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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie.

Denkwürdige Begebenheiten unter Heinrich III.

mouille wird deswegen durch die Ortsobrigkeit der Proceß gemachet, sie wurdeaber unter der folgenden Regierung durch einen Parlemeutsschluß von1596. eines so groftn Verbrechens unschuldig erkannt. Den s. März stacbder Prinz von Conde, rmd seine Fürstliche Gemahlin, die er schwanger hin-terlassen, kam den 1. September des nemlichen Jahres mit einem Prinzennieder, welcher Heinrich II. Prinz von Conde gewesen.

Die Gravschaft Montbason wird im Maymonat 1588. zu Gunstentudewigö von Rohan, Gravens von Montbason , zu einer Düche - Paine,erhoben ; das merkwürdigst ist, daß, da Ludewig ohne Kiuder abgelebek,Heinrich IV. Herculn von Rohan, seinem Bruder, 1594. einen neuen Briefgab, daß er das nemliche Herzogthumvon der nemlichen Zeit an und instden nemlichen Befugnissen, als Ludewig hatte thun können," gemessn soll-te, er erhob es aufs neue, in so fern als es erforderlich seyn möchte, zur-che-Pairie. Dieses Haus; hat drey Pairien, die von Montbason, dievon Rohan, und die von Rohan-Rohan, sanften Goubife.

Der König'von den Sechzehn aufs äusserste getrieben, läßt Drohun-gen fallen, die ihnen Angst machten. ^ Sie sehen in den Herzog von Guise,nach Paris zurück zu kommen; der König verbiethet ihm, dahin zu gehen;dieser Herzog stellet sich des Verboths ohngeachtet mit eurer guten Beglei-tung ein. Er kommt zu dem König , welcher weder das Herz hatte, sichseiner loß zu machen, noch sich seiner Person zu versichern. Den 12. Mayereignet sich der Handel bey den Barricaden, wo die Truppen des KönigSden Aufwieglern weichen müssen. Der Herzog von Guise stillet den Lerm,die Königin seht in ihn, Paris zu verlassen , welches er aber nicht thunwill. Der König verläßt Paris, und gehet nach Chartres , der Herzogvon Guise aber war allein in der Hauptstadt Herr. Nachdem derselbe nachdes Königs Abreise, Achillen von Harlai, Premierprasidenten, besuchte,fand er ihn,im Spatziergehen in seinem Garten, und war solcher so we-nig über seine Erscheinung verlegen, daß er nicht einmal sich umzusehenwürdigte, noch seinen angefangenen Spatziergang unterbrach, nach dessenEndigung er an dem Ende seiner Alee sich umkehrte, und solchergestalt denHerzog von Guise auf sich zukommen sahNun erhob diese ernsthafteMagistratsperson ihre Stimme, und sagte zu ihm;das ist ein Jammer,»wenn der Diener den Herrn vertreibet, übrigens ist meine Seele GOtt,mein Herz dem König, und mein Leib in den Handen der Bösewichter;".Manthue damit was man wolle." (Discurs über das Lehen und den

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