34 Lib.!. Cap. III. Beschreibung aller Rom. Teutschen Layfere/
Lepkum l. mit einem kurtzen Begriff der» Heroischen Thaten hieher gesetzetwerden. Diese aber lassen sich in vier Gattungen bis auf das Interregnumeintheilen /als
1) In die Lrroiinxischern t Derer sind gewesen Iv.bis An. 912.
2) In die Sächsischen £ Derer sind gewesen x. bis An. 1024.
3) In dieFräncklfchen | sind gewesen 4. bis An. 112s.
4) In die Schwäbischen j r.Derer find gewesen 4. bis An. izso.
Jndeme nun die Orientalische Kaysere zu schwach waren/ Italiam zu
beschützen / winden sie gezwungen »otrCarolo Magno, König der Frcmcken/welcher damals mächtig ware/Hülffzu begehren/ dkser thäte es auch ge,treulich/und brachte dadurch zuwegen / daß dticepborus An. Chr. 80z. sichMihmevergliche/.und dasOccidentalische Kayserthum überliesse/ so auchWnachmals bestattigt/ und kräfftigst gehalten wurde.
' Crrolus M. war An. 742. gebohren zu Eichüfeldinlhuringra rrans-l/nlkrurana, wieman ex Diplomate kuldensi siehet/so Lrowerus heraus-Kegeben/ oder wie andere wollen/ zu Jngelheim in der Pfaltz. Sein Vatterwar pjpinub»König der Francken. Seine Mutter hieß Bertha. SeinPraeceptor war der gelehrte Alcuinus, so in der Kirchen-Hiftorie sehr be-kandt. Er hat mit denennoch unbekehrten Sachsen gantzer 32. Jahr Krieg,geführet/ bis auf das Jahr 78 s. da Wittekind die Christliche Religion an-nahm. Hernachmals hatte er mit den Longobarden zu thun/weil der KönigDeftdcrius seine Prsteosion aufRom wieder herfüc suchte / und derPabstchn um Hülffe anrufft. Brachte er demnach das Longobardische Reich An.773. an sich / nachdem er den Desiderium aus dem Felde geschlagen hatte.Den rebellischen Hertzog in Bayern ThassiJonem in. demüthigte er auch/und stieß chn An. 788. ins Kloster. An seinen Kindern hat er wenig Freudeerlebt/ weil Pipinus Gibbosus 87;. sich wider ihn auflehnte / aber insKloster gesteckt wurde; die übrigen Söhne aber alle / bis auf LudovicumPium, noch bey seinem Leben gestorben. Die Töchter machten ihm auch mitihrem Courtisi'ren nicht wenig Verdruß / weil er ihnen nicht beyzeiten Män-ner geben wollte; dahero vielleicht wohl die Fabel von Eginhardo und derEmma kommen.
Es wareCarolus Magnus ein Herr von einer ansehnlichen Person/ sie-ben Schuch lang/ Majestätischen Ansehens/ hatte wohlstudiret / redete La-teinisch und Griechisch/ in allen Missenschassten wohl erfahren/ ein Liebhaberder Teutschen Sprach / und öabey der Gottesfurcht gantz ergeben / richteteAn. 761.die Universität zuParis an/ erbaute viel Srädre / stifftete sehr vielBchryüm-eu/vomemlich Oßnadrück/ Münster / paderdsrn/ Hildes-heim/