfindungen/ und feindseligen Ca-

lum-