An Personen.
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Da sitz' ich nun vergnügt bei Tisch,
Und endige mein AbentheuerMit einem Paar gesottner EierUnd einem Stück gebacknen Fisch.
Die Nacht war wahrlich ziemlich düster,
Mein Falber stolperte wie blind;
Und doch fand ich den Weg so gut, als ihn der KüsterDes Sonntags früh zur Kirche find't.
Stammbuch Johann Peter Keynier's
- von Frankfurt am Main 1680.
„Wer etwas hierin will machen lassen,Den bitte, Unzucht drauß' zu lassen."
Ein theures Büchlein siehst du hier,
Voll Pergament und weiß Papier,
Das wohl schon an die hundert JahrZum Stammbuch eingeweihet war.
Prädestination ist ein Wunderding —
Wie es dem lieben Büchlein ging,
So ging es auch, wie's jeder schaut,
Dem König von Garbo seiner Braut.
Davon ich die Historiam
Hier nicht erzähl' aus Sitt' und Scham,
Wie solches auf dem vor'gen BlattHerr Reynier sich ausgebeten hat.
Möcht' er wohl vorgesehen haben,
Was drüber kämen für seine Knaben.
G'nug er das Buch für gutes GeldFür seine Freunde weiß bestellt.
Drei, vier Blätter, die sind beschrieben!
Die andern sind auch weiß geblieben.
Hat sie das Geschick mir zugedacht.
Nach Erbschaftsmoder und langer Nacht,
Zog es endlich der Jungfrauen FlorAus Schutt und Staub und Graus hervor,
Und gab es mir und schenkt es mir,
Als wohlbekannt wegen viel Geschmier,
Daß ich Papier und PergamentErfüllt' mit Werken meiner Händ';
Dazu bei Schnee und WinternachtDer Anfang alsobald gemacht,
Da wir wohl hinter'm Ofen saßen,
Borsdorfer Aepfel weidlich fraßen.
Zugegen war die Jungfrau lieb,
Von Post und Kirch' zwei große Dieb,
Dadurch Weihung nicht geringIhre rechte Würdigkeit empfing,
Da es nach Christ Ein tausend JahrSiebenhundert und vier und siebzig war,
Zwei Tage nach Marüni Tag,
Abends mit dem achten Glockenschlag.
Frankfurt am Main, des Witzes Flor,lllicht weit voni Eschenheimer Thor,
Findest das Haus nach dem ABC,
Hundert sieben und fünfzig I.it. O.
Und hiermit mach' ich den Beschluß.
Hab' freilich alles nicht beschrieben,
Genug, was wir zusammen trieben,
War nicht ^.vtuo eontinuns.
Den Abend drauf, nach Schrittschuhfahrt,
Mit Jungfräulein von edler Art,Staatskirschentort, gemeinem Bier,
Den Abend zugebracht allhier,
Und Aeugelein und Lichter Glanz,
Ram, Sitha, Hannemann und sein Schwanz.
Goethe an Götter
bei Uebersendung seines Götz von Berlichingen.
Schicke dir hier den alten Götzen,
Magst ihn nun zu Deinen Heiligen setzen,Oder magst ihn in die ZahlDer Ungeblätterten stellen zumal.
Hab's geschrieben in guter Zeit,
Tag's, Abends und Nachtsherrlichkeit;
Und find' nicht halb die Freude mehr,
Da nun gedruckt ist ein ganzes Heer.
Find', daß es wie mit den Kindern ist,
Bei denen doch immer die schönste FristBleibt, wenn man in der schönen Nacht
Mögt Euch nun auch ergötzen dran,
So habt Ihr doppelt wohlgethan.
Läss'st, wie ich höre, auch alldaAgiren, tragiren Komödia,
Bor Stadt und Land, vor Hof und Herrn;
Die säh'n das Trauerstück wohl gern.
So such' Dir denn in Deinem HausEinen recht tüchtigen Bengel aus,
Dem gieb die Roll' von meinem Götz,
In Panzer, Blechhaub' und Geschwätz.
Dann nimm den Weisling vor Dich hin,
Mit breitem Kragen, stolzem Kinn,
Mit Spada wohl nach Spanier Art,
Mit Weitnaslöchern, Stützleinbart,
Und sey ein Falscher an den Frauen,
Läßt sich zuletzt vergiftet schauen.
Und bring', da hast Du meinen Dank,
Mich vor die Weiblein ohn' Gestank.
Mußt all die garstigen Wörter lindern,
Aus Sch—kerl Schurk, aus — mach' Hintern;Und gleich' das alles so fortan,
Wie Du schon ehmals wohl gethan.