Festgedichte.
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Rasch knatternd schlägt ein Wetter auf dich ein;Was hilft euch eurer Thaten Lohn!
Ein Ungefähr, es schmettert drein —
Verwaist der Vater, todt der Sohn!
Vater. Baß.
Nein, es ist kein Trost dem Tage,
Der dem Vater nahm den Sohn.
Mutter. Alt.
Hemme, stille deine Klage!
Er ist auch der Mutter Sohn.
Schwester. Sopran.
Den Geschwistern ist verloren,
Der mit ihnen war geboren.
Geschwister und Verwandte.
Und doch sind wir neugeboren,
Sind dem Vater wie der Sohn.
V atcr.
Nein, es bleibt kein Trost dem Tage,
Der dem Vater nahm den Sohn;
Einet meiner bittern KlageLiebevollen Trauerton!
Chor.
Ja, wir einen JammerklageMit dem Vater für den Sohn.
Chorführer.
So ward es Nacht! ein unermeßlich TrauernUmgiebt uns mit der Gräber Schauern,
Der Morgen kommt von jenen Höhn:
Wer kann dem Trost, der Freude widersteh«!
Fremde Länder.
Sollten wir dich nicht umgankeln,
Denen du gehuldigt hast?
Laß dich holde Bilder schaukeln,
Von der Hütte zum Palast!
Italien.
Auch mich hast du besucht;
Du mußt's bedenken!
Was ich vergeude,
Niemand kann es schenken.
Das Weh'n der Himmelslüfte,
Dem Paradiese gleich,
Des Blumenfelds Gedüfte,
Das ist mein weites Reich.
Das Leben aus dem GrabeJahrhunderte beschließt;
Das ist der Schatz, die Habe,
Die man mit mir genießt.
Chor.
Sollten wir dich nicht umgankeln,
Denen du gehuldigt hast?
Laß dich holde Bilder schaukeln,Blumenwälder und Palast!
Den Freunden
am 28. August 1825.
Des Menschen Tage sind verflochten,Die schönsten Güter angefochten,
Es trübt sich auch der freiste Blick;Du wandelst einsam und verdrossen,Der Tag verschwindet ungenossenIn abgesondertem Geschick.
Wenn Freundesantlitz dir begegnet,So bist du gleich befreit, gesegnet,Gemeinsam freust du dich der That.Ein zweiter kommt sich anzuschließen,Mitwirken will er, mitgenießen;Verdreifacht so sich Kraft und Rath.
Von äußerm Drang unangefochten,Bleibt Freunde so in eins verflochten,Dem Tage gönnet heitern Blick!
Das Beste schaffet unverdrossen!Wohlwollen unsrer ZeitgenossenDas bleibt zuletzt erprobtes Glück.
Dem aus Amerika glücklich-bereichert Wiederkehrenden,
Ihrem durchlauchtigsten BruderHerrn
Carl Bernhard,
Herzog von Sachsen-Weimar-Cisenach Hoheit,
die verbundenen Lriider der Loge Ämalia
zu Weimar.
Am 1ö. September 1825.
Das Segel steigt! das Segel schwillt!
Der Jüngling hat's geträumt;
Nun ist des Mannes Wunsch erfüllt,
Noch ist ihm nichts versäumt.
So geht es in die Weite fortDurch Wellenschaum und Strauß;
Kaum sieht er sich am fremden Ort,
Und gleich ist er zu Haus.
Da summt es wie ein Bienenschwarm,
Man baut, man trägt herein;
Des Morgens war es leer und arm,
Um Abends reich zu seyn.
Geregelt wird der Flüsse LausDurch kaum bewohntes Land,
Der Felsen steigt zur Wohnung auf,
Als Garten blüht's im Sand.
Der Reisefürst begrüßt sodann,
Entschlossen und gelind,
Als Bruder jeden Ehrenmann,
Als Vater jedes Kind;