Band 
Erster Band
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4 Laurentius Benard.

die weit beträchtlicher waren, als sein Collegium.Nur mit vieler Mühe konnte man ihn zur Annahmeder Abtey St. Etienne bewegen, welche ihm von einemHerrn abgetreten war, dem sie der König ohneSchwierigkeit ertheilt hatte. Kaum hatte Lenaröerfahren, daß die Regentinn, des Königs Mutter,besorge, die Abtey möchte, wenn sie einmal in seinenHänden sey, hernach nicht wieder an Weltliche ver-liehen werden können: so gab er selbige demjenigenwieder zurück, der sie ihm abgetreten hatte. Erschlug alle Pfründen aus, die man ihm deßwegen an.bot, damit er sein Recht auf diese Abtey aufgebenmöchte. Mit gleicher Großmuth weigerte er sich,die große Priorey von Cluni anzunehmen, die ihm vondem Cardinal de Gnise angetragen wurde.

Obschon Deiiard aus solchen Bewegungsgrün,den, die von der Religion hergenommen waren, sichan sein Collegium gebunden hielt, so glaubte er jedochsolches verlassen zu können, wenn er GOkt auf einevollkommnere Weise dienen könnte. Er that verschie-dene Reisen nach Lothringen, in der Absicht, zu St.Vanne in das Noviciat zu treten. GOtt aber, derihn zu andern Absichten brauchen wellte, ließ nichtzu, daß die Obern dieser Congregation in sein Be-gehren willigten. „ Sie werden, war ihre Antwort,„dem Orden des heiligen Beneblet nützlicher seyn,,, wenn Sie ihr Amt und ihre Kleidung beybehalten."Er gab sich nicht eher darein , als bis er sich verbind,sich gemacht, die Obliegenheiten der verbesserten Or-densgeistlichen zu erfüllen. Ja er wollte sich gar demDienst ihrer erbaulichen Congregation durch einen öf-fentlichen Brief vom 5. May 1615. weihen.

Seit der Zurückkunft zu seinem Collegio überließer sich den Bußübungen mit großem Eifer. Ec ent»hielt sich des Weins eine geraume Zeit, und genoß

keinen