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Die Schweizer im Dienste der holländisch- ostindischen Compagnie / Adolf Bürkli. Chronologische Aufzählung der für die schweizerische Artillerie wichtigeren Momente (1862-1875) / Hermann Bleuler
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als von der Vermittlung Schuhmachers verspreche er sich, fuhr Pfarrer Kyburt fort, von derjenigen seines eigenenSohnes, den er sofort von der Sache in Kenntniß gesetzt habe.

Mit diesen Vertröstungen auf die Zukunft endigte dieser Zwischenfall, der übrigens ferneren Zweifeln überConrad Meyer's Schicksal wohl ein Ende machen mußte, wenn auch Schuhmachers Bericht noch Lücken ließ.

Sechs Jahre später, im Frühling 1796, kam nun endlich volle Gewißheit in die Sache, Dank den Briefenund Dokumenten von Seite der Gebrüder Guy, und es erwiesen sich die Aussagen des Premierlieutenants ThomasSchuhmacher als glaubwürdige. Dieser Gebrüder Guy sei uns hier mit ein paar Worten zu erwähnen gestattet.Das Geschlecht de Guy spielt im achtzehnten Jahrhundert in Neuschatel eine nicht unbedeutende Rolle; es liefertedem Lande mehrere tüchtige Männer, als Beamte, Gelehrte und Geistliche; einer des Geschlechtes brachte es imDienste der holländischen Gcneralstaaten zum Regimentschef und Gencrallieutcnant. Den neuenburgischen Familicn-registcrn zufolge sind aber die Gebrüder Guy der Capstadt anderer Abstammung; wir haben es hier ohne Zweifelmit den Nachkommen von vertriebenen Hugenotten aus Frankreich zu thun. Der Geschlechtsname Guy (abgeleitetvon Guido, Veit) kam in Frankreich sehr häufig vor. Mit dieser Annahme stimmt auch völlig zusammen, waswir unseren Familienpapiercn rücksichtlich der Gebrüder Guy in der Capstadt entnehmen können. Die Familiemuß einige Zeit nach Aufhebung des Edictes von Nantes mit vielen Anderen in der Schweiz Zuflucht gesucht undungefähr um den Wechsel des siebenzehnten und achtzehnten Jahrhunderts in Zürich gastliche Aufnahme gefundenhabe». Dafür, daß sie begütert war, spricht einerseits der Umstand, daß sie auf den obrigkeitlichen Listen derunterstützten Religionsstüchtlingc fehlt, und anderseits ihre nahe Beziehung zu den angcsehendstcn FamilienZürich's. Von zwei Knaben, die den Eltern Guy während ihres Aufenthaltes in Zürich geboren wurden, hob denältern 1726 Herr Hans Conrad Escher im Wollenhof, Enkel des Bürgermeisters Heinrich Escher,aus der Taufe, Pathin war eine Frau Meyer; der Knabe erhielt seinem Pathen nach den Namen HansConrad. Auch der um ein oder zwei Jahre jüngere Bruder wird einem hochgestellten zürcherischen Pathen nachin der Taufe den Namen Hans Caspar erhalten haben.

Die Schicksale der Familie Guy kennen wir weiter nicht. Bekanntschaft mit den zürcherischen Familien-Verhältnissen und einzelne in den Correspondenzcn vorkommende, deutsch geschriebene Häusernamen lassen vermuthen,daß die beiden Knaben ihre Jugendjahre noch in Zürich verlebt haben; wahrscheinlich ist die Familie Guy nachdem Vorgänge vieler Andern später von Zürich nach Holland gezogen, um sich dort bleibend anzusiedeln; genug,wir begegnen erst im letzten Viertel des Jahrhunderts unseren beiden Täuflingen am Cap der guten Hoffnungwieder und zwar als Männern von hohem Ansehen und hervorragender Stellung in der Capcolonic. Hans Conradist Bürgermeister derdCapstadt und Acltester der dortigen reformirten Kirche geworden. Hans Caspar nenntsichOkkisisr äs la Loui'Assiais". Wohlthuend ist die Anhänglichkeit, welche die beiden wackern Männerihrer Geburtsstadt bewahrt haben. Von Zürich stammende Insassen des Militärlazarethes der Capstadt, auch blosdurchreisende zürcherische Söldner finden Unterstützung und Beistand bei den Gebrüdern Guy, und wo sich hie undda ein Offizier von Zürich in der Capstadt blicken'läßt, ist er ihnen ein willkommener Gast und es wird ihm derAufenthalt so angenehm als möglich gemacht. Daß diese Leute auch an dem traurigen Schicksale Conrad Meyerslebhaften Antheil nahmen, braucht nicht erst gesagt zu werden. Wir lassen hierüber den Bürgermeister Hans ConradGuy selber reden. Er schreibt unterm 10. November 1795.

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