französischen Heere, während die Geschäfte deS Ca- >binets von einem Barbesieur, Ponichartrin, Cha-miliart rc. geleitet wurden; lauter Männer, derenweit unter dem Mittelmäßigen stehende Talente,sogar in den ruhigsten und gewöhnlichsten Zeiten, idiesen erhabenen Posten nicht gewachsen waren.
In allen vorigen Friedensschlüssen, Verträgen undauswärtigen Verhandlungen war Ludwigs Willedas Gesetz für Europa. — Jetzt sahe er sich gezwun-gen, von seinen Feinden, der Reihe nach, denFrieden zu erbetteln. In der ruhmvollen Periode Iseiner Regierung wollte er Holland in eine Pro-vinz Frankreichs umwandeln, England einen Kö-nig aufzwingen, die Kaiserkrone Oesterreich ent-rüsten , die Wahlfürstenthümer am Rhein nach Will-kühr vergeben, jenseits des Rheins und der Alpensich zum Protektor auswerfen, dem Pabst inRom Gesetze vorschreiben, die Kräfte Spaniensmit der Macht Frankreichs vereinigen, mit seinenFlotten alle Meere bedecken, Egypten in eine ftan- szösische Colonie umschaffen, den Ostindischen Schä-tzen ihren alten und kürzern Weg nach Europaverzeichnen und den Handel »ach Ostindien, wiejenen nach der Levante in ein Monopol Frank-reichs verwandeln. — Jetzt erscheint zu Gertrui-denburg, vor den Abgeordneten eben jener, einstso herabgewürdigten und mit Vernichtung bedroh-ten Republik, Ludwigs mächtigster Minister inder demüthigen Gestalt eines Supplikanten, undlegt in dem Anerbieten: alle und jede Forderungender Verbündeten eingehen zu wollen, vor den Äu- I