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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

?iiiiüiox>ki rvkrnvkli, welche längst widerleget wor-den» b)

Aus den Platonischen und Pythagonschen Schriff-tcn, darüber »^i^oniv; laß/ lcrnete OX! 6 Ld 4 L 8 dieArt der geheimen und alleßoeischen Erklärungen / wel-che er nachmahls auch bei- der Heil« Schrifft ange.wendet, i)

Weil OKI6ML8 nach seines Vaters Märtyrer-Tode/ wie abgedacht, aller Mittel beraubet ward , soerbarmte sich eine reiche Frau zu Alexandrien über ihn,und versorgte ihn mit allen Nothwendigkeiten. Daaber eben diese Frau den Verfechter aller Ketzer zu Ale-xandrien r^vl.vr.l vonAmiocsstahegte, und zum Soh-ne angenommen Hatte, mit welchem OLl6L!XL8 garnichts zuthun Haben wölke, so ließ er diß bcncücmmbald fahren, fieng selbst an zu üociren, und ward imr8. Jahr seines Alters vor tüchtig erkannt, einen?rse-repkor«w in der Catcchismus-Schulen abzugeben, k)

Er erlangte bald einen grosse« Nahmen sowohl durchseine Gelehrsamkeit, als auch durch seine christliche undleutscelige Aufführung, Sonderlich erwieß er bey da-mahliger Verfolgung unter dem kraeiichnteuden Märtyrern ungemeine Güte, wobey er sich nichtscheueke, sie im Gefängnisse zu besuchen, auf dem Richt-Platze ihnen bis an ihr Ende an der Hand zu seyn, auchzu selbigen hinzugehen und sie mit grosser Freyheit zuküssen, darüber ihm einstens ein Stein-Hagel von demVolcke zugeschicket ward, welchem er doch mder allerVermuthen ohne Verletzung entkam»

Indessen erhitzte er die Heydm dadurch dergestalt ge-gen sich, daß er nunmehro in keinem Hause mehr sicherwar, ja, sie schleppten ihn zuweilen auf der Gasse Her-um, griffen ihn mit Schimpff-Worren an, und sie«,gen ihn wobt gar an zu curgi.irc«, welches alles eraber mit grosserTapfferkeit ausstund, und überwand. I)

Weil er täglich imn,er mehr Schüler kriegte, derener viel nur in der Litteratur unterrichtete,, so meyncreer, daß dieses seinem Amte, als einem Catecheten, zu-wider liesse, hob also die 6rsmmsrics!ische Schulegantz und gar auf, und erkläret« seinen Schülern blos,die H. Schrifft. In diesem Wercke spürere er solchenSeegen, daß er nicht nur die Christen, so seiner Un-terweisung genossen, befestigte; sondern auch vielHey-ren uud kchiloscrpkos, welche sich dabey einfanden , zuGOtt bekchrete, darunter nicht wenige den Märtyrer-Tod mit Freuden erduldet Haben, m)

Sonst war seine Lebcnö-Art sehr strenge und philo-sophisch. Damit er wegen des Unterhaltsandern nichtbeschwerlich fallen dürffke, veckauffte er alle seine phi-losophische Bücher auf die Bedingung, daß ihm derBuchführer täglich ohngefchr achtzehn? Pfennige zuseiner Nothdnrfft zahlen svlte. Offt fastete er den gan-tzen Tag. Wein und wohl zugerichtete Speisen wol-re er nicht gemessen« Des Tages arbeitete er in seinerSchule aus allen Kräfften: den gröstenTHeildetMachtbrachte er in Betrachtung der H. «Vchrifft zu; dieübri-

k ) dAVL 2 mi,su. «cciet. in -rüg OKIOL VI8- i ) ^'Ok-OMKIVZ »pussLVWUVdl tt- k. kib.H. c. IK. 4c) tttsl.r. z. z. t) k?tk! 4 Ld 41 VL 64. §24. m) LVLL-

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ge wenige Zeit schlieft' er, und zwar auf der blossenErde». Niemahls hakte er zwey Röcke, und langeZeit hat er auch keine Schuh getragen, n )

Da er nun seinen Leib so harte hielt, wird man leichkerachten, wie keusch dabey fein Hertz gewesen sey. In-dem er aber in seiner Schule auch Weibs-Personenunterwiest, worüber die Hcyden Lästerungen ausspren-getcn, und weil er daneben die Worte Christi disub.X!X, 22. nicht recht verstund, so vergleich er sich soweit, daß er im 21« Jahr seines Alters sich selbst <-s-chiceke. Er wolte zwar die That verborgen halten,allein sie kam doch aus, und vor den Bischofs vrne-rkivra, welcher sich erstlich über diese Verwegenheit sehrverwunderte, Hernach die gute Meynung doch lodere,usd zu fernerer Treu bey seinen Catechi-

smus-Schulcn ermahnete. Folgender Zeit hak OKI-6LXA-8 seine Verschncidung selbst gemißbilliget undverworffcn» 0)

' Im 26. Jahr seines Alters that er eine Reise nachRsm, muste aber auf Anhalten vxnLi-«« bald wiederzu seinem Amte zurückkehren. Die Last desselben sichzu erleichtern, und mehr Zeit zur Betrachtung der H.Schrifft zu gewinnen, nahm er den obbemeldeken «r»azcl./.r>l zum Gchülffen an, und eelernete hierauf voneinem Rabbineii die Hebräische Sprache, p^)

Inzwischen bekehrte er den vornehmen Mann ^>r-8 !ec> 5 lvia, wolcher bisher des ?,iLkecini>ii8 und V«i.rrm 5Ketzerey zugethan gewesen, wie nicht weniger sehr vielandere, welche durch seinen Ruhm, ihn zu hören, ge-leitet wurden, g) Ein Arabischer Fürst schrieb au ox-?axrkiv^, und zugleich den Egypkifcheii LandeS-Haupk-mann, uns einige Zeit an ihn ab folgen

zu lassen, welches auch zum Sergen des Fürsten unddessen gantzen Landes erfolget«. r)

Als der Käyser mit seiner ?trmee An-

no 215. in Egyptcn rückte, versähe sich OXI 6 t.d 4 K 8wenig gutes, eullviech dabero nach , und

blieb zu Casarien. Die Bischösse dieses Landes har-ten ihn so wehrt, daß sie ihm auch erlaubeten in derKirchenöffentlich zu predigen, ohngeachtec er noch keinAeltestcr war.

Diß letztere «ahm urxm'i-krivz zu Alerandnen, wel-cher jttmahl schon einige Zeit her den grossen NahmenOKI6LbN8 mit neidischen Augen angesehen hakte, übelauf, und schrieb den Bisch offen rlmoerirro zu Cä sa-cken , und Li.Lx.^r>!-o zu Icrufalcni, einen derben Ver-weist, daß sie dergleichen ungewöhnliche Dinge in derKirche geschehen liessen. Diese gaben zur Antwort, eswäre darinnen nichts uurechrs vorgegangen, indem ei-nem jedweden Bruder frey stünde, die Gemeine zu er-bauen, und könten auch Epeinpel angeführet werden,daß dergleichen mehnuahlen geschehen wäre. vx.xix-iRivr war damit nicht zufrieden, sondern schickte zweyldisconoS) die ihn zu seinem Vorigen Amte wieder ab-holen musten. §)

Anno

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