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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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schen Project wiederum hervor gesucht/ und auf den Tepprcht gelegt hat-te/ bließ dersilbige gewaltig zu/ um Teutschland in Zwietracht und Ümruhe zu bringen; damit er einen ehrlichen Prat.eM haben/ mochte unter dem jVorwandtund Schein / seinen'Mitten beyzustchen / Kriege zu fuhren /um den Weg zur entworfenen Monarchie zubahnen/ zu dem Ende ließ die-ser König sich mit der Intention und Staats- Sucht einnehmen / sich in die-Gülichsche StrittigkeiteN/ als einen Zunder zu grösserem Feuer / einzumi-schen/ worzu dann bereits alles fettig stunde/ undhatten 4.003. Edelleute/um demKönig Dero Begierde zur Glori zu erzeigen/ sich freywillig nicht al-lein anerboten / sondern auch mit vier Pferden jedweder muntiret / um mitsechzehen Tausend aufDero eigene Unkosten herbey geschaffteNPferden ih-rem Herculi in diesem Feld-Ziig aufzuwarten/ da stnverhoffter Weise die-ser füttreffliche Held denMord - Stich empsseng / welcher dessen Durch-läuchtig hochberühmtes Leben /undweit- aussehendes Vornehmen zugleichhat abgesehnikten. Demnach ist es einem Staats- Vernunfftigen Ge- imüht leicht zu erachten / wohin des H'einrm Vorhaben gezielet / indem« der, 'selbe den Adekthumen zu solchen Unkosten / durch eine um Erlangung derGlori kitzelnde Ehr -Sucht gelocket / nemlichen denselbigen in Mitteln zuschwächen/und die unruhigen Köpffe aus demReich bringend / wider aus,saudische Kinde zu zerknirschen / dann kCulla msAna guiescere po.keK, 1ikor- koüemaonbaber. OomlMveüic.Sc urprLVLlicls corpy^ ^sb externiL csulis kurz viäenrur, lic luü ivis viribur ottersntur sagt P,tus Livius im s. Buch / kein grosses und mächtiges Reich / kan w bestand,,ger Ruhe bleiben/ hat eskeine Feinde oder Anfechtungen von aussen / so fin-det es die zu Haus/ undwiedie mächtigste Cörper VM unsittlichen Anstös-sen sicher zu seyn scheinen'/also werden sie durch dero eigene Last beschweret.Über das wäre dem Hemrico der Ration UnbeständigkeiL undBegierde zuden Erneürungen gar wol bechust / welchebereits Julius Cäsar beobachtetUnd erfahrest / auch davon folgende Nachricht hinterlassen hat/ 6slU mobi- !

iitste 8clevitäte lnAertti uovi!lemper lm^criis skuäentäe bMo 6»llicol. r. An dieser Betrachtung hat Hetnricus durch den Feld-Zug in Teutsch- !land den Anfang machen wollen / sein Reich zu purgiren / sind durch echt !stats- währendeOccupirunchdes färnehmen Adels in ausländischen KriegenGelegenheit zu machev/die Wurtzeldeb einheimischen Unruhen/ abzuschnei-den und auszurotten/ ja das Kpnigreich in den Stand zu bringm/ch

welchen es durch seine Nachkömmlinge ist gesetzer.

worden-.