Festgedichte.
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Sie regelt streng die Kreise der Natur,
Hiernach die Pulse deiner Taschenuhr;
Sie öffnet geistig gränzenlosen KreisDer Menschenhände kümmerlichstem Fleiß.
Uns gab sie erst den Hebel in die Hand,
Dann ward es Rad und Schraube dem Verstand;Ein leiser Hauch genügt der steten Regung,
Aus Füll' und Leere bildet sie Bewegung;
Bis mannichfaltigst endlich unbezirktNun Kraft zu Kräften überschwenglich wirkt.
Von Höh' und Breite sprach ich schon zu viel,Einfachstes Werkzeug gnüge dir zum Ziel!.
Den Eisenstab ergreife, der gekrönt
Mit Fall nach Fall den harten Stein verhöhnt,
Und so mit Fleiß, Genauigkeit und Glück,
Erbohre dir ein reichliches Geschick!
Geleistet ist's! Du bringst im dritten JahrDem Herrn des Lands willkommne Gabe dar.
Euoinc.
Auch ich entsage nun dem alten Trutz;
Was ich verheimlicht, sey dem Volk zu Nutz!
Ecoguo sie.
Und wenn ich einsam im Gebirg verweilt,
Hat doch mein Geist den tiefsten Wunsch ereilt.
Technik.
Bethätigt weiter glückliche BereitungAn dieses Tages günst'ger Vorbedeutung!
Zelter's siebzigster Geburtstag,
gefeiert von
Bauenden, Dichtenden, Singendenam 11. December 1828.
Lauende. Chor.
Schmückt die priesterlichen Hallen,
Edler Harmonie errichtet,
Heut dem Manne zu gefallen,
Der sein Leben euch verpflichtet.
Solo.
Waget laut und klar zu nennenSein Bemühen, seine Tugend;
Denn ein herzlich AnerkennenIst des Alters zweite Jugend.
Singende. Chor.
Füllt die wohlgeschmückten HallenLaut mit festlichen Gesängen,
Und in Chören laßt erschallen,
Wie sich die Gefühle drängen.
Solo.
Laßt uns kräftiglich erstärkenDes Verdienten neues Leben,
Mag ein Jüngling wohl vermerken,
Sich bei Zeiten zu erheben.
Lichtende. Recitativ.
Froh tret' ich ein, und wohl weiß ich zu schätzen,Was ihr, so nah mit meinem Thun verwandt,Zu dieses Tages festlichem ErgötzenVon Herrlichkeit umher gebannt.
' Kühn darf ich mich nach jeder Seite wenden,
So herrlich sey, so festlich sey der Ort;
Doch bricht hervor und glänzt nach allen EndenDer Freundschaft wie der Liebe heilig Wort.
Lichtende. Arie.
Die Blumen gepflegt und gehütet,
Ihm bracht' ich sie oft zum Strauß,
Wie frisch man der Liebsten sie bietet,
Sie nahmen sich zierlich aus.
Dann erst begann es zu düften,
Da hob ein frischer FlorZu leichten Aethers LüftenIn Tönen sich hervor.
Laiicndc. Solo.
Hat er uns früh gepfleget,
Wir gründeten sein Haus.
Singende. Solo.
Wie er uns täglich heget,
Wir füllen's freudig aus.
Zu Drei.
Nun erst Leginnt's zu düften,
Nun hebt ein frischer FlorZu leichten Aethers LüftenIn Tönen sich empor.
Lichtende. Solo.
Blitz und SchlagAm klaren TagUnterbrichtFreud' und Licht.
Lancnde.
Finsterniß und NcbelschauernHingegeben unbewußt,
Und von tiefgefühltem TrauernNähret sich die hohe Brust.
Singende.
Melodie'n, so hehr', so schöne,
Dringen aus der sinn'gen Brust;
Ach! es sind nur Tranertöne,
Bittre Klagen ob Verlust.
Lichtende. Solo.
Wie wenig, wir Geschäftigen,
Vermochten wir alsdann!