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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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hunderterley Erfindungen an des.Tages riecht kommen/ darunter aberMende die Fmnehmste seynd.

Der dreyzehende Articul

Von den vornehmsten Handgriffen / deren

sich Franckreich / zu Sammlung eines grossen

Schatzes an Geld/gebraucht hat.

der Cardinal de Richelieu sein Ministerium mit grosser Autorl-tät verübt/ so bleibt das Zeugnis der folgenden Wercken/ daß derMazarini das höchste Staats-Amt mit nicht mindern Ansehen/und nicht geringer Vollmacht vertretten / weiche daraus gnugsam erhel-let/ daß zu Lyon einem vornehmenCavalier und Hojdedienten/Jhro Mas.die allzugrosse Authoritat des Cardinals vorstellend/ der König zur Ant-wort gab: K 4 onüeur,le Ssrrllnsl fmc be^ucoup, M3l8 le kein; vien-gue nvvs reMneroa? LnoKre tour ; Der HErr Cardinal un-terfanget sich viel.Dinge zu thun/ aber eswird die Zeit kommen/ daß wirwerden herrschen: Inzwischen disponirte dieser Minister nach Beliebenöder die Schatz-Kammer/ und alle Einkünfte deSKömgreichs/ Jhro al-lerchrilllichste Majestät versichrend / daß alle die gesamte Geld-Summen/so wol von eignen- atsKöniglicheuMitteln/ dem König wurden verbleiben.

Das Geld ist der aügemeineGeist/ welcher allen DiMuLeben/ Be-wegung und Fortgang giebst;, das Geld ist der Werzeug aller Zeugen/und dir Krafft aller Gewerben. Das Geld erhält die Treu / und hat«uch die Macht/ solche zu überwinden; das Geld! blendet/ und' bezaubertdie allerverständigsten Menschen/ und zwingt die Wergrausamsien.- Phi-lippus der Macedonier achtete keine Vsstung für unüberwindlich / wannnur ein mit Gold beladenev Esel dieselbigeerstiegen/ oder denEmgang dar-zu haben könne; Geld ist die Spannader des Kriegs/und sagt kscurrs L. 4.Nec ^uierOentlumlineLrmis^nec srmz LuestipenZiie, »ec ttipencliLLne tribmls Kaberi postunr. Aber/ also nöthig das Geld zu allen gros-sen Verrichtungen ist/ daß es die Seel aller Bewegungen nicht unbilliggenennet wird/ also schwer kommt es dem Volck an/ dessen See! und Blutes ist/ solches zum Unterhalt der Militz zu contribuiren/ derowegen beklag-ten sich die Frantzösischen Völcker / gleich nach der Königlichen Vermah-lung/ wegen der grossen Geld-Gaben/ mit welchen sie belegt und geprestwürden/ worauf aber der König zur Antwort gab/ er seye ein junger undneuer Haushalter/brauchke Geld in sein neues Hauswesen/ darum sollten

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