m.8ecu!um. I.cap. Von den Lehrern in Afn'ca.
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Anno L2y. gicng der Käyfer Alexander xnvLuvx wi-der die Persianer, und kam nebst seiner Mutter raxia-nach Antiochien- Diese war in Syricu geboh-ren, und hatte von dem Juden - und Christenthumejkeiuliche Erkänncniß, wie sie den» als eine -ar gott-ftelige Dame gerühmet wird. r) Der Ruhm Okll6Ld§l8 war auch bis zu ihren Ohren gekommen, wel-ches sie begierig machte, den Mann zu hören, von demman soviel zu sagen wüste. Sie ließ ihn also mit ei-ner Lonvoy Soldaten zu sich holen, und, nachdem erihr die christlichen Lehren mit besonder«« Nachdruck zurEhre GOttes vielfältig vorgestellet, ward er wiederentlasten, sich nach stilrein gewöhnlichen Amte zu be-geben. u)
Um selbige Zeit fieng an seine Lommcni
rsriOx über die Bibel zu schreibe», wozu ihm sonder-lich der obgerühinte von ihm bekehrte »»ssosivx nicht«ur Anleitung, sondern auch Mittel au die Hand gab,und ihm eine gnugsame Menge Schreiber hielt, wel-che alles, was er redete, aufzeichnen, und inö Reinebringen musten. x)
Indem aber in zcmxiz wegenKirchen-Sachen noth-wendige Verrichtungen vorfielen, inuste er sich dahinverfügen, und ward unterwegens von den beyden Be-schössen Ll-Lxzuvzo zu Jerusalem und ^ttL0LTl;r-o zuCäsarieu zu«« Aeltesten ordiniret, 7) damit sein An-sehen bey den Kirchen in zc » xiz desto grösser seynmöchte.
Allein «Lkarneivx, der bisher keine rechte Gelegenheitan NELNLN finden können, meynete numnehro Ursirchu haben, wider ihn und ferne gute Freunde los zurecken.
Nun ist zwar nicht zu leugnen, daß unterschiedenebedcnckliche Dinge bey dieser Ordin-rion vorgegangen.Denn einmahl war die That seiner Vcrschneidung nichtohne Anstoß, weil sie gleichwohl den Gesetzen GOttesund der Natur zuwider liess, nach welchen niemandMacht hat, sich an einem Gliede zu verstümmeln.Hernachmahls rhat man auch vLmxraio unrecht, daßandere einen Mann, der doch in seine vioccex gehöre-tc , ohne sein Wissen und Willen ordmirekeu, und al-so in ihrKirchspicl vcrsttzcten rc. r) Doch ist auch ge-wiß, daß sich vL.xi^kivx vergangen, und die Sache imAsfeck znweit pouxliret Hat; indein er ihn in zweyenZynoclix nicht nur der Aeltesten Würde entsttzete, son-dern sogar aus der Stadt und Gemeine verbanneke. r>)Weil aber veraLT-ino sonst alle Biscköffe, ausser diein Palästina, ^ckaia und Arabien, beyfielen, so be-gab sich OKI6kd!L8 nach Läsarien, und richtete eineVchnle auf, darum viel wackere Männer gezogen wor-den, wie ich hm und wieder gemeldet, b)
Mau erzehlet, c) es hätten ihn noch vor seiner Rei.st nach Patästinam die Mohren angepacket, und ge-nöthiget, entweder Unzucht zu treiben, oder den Göt-tern zu opfern, da er denn das letztere beliebet hätte;welches ihm folgende in stimm Gewissen einen solchen
e) Ibidem c. 21. u) Ibidem. x) Ibidem c. 22. ^ ) Ibi-dem. r) 8^kl- -iinsl. 1'. 2. p. 2ZI. -) HIK-
^Odd 1 tb 1 V 8 -d Iib.2. e.5. d) LV 5 !-'k«IV 8
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Anstoß gegeben, daß, als er zu Jerusalem über dieWorte kl. l-, 16. predigen sollen, er in Erinnerung sei»neS Falles kein Wort habe aufbringen können. Maufindet auch unter seinen Werckcn eine Schrifft, welcheseine Klage über diestnFall ausdrücket. Indem aberdie Scribenten vor «?lrua»io von dieser Sache, diesie als was wichtiges nicht verschwiegen haben würden,kein Wort gedencken, so ist sie nach der mchresten Ur-theile allerdings unter die Fabeln zu setzen, d)
Bon seiner übrigen Lebeuö-Zcit ist weiter nichts zugedencken, als daß er sich die meiste Mühe, nebst demdoeiren, mit Bücher-Schreiben gegeben, auch nichtbeständig zu Cäsarien geblieben, wie er denn zum an-dern mahl nach Athen gereiset, in Arabien und auandern Orten gewesen, bis er sich letztlich zunieder gelassen.
Allhier ward er uuter der Verfolgung orcu ins Ge-fängniß geworffen, und mit allerhand Martern langeZeit gequalet, bis ihn endlich der Tod des KäystrS ausdieser Prüfungs-Schule errettete, da er denn wenigZeit darauf ihm 69. Jahre seines Alters Todes ver-blichen.
Sein Fleiß, Geduld und Standhafftigkeit scheinenihm die Zumchmen ^damantt, und 2---"."-?!- beygelegetzu haben. Er hatte einen unvergleichlichen Kopfs,weil er aber demselben zuvielzutraueke, vergieng ersiehgar sfft in seinen Betrachtungen, wie ich urrterr beyden Fehlern der Lehrer erinnern werde.
Von seinen Schafften sindRichtige
1. Die Lommenttn, über die gantze Bibel Altes und NeuesTestaments, von welchen einige verlohren gegangen, «inirge aber nur in filmen»; oder Übersetzungen vorhanden.Hierinnen bedienet er sich einer dreyfachen Art, die Schrifftzu erklären; entweder gehet er den Text sehr weuläuff-tig durch, oder er setzet nur kurtze lckoli- und Erinnerrungen zu den dunckeln Oertern, oder er führet einigeStücke durch Predigten nach dem Begriffe des DolckeSaus. Überall suchet er auch einen dreyfachen Verstandder Schrifft, nemlich den historischen, mMschen und ma-riischen. Unter feinen Predigten ist ein grosser Unter»scheid, nachdem er sie entweder concipiret, oder ex.eem-s»i>fe gehalten, e)
2. kibli» ttexgxks. In diesem Wercke hat er den Hebräische«Text und die Griechischen Übersetzungen der Bibel in 6.cawmnen dergestalt geordnet, daß auf der ersten Columueder Hebräische Text mit Hebräischen Buchstaben; auf derandern der Hebräische Text mit Griechischen Buchstaben;auf der dritten die Ubcrsttzuiig ^QVil.Lk; auf der vierd-ten die Übersetzung 8'r.^ibi^Lldl; auf der fünfftcn dieÜbersetzung der 70. Dollmetscher; und auf der sichstendieÜbersetzung HdLODOHOddlS gestanden-
' 8'bli-Oüsp!». Diese war eben das vorhergehende Merck,' nur -gß noch jivey Übersetzungen in der siebenden und' achten Cvlumne angefüget wurden, deren eine die Ubersl schling von Jericho hieß, weil man sie in einem Fasse da-« selbst gesunden ; die andere wurde die Übersetzung vonNicoxvki betittelt, weil sie ei» Discipet OkiekNis da-Bbb bb 2 sechsten
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