Dom Gregor Tarisse. 59
Gutes thun konnte. Dieß war aber nur der Anfangvon dem, was er zukünftig thun sollte.
Nach seines Vaters Tod regierte er das vaterli-che Haus auf eine kluge Weise, und dachte darauf,wie er seine eigene Haushaltung einrichten möchte. Erwarf seine Augen auf eine Person , an welcher er vielKlugheit gespüret harte. GOrt gab ihm aber aus ei-ner besondern Begebenheit zu erkennen, daß er andereAbsichten mit ihm vorhabe. Was ihn noch aufhielt,war das Gespräch seiner Mutter, da er sie um ihreEinwilligung ersuchte. Sie bat ihn sich noch nicht zuverheyrathen, bis er ihr die Augen zugedrückt habe,und sein Gewissen wohlbedächrlich zu prüfen, um destobesser zu erfahren, ob ihn GQlt auch zum Ehestandberufen habe. Diese Erinnerung war für ihn ein Be-fehl. Er dachte an weiter nichts, als sein Leben inAusübung der Gottseligkeit zuzubringen. , Er stelltesein Lejen öfters an, sein Gebet unab lästiger, seine Ka-steyungen strenger, und seit dem war man der Mey/nung, daß er unter einem weltlichen Kleid ein Klo-sierleben führe.
Ein Wink der Vorsehung veränderte kurz daraufseine Beschäftigungen, und leitete ihn in die Lebens-art hinein, in welcher er sich künftig hervor thun sollte.Em junger Mensch von Laval in le Marne, NamensLhaberr, reifere bey seiner Zurückreise aus Spaniendurch Ceffenon. Da Tarisse einige Tage mit ihmUmgang gehabt, so bemerkte er an ihm einige Fähig,keilen, die Jugend zu unterweisen, und nachdem erihn einigen Personen gezeigt, welche im Sron e wa-ren, davon zu urtheilen, so bat er ihn, sich ru Cesse-non einige Zeitlang aufzuhalten, versprach ihm ihn insin Hauö zu nehmen, und ihn mit Kost und Kleidung zuversorgen. Tarisse und Chaberc schlössen die innigsteFreundschaft mit einander. Bey dem öfter« Umgang