Band 
Erster Band
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Laurentius Benard.

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Er brachte darinn so viel junge Benediktiner zu«sammen, als ihm möglich war, bey denen er Verstandund gute Sitten bemerkte, in der Hofnung, sich ihrernun zu der Verbesserung der Klöster von Frankreichzu bedienen, deren Verfall er mit Schmerzen ansä-he. DaS Ansehen eines Mannes von Gelehrsamkeitund einer großen Redlichkeit, das er sich erworbenhatte, zog eine Menge junger Lehrlinge aus verschiede-nen Abteyen deö Königreichs herbey, welche seinCollegium anfüllten, sich seiner Anführung anvertrau-ten , und unter ihm die Tugend nebst den Wissenschaf-ten lernten.

Er nahm nicht allein die Schüler auf; seine Lie-be erstreckte sich auch auf die andern Ordensgeistlichen,welche ihrer Angelegenheiten wegen nach Paris ka-men. Er half ihnen mit seinem Vermögen und un-terstützte sie mit seinem Ansehen. Wenn er wahr-nahm, daß sie sich von ihren Pflichten entfernten:so brachte er sie liebreich wieder auf guten Weg undunterwies sie in den Obliegenheiten ihres Standes.Die Glieder ftines Ordens waren es nicht allein, dieseine thätige Liebe genossen; er gab anderthalb Jahrehindurch den Carmeliter Barfüßer Patern eine Zu.flucht, welche nach Paris gekommen waren, um sichdaselbst niederzulassen, und hatte Aufsicht über sie,bis sie in ihrem Kloster wohnen konnten.

Der glückliche Fortgang, den GOtt seinen Be,mühungen schenkte, und die große Anzahl junger Or.densgeistlichen, die er zur Gottesfurcht anführte, ver,anlaßten ihn, mit ganzem Ernst auf die Verbesserungder Klöster Frankreichs zu denken. In dieser Absichtbat er sich einige Ordensgeistliche von St. Banne aus,daß sie in seinem Collegio lehren sollten. Da er sah,was für Gutes sie da stifteten: so verband er sichgänzlich mit ihnen, und schlug andere Stellen aus,

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