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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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lumnien keinen Glauben beyzumessen/ sondern ftchkrafftiglich einzubikdettdaß seine Feinde in dem bösen Vorhaben / ihn in die allergröste Unglückse-ligkeit und das höste Verderben zu bringen/ diese Erdichtung auf die Bahngebracht und unter das Volck gesaet hatten / um ihn dem gantzsn Reichnicht allein verhaft zu machen/fvndern als ein Abscheu und Greuel abzumah-len und vorzustellen.

Der neundre Artjcul.

Wiedie einheimfGmK-lege die Werckstellig-

kcit diesrr RegierungS- Veränderung verhim

dert haben.

LEr grosse Feld - Herr von Chatillon / welcher ein Argus wäre / undIm Staats - Sachen hellere Verstands-Augen hatte/ konnte so leichtmicht geblendet werden / und bey sich sechsten tieffsinnig erwegend/daß dieFreyheit und dieWürdigkeitdesVatterlandes/Zwrllinge seyn/lonatuo Lemellelalibert» e lzch^nira öellapatrm.disni I.;. x.a. erwähltederselbe den Beschluß / mit seinem Anhang dieWaffen zuergreiffen/ unddem Unheil vorzukommen - welches durch eine allzuspate Bereuung möchteunersetzlich werden / wann dasselbige durch Nachlässigkeit einwurtzelte.Un rsrclo xenrimLQto non comxeuls un tubüo üc irremecsiabile clsnno.Aber zu lang und ausser unserem Vorhabenwäre es allhie/dieemheimischeKriege / welche von der Zeit an in Frankreich gewütet/und so hefftigeBlut-Vergiessungen verursacht haben / zu wiederhohlen. Anerwogen der begie-rige Leser/die so haussig-beschriebene Geschichten von Frankreich hierüberdurchblättern und in Lesung derselbigen sich kan vergnügen / alle diese inner-liche Zerrüttungen und Empörungen haben nicht können beständig ge-dämpfter werden / biß zun Zeiten HeinricidesVmdten / welcher nach vie-len Überwindungen erhalten/so! worüber seine eigene Nation/ Vasallen«nd Unterthanen/alsäusserliche Feinde/das Reich m Ruhe gesetzt/undum solche zu erhalten / den so genannten Hugenotten oder Calvinisten / wel-che er wegen Dero grossen Macht und Anhange scheuen muste / sonderbarePrivilegien ertheilet hatt

Der zehende Artjcul.

Wie nach gedämpften Kriegen das Vor-

haben ernemet.

, - aAchdeme nun Hemricus der Vierdte / welchen die Franßoftn wegent lZsriner verübten Helden -Thaten den Grosse nennen/ den Ponceti-^ B z schen