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Geld und Credit, Schiffahrt, Handel und Colo-nien, vollzählige Land - Armeen und ausgerü-stete Flotten gut unterhaltene Festungen und reich-lich angefüllte Arsenale und Magazine, und hatteüberdies noch durch die herrliche Acquisition vonLotharingen sich bedeutend vergrößert. Das Ein-zige, was ihm allein jetzt fehlte, war ein König'der Kopf, Charakter und Willen genug gehabthätte, von allen diesen Hülfs und Angriffs - Mit-teln Gebrauch zu machen.
Der innere Werth der französischen Armeenerhielt durch die Revolution keinen Zusatz. Diecharakteristischen Zügen derselben waren vor undnach dieser Periode durchaus die nämlichen. Derfranzösiche Soldat ist, und wird jeder Zeit das,jenige seyn, wozu ein geschickter oder ungeschick-ter Feldherr ihn macht: stets geschlagen unterMlleroi und Soubise; siegreich unter einem Tu-renne, Lupembourg und Moritz von Sachsen undendlich unüberwindlich unter einem Heinrich IV.—Wer mag sich also jetzt noch über etwas wun-dern, wo gar ein Napoleon der Große denfranzösischen Thron ziert, und an der Spitze sei-ner Heere steht; Er, der mit Cäsars Glück undAlexanders Kühnheit die Feldherrn-Kunst einesTürenne, den Scharfblick Friedrichs II. und end-lich eine Kraft und Festigkeit des Willensvereiniget, wie kein Sterblicher dieselbe jemalsbesessen hat.
Noch deckt ein verhängnißvollrr Schleier dieZukunft. ") — Auch Cäsars Heer wurde bey Di-
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