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Hespcrus.
branche that; eben so holen Große zu ihren ern-stern edeln Lustbarkeiten durch wahre kindischeaus; daher die Steckenpferd-Ritterschaft, dieSchaukel, die Kartenhäuser (in Hamiltons mü-moii-es), das Bilderausschneiden, das Joujon.Mit dieser Sucht, sich zu amüsieren, steckt sie zumTheil die Gewohnheit an, ihre Obern zu amüsie-ren, weil diese den alten Göttern gleichen, dieman (nach Moritz) nicht durch Bußen, sonderndurch fröhliche Feste besänftigte.
Da er mit der ganzen Lheatergesellschaft deSMinisierS bekannt war, und zweitens, da er keinLiebhaber mehr war — denn dieser hat tausendAugen sür Eine Person und tausend Augenliederfür die andern — so war er beim Minister nichtverlegen, sondern gar vergnügt. Denn er hatteda doch seinen Plan durchzusetzen — und ein Planmacht ein Leben unterhaltend, man mag es lesenoder führen.
Es mißlang ihm heute nicht, ziemlich lange mitder Fürstin zu sprechen, und zwar nicht vvm Für-sten— sie mied es—sondern von ihrem Augen-übel. DaS war alles. Er fühlte, es sei leichtereine übertriebne Achtung vorzuspiegeln, als einewahre auszudrücken. Die Besorgniß, falsch zuscheinen, macht, daß man es scheint. Daher siehtbei einem Argwöhnischen ein Aufrichtiger halb wieein Falscher aus. Indessen war bei Agnvla, dieihres Temperaments ungeachtet spröde war — eineigner zurückgestimmter Ton herrschte daher inihrer Gegenwart bei Schleimes — jeder Schrittgenug, den er nicht zurück that.
Aber gegen die lebhafte Joachime that er einenhalbe» vorwärts. Nicht sowohl sie als das Hausschien ihm kokett zu sein ; und die Töchter darinfand er — dies macht das HauS — den alten Litvnenoder Leuten der Sachsen ähnlich, die i/Z freiwaren und 2 /Z leibeigen, und die also ein Drittelihres Guts verschulden konnten. Jede hatte nochein Drittel, ei» Neuntel, ein Kugelsegment vonihrem Herzen übrig zur freien Verfügung. Ueber-haupt wer noch kein Kabeljau- oder Stock-fischangeln gesehen: der kann es hier lernen ausMetaphern — die drei Töchter halten lange Au-gelruthen überS Wasser (Vater und Mutter plät-schern die Stockstiche her) und haben an dieAngelhaken gespießet Staatsunisormen oder ihreeigne Gesichter — Herzen — ganze Männer (alsanködernde Nebenbuhler) — Herzen, die schoneinmal aus dem Magen eines andern gefangnenKabeljaus herausgenommen worden:— ich sage,daraus -kann man ungefähr ersehen, womit mandie andern Kabeljaus in der See fängt, völlig wiedie Stockfische zu Lande, nämlich auch (jetzt leseman wieder zurück) mit rothen Tuchlappen — mitGlasperlen — mit Vogslherzen — mit eingesal-zencn Häringen und blutenden Fischen — mitkleinen Kabeljaus selber — mir Fischen, die manhalb verdaust aus gefangnen Stockfischen gezo-gen. —
Viktor dachte, --meinetwegen sei Joachime nurlebhaft oder kokett, ich laufe leicht über Marder-eisen hinüber, die ich ja mir vor der Nase stel-len sehe.-- Laufe mir, Viktor, das sichtbareEisen soll dich eben in das bedeckte treiben.Man kann an derselben Person die Koketterie ge-
gen jeden bemerken, und doch ihre gegen sich über-sehen , wie die Schöne dem Schmeichler glaubt,den sie für den ausgemachten Schmeichler allerandern hält. — Er bemerkte, daß Joachime dasneue Deckenstück diesen Abend öfters angeschauethatte, und wußte nicht recht, warum eS ihr ge-falle, endlich sah er, daß sie nur sich gefalle, unsdaß diese Erhebung ihren Augen schöner lasse, alsdas Niederblicken. Er wollt' eS übermüthig un-tersuchen und sagte zu ihr: --es ist schade, daß eS--nicht der Maler des Vatikans gemacht hat, ra-mmt Sie es öfter ansähen.-- — --O', sagte sie
- leichtsinnig, ich würde niemals mit andern hin---aufsehen — ich liebe das Bewundern nicht.--Spätsr sagte sie: --die Männer verstellen sich,
- wenn sie wollen, besser als wir; aber ich sage ih---nen eben so wenig Wahrheiten, als ich von ih---nen höre.-- Sie gestand geradezu, Koketterie sei--das beste Mittel gegen Liebe; und mit der Be-merkung, --seine Freimüthigkeit gefall'ihr, aberdie ihrige müss ihm auch gefallen endigte sieden Besuch und den Positag.
22. Hulidpcsttag.
Llücllgiejhcrn der ssiebe, z. 1l. gedrucluc Handschuhe,Laub, Jwergslasehen und Lchniltwunden—einTitel a»o den Digcstcn der ticbc — Marie —-Courtnz — Oiuiias Ltcrbebrics. —
Der Leser wird sich ärgern über diesen Hundpost-tag ; ich meines Orts habe mich schon geärgert.Der Held verstrickt sich zusehends in das Zuggarnzwei weiblicher Schleppen, und sogar in dieBande der fürstlichen Freundschaft . . . . eSbraucht nur noch, daß gar Klvtilde zum Wirr-warr stößet-Und so etwas muß ein Berg-
hauptmann, ein Eiländer den Leuten auf demfesten Lande hinterbringen.
Chronologisch svlls noch dazu gemacht werden:ich will diesen Hundpvsitag, der vvm Novemberbis znm Dezember langt, in Wochen zerlegen.Dadurch wird die Ordnung größer. Denn ichkenne die Deutschen: sie wollen wie die Metaphy-sikcr alles von vorn an wissen, recht genau, inGroßvktav, ohne übertriebene Kürze und niit ei-nigen eil.ai.i8. Sie versehen ein Epigramm miteiner Vorrede und ein Liebemadrigal mit eine!»Sachregister — sie bestimmen den Zephyr nach ei-ner Windrose — und das Herz eines Mädchens»ach dem Kegelschnitt — sie bezeichnen alles mitFraktur wie Kaufleute, und beweisen alles wieJuristen — ihre Gehirnhäute sind lebendige Re-chenhäute , ihre Beine geheime Meßstangen undSchrittzähler — sie zerschneiden den Schleier derneun Musen, und setzen auf die Herzen dieserMädchen Tasterzirkel und in ihre Köpfe Visier-stäbe — die arme Klio (die Muse der Ge-schichte) sieht gar aus wie der Konsistvrialrath Bü-sching, der langsam und krumm unter einer Land-