An Personen.
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An Frau Hofräthin Kiemer
mit Stickmusternzu ihrem Geburtstag,
Wenn sie gleich Dein Fest versäumt,Liebes haben sie geträumt;
Heute, zwischen Schnee und Eis,
Wecken sie den heitern Fleiß.
Weiß der Künstler ja zum GartenDie verfluchtesten RuinenUmzubilden, Wald und MattenUns mit Linien vorzuhexen;
Wird er auch Adelens Klecksen,Zartumrißncn, Licht und Schatten,Solchen holden Finsternissen,Freundlich zu verleihen wissen.
Der Heidenkaiser BalerianHat es mir niemals angethan;
In seinen sehr confusen ZeitenMöcht' ich ihn keineswegs begleiten:
Denn ob ihn schon, durch göttlich Walten —Die Münze sagt's — Apoll erhalten,
So sehen wir doch allzuklarWie jammervoll sein Phöbus war.
Da er nun aber, zu meinem Frommen,
Soll von so lieben Händen kommen,
So mach' ich ihm ein freundlich Gesicht;Gute Christen, die thäten's nicht.
Mutter und Tochter mögen's entschuld'gen,Beiden werd' ich für ewig huld'gen.
Einsiedelei Jena, den 10. Juli 1820.
An Professor vösel.
Im August 1827.
Rösel's Pinsel, Rösel's KielSollen wir mit Lorbeer kränzen:Denn er that von je so viel,
Zeit und Raum uns zu ergänzen.Das Entfernte ward gewonnen,Längst Entschwundnes stellt' er vor,Von des Baterhofes BronnenZu des Brockens wüstem Thor.Rösel's Pinseln, Rösel's KielenSoll fortan die Sonne scheinen:Kunstreich wußt' er zu vereinenGut- und Schönes mit dem Vielen.
Austausch.
Ein schlafend Nymphchen
gegen
drei heilige Lönige.
Alte, bärtige, sogar schwarze GesichterHast Du mir überliefert; aber mit solchem GelichterKann ich nicht wieder dienen; jedoch in lieblicher Breite,Ein hübsches Kind von der andern Seite.
Sollte der Anblick Dich erschrecken,
Du kannst sie leicht mit 'nein Schleier decken.
Inschrift
auf eine von vorzüglichen Miniaturbildern umgebene Tafel, LebenS-ercignisie und Zustände eines werthen Freundes, Baron vonReutern, vorstellend, von demselben mit größtem Talent und be-wundernswürdiger Sorgfalt ausgeführt.
April 1831.
Gebildetes fürwahr genug!
Bedürft' es noch der Worte?
Wir sehn des lieben Lebens Zug,
Durch Stunden schleicht's und Orte.
Die hohe Gabe preisen wir,
Die grausem Unheil steuert,
Auf Weg und Stegen BlumenzierDem holden Freund erneuert.
Doch jedes Auge, wie es blickt,
Wird in Bewundrung steigen;
Der Geist erhoben und beglücktIn stiller Freude schweigen.
An denselben.
Den 2S. Januar 182g.
Schwarz und ohne Licht und SchattenKommen Röseln aufzuwartenGrazien und Amorinen;
Doch er wird sie schon bedienen.
Sei Abfendung des Vorstehenden.
Wort und Bilder, Bild und WorteLocken euch von Ort zu Orte,
Und die liebe PhantaseiFühlt sich hundertfältig frei.