Hesperus.
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H. Ich habe oft Leute, die zu leben hatten undzu leben wußten — welches nicht zweierlei ist —erstlich um die besten und vornehmsten Weibergaukeln und aus demHvnigkelch ihrer Herzen sau-gen, und zweitens hab' ich sie an demselben Tagedie Flügel zusammenschlagen und auf eine jämmer-liche Tröpfln niederschießen sehen, damit die Trö-pfln ihre Erben — erbe. Nie aber hab' ich dieseSchmetterlinge mit etwas anderem verglichen alsmit Schmetterlingen, die den ganzen Tag Blu-men besuchen und benaschen, und doch ihre Eierauf einen schmutzigen Kohlstrunk laichen.
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Hvlbeins Bein. Ich will lieber das Hnoch einmal nehmen als das Z., weil unter derRubrik des J's die Invaliden kämen, von de-nen ich behaupten wollen: daß ihnen, da Leute,denen man Glieder abgenommen, vollblütig wer-den, desto weniger Brod gereichet werden dürfe,je mehr ihnen Glieder weggeschossen oder wegge-schnitten worden, und daß man dieses die Phy-siologie und Diätetik der Kriegkaffe nenne. —Aber mich haben die halben armen Teufel zu sehrgedauert.
Die Beins Hvlbeins machen größern Spaß, alsabgenommene. Der Maler strich nämlich in Ba-sel nichts an als Basel selber; und der nämlicheUmstand, der,ein Genie in dies? architektonischeFärberei hineinzwang, nöthigte es auch, daß es oftdarin Raststunde» hielt —er soff nämlich entsetzlich.Ein Bauherr, dessen Name in der Geschichte fehlttrat oft in die Haustküre und zankte zum Gerüstehinauf, wenn die Beine des Hausfärbers, anstattdavon herunterzuhängen — denn mehr war vvmMaler nicht zu sehen — in der nächsten Wein-kneipe standen und wankten. Schritt nachherHoldem damit über die Gaffe daher: so kam ihmHader entgegen und stieg mit ihm aufs Gerüstehinauf. Dieses brachte den Maler, der seineStudien (auch im Trinken) liebte, auf, und ernahm sich vor, den Bauherrn zu ändern. Da ernämlich das ganze Unglück seinen Beinen ver-dankte, deren Fruchtgehänge der Mann unter demGerüste sehen wollte: so entschloß er sich, einezweite Auflage von seinen Beinen zu machen undsie an das Haus hängend zu malen, damit jener,wenn er unter derHausthüre hinauf schauete, aufden Gedanken käme, die zwei Beine und ihre Stie-feln malten droben fleißig fort. — Und auf diesenGedanken kam der Bauherr auch; aber da er end-lich bemerkte, daß das Vepierfußwerk den ganzenTag an Einer Stelle hange und sich nicht fvrtschiebe:so wollt' er nachsehen, was denn der Meister solange an Einer Partie bessere und retuschiere —und verfügte sich selber hinauf. Droben im Va-kuum (Leeren) ersah er leicht, daß der Maler daaufhöre, wo Kniestücke anfangen, beim Knie, unddaß der mangelnde Rumpf wieder saufe in einemAlibi.
Ich verdenk' es dem Bauherrn nicht, daß er aufdeni Gerüste keine Moral aus dem Fußwerk zog:er war zu erbost.
Ich wollte noch eine Geschichte aus den Fürsten-Porträts anstoßen, die hinter den Präsidenten in
i den Sessionzimmern statt der Urbilder zum stim-! men da hangen — aber ich störe den Znsammen-i hang; auch war sonst hier daS Ende des erstenHeftleins.
17. Hundposttag.
Hie Kur — das Schlag des Fürsten — UilitorsUisiicn — Joachime — Kupferstich des Hofs —Prügel. —
Ich jagte in Breslau: "ich wollt', ich wäre der"Fetspopel!-- da ich gerade daS Porträt dieserPerson verzehrte. Der Fetspopel ist eine Närrin,deren Gesicht den breslauischen Pfefferkuchen ausge-preiset ist. Ich sage folgendes nicht blos meinet-wegen, um etwa» blos mich auf eine solche Pfef-ferknchenpaste zu bringen, sondern auch andererGelehrten wegen, die Deutschland eben so wenigmit Denkmälern ehrt, z. B. Lessing, Leibnitz. Daes einem in den deutschen Kreisen so sauer wird,bis man nur eins halbe Ruthe Steine zum Grab-mal eines Lessing oder sonstigen Großen zusam-menbringt — das, was von Steinen gute Rezen-senten auf einen Literatus schon bei Lebzeiten werfen,wie die Alten auf Gräber, ist noch das Meiste; —so erklärt'ich mich frei auf deni breslauische» Markt,eh' ich noch den Fetspopel angebissen: --entweder hier--auf diesem Pfefferkuchen ist der Tempel des Ruhms--und das Bette der Ehren für deutsche Schrift---sieller, oder es gibt gar keinen Ruhm. Wann--ist es Zeit, sobald es nicht jetzt ist, es von den--Deutschen zu erwarten, daß sie die Gesichter ih---rer größten Männer nehmen und besseren in--Eßwaaren, weil doch der Magen das größte--deutsche Glied ist? Wenn der Grieche unter»lauter Statuen großer Männer wohnte und--dadurch auch einer wurde: so würde der Wiener,»wenn er die größten Köpfe immer vor Augen»und auf dem Teller hätte, in Enthusiasmus ge---rathen und wetteifern, um sich und sein Gesicht--auch auf Pfeffer - und andere Kuchen, Pasteten»und Karpfen zu schwingen. Meusels gelehrtes--Deutschland wäre in Backwerk nachzudrucken —--man könnte große Helden auf Kvmmißbrod nach---boffeln, um die gemeine Soldateska in Feuer zu--setzen und in Hunger nach Ruhm — große Dich---ter würd' ich auf Brautkuchen abreißen in ein---gelegtem Bildwerk, und Heraldiker von Genie»auf Haferbrod — von Autoren für Weiber wä---ren süße Dosenstücke in Zuckerwerk zu entwer-"fen. — Geschähe das, so würden Köpfe wie Ha-»man oder Liskov allgemeiner von den Deutschen„geschmeckt in solcher Einkleidung; und mancher--Gelehrte, der kein Brod zu essen hätte, würbe--eines doch verzieren; und man hätte außer dem--papiernen Adel noch einen gebacknen.-- — —Was mich anlangt, der ich mein Gesicht bishernoch nirgend gewahr wurde als im Rasierspiegrl