Band 
Erster Band.
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Licht.

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etwas zusammen. so sieht man ausserdem auch noch eine Menge Strahlen vonallen andern Farben, die ganz einzeln und völlig ausser Verbindung mit den gel-ben Strahlen und dem weissen Lichte sind. Diese isolirten Strahlen sieht manauch, wenn man durch eine kleine Oeffnung in Papier, oder über die Kanteeines Messers oder ähnlichen Körpers hinweg, gegen die Sonne, sieht. (Liclv-tenbergs Magaz. II. S. 96 des iten Stücks.) 1)

1) Die Meinungen und Hypothesen über die Natur und den Ursprung des Lichts , und dieArt und Weise, wie das Sehen bewirkt wird, sind von jeher sehr verschieden gewesen.Die der griechischen Philosophen giebt uns vorzüglich Plutarch, (de Placitis philoso-phor. IV. C. 13. l4.) — Democritus und Epicitrus waren der Meinung , dafs das Sehendurch feine Bilder, die von den Gegenständen ins Auge fliessen, geschehe. — Empedo _cles vermischt Gesichtsstrahlen mit den Bildern, und will, dafs das, was daraus entstehe,die Strahlen des zusammengesetzten Bildes wären, — Pythagoras und nach ihm die Py-.thagoräer glaubten , dafs sich von der Oberfläche der Gegenstände immer Theile ab.sonderten , die ins Auge kämen. — Hipparchus läst die Lichtstrahlen von beiden Seitenausgehn , und glaubt, dafs sie die Gegenstände, so wie es mit den Händen geschieht, be-fühlen , und dafs dadurch die Empfindung derselben bewirkt werde. — Plato last dieLichtstrahlen fowohl aus den Augen, als aus den Gegenständen selbst hervorgehen, wo-durch eine Zusammenstrahlung entstehn soll, hei der das Licht die dazwischen befind-liche Luft ausdehnt, und sie leicht durchdringt. — Die Stoiker behaupteten, wie Laertimerwähnet, dafs das Sehen vermittelst des sich kegelförmig zwischen dem Auge und denGegenständen ausbreitenden Lichts geschehe , dafs die Spitze des Kegels am Auge , dieGrundfläche am Gegenstände sich befinde , so , dafs man wie durch einen Stab den Ge-genstand befühle. — Aristoteles (de anima ) sagt, dafs das Licht etwas Durchsichtiges,aber nichtsofür sich, sondern durch die Farbe eines andern Dinges sey, und die Farbe alsodas Durchsichtige in Bewegung setze. Das zusammenhängende in Bewegung gesetzte Durch-sichtige bewege dann den fühlenden Sinn; das Ifleht sey kein Feuer, kein Körper, keinAusflufs eines Körpers, sondern die Gegenwart eines solchen Mittels im Durchsichtigen.— Heliodorns von Larissa glaubte, dafs das Auge vermöge seiner hervorragenden Gestaltnicht geschickt sey, Strahlen aufzufangen, sondern dafs es vielmehr der Sonne ähnlichsey, und dafs das Sehen durch beständige Ausflüsse aus den Augen bewirkt werde. — Seneca( Ouaestiones naturae L. 1. C. 23. 56. ) behauptete , dafs das Sonnenlicht verschiedent-lich gefärbt sey, je nachdem es schwächer oder stärker wirke. Sonst behalfen sich dieRömer in Rücksicht der Erklärung des Lichts und seiner Eigenschaften mit den von denGriechen entlehnten Systemen und Hypothesen. —. Auch Roger Bacon glaubte noch inneuern Zeiten, dafs Lichtstrahlen vom Auge ausgingen. (Frataris Rogeri Bacon Opusmaius ad dementem guartum , Pontificem Romanum. E.x M. S. eodi.ee Lhtblinensicum aliis quibusdam collalo, nunc primum edidit. S. Jebb. M. D. London. 1733. fol.p. 88 etc. ) — In Hinsicht auf die Hypothesen über die Natur und das Wesen des Lichtsgab es von jeher überhaupt zwei Partheien, von denen die eine das Iflcht für etwas Ma-terielles, die andere für inmateriell hielt. — JVIaurolycus (geboren l4<)4, gestorben 1573)

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