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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Hisisrie Neues Testaments

ausmachten: also gab er solchergestalt die Deutungenauf GOtt. Er brachte auch Erläuterungen aus demHeydenchume bey/ da nemlich Apollo am Himmel dieSonn?/ aufder Erden leider barer, in derHölleuApollo«enennek würde. Also heisst GOtt im Himmel derVater/ auf Erden der Sohn / und in den Creato-ren / in sofern er darin» kräfftig wäre / der HeiligeGeist.

Diesen Irrthum soll 8 ^MstbIV 8 nach Anführungfeines Lehrmeisters / aus einigen Apocryphifchcn Bü-chern, und sonderlich dem sogenannten Evangelio derEgypticr, wie auch aus dem vielen Unigange mit denJuden, gcfchöpffet^aben. x> monrsivs von Alexan-

den auf seine Hüfften, und stampffete mit den Füssen,schimpffete auch auf diejenigen, so mit Bescheidenheitzuhöreren; weil sie vielmehr mit Klatschen des Mundesnach der bey den Schauspielen gewöhnliche» Weise ihre»Hpplaut'um bezeugen solten.

Die verstorbenen Lehrer zog er in seinen Predigtendurch/ von sich selbst aber wüste er grosse Dinge vorzu-geben. An den Ostern bestellet« er.gewisse Weibs- Per-sonen/welche mitten in der Kirchen Psalmen zu seinenEhren , ohnzwcifel auf künstlich« Weise / abfingenm usten.

In den benachbarten Städten und Dörffern bestelle«te er solche Bischöffe und Aeltesten, welche ihm fchmei-

drien schrieb einen Vrieffdagegen an und eheste», und ihn als einon vom Himmel gefallenen Engel

ämnonieiu, worinuen erabcr selbsien versticß,wie sonsf ihrer Gemeine anpreistten

erinnert worden. Man meldet ein Concilium zu Alexandrirn unter monrzro, worauf 8 ?il>Lstl.lV 8 und seinAnhang öffentlich verdammet und von der Gemeinschafft der Kirchen ausgeschlossen worden. 7 )

V.

Wer warm die Samosatenianer?

Er Hatte zwey junge und schöne Weiber bey fich/wel-che ihn überall begleiteten / dergleichen sich nach seinemExempel auch seine Aeltesten und Vstccmi zulegten.Diese Weibs-Personen mustcn ihn aufs äelicLteste be-dienen, wie er sich denn beyden angestelleten Schmäu-sen recht wohl seyn ließ. c)

Sein Exempel frischete die Clcncos an, daß sie sich

Von ihrem Stiffkcr ?^VstO 8 ^> 108 ^ 1 'MO istp. gern und willig dem ehelosen Stande ergaben, indem7 Z 9 . schon einige Meldung geschehen. Erwar ein blut- sie Weibs-Personen bey sich hatten, welche weder ihrearmer Kerl, dcrweder von seinen Eltern was bekommen,'Weiber noch Loncubmen, sondern vielmehr Huren wo-nach sonst erworben hatte. Als er aberdas Bißthuin reu. Sienenneten sie Freundinnen, Schwestern und

erlanget hatte, ward er in neun Jahren durch allerhandSchwäncke und Griffe so reich, daß er nicht wüste, wsormitdem Gelde hinsolte.

Aus allen seinen Verrichtungen erschien ein verdamm-lieher Hochmuth. Er gieng auf öffentlichem Marcktefpatzieren/Und laß oder cliLiirere Briefe: er war allezeitmit einer grossen Menge Bolckes umgeben, und wölkeZucht Bischoff, sondern Oucenariu; geheißen seyn.

Der AmtS-Nahme Ouceuanuz ward bey den Altensowohl bürgerlichen als Kriegs - Personen beygeleget.Beym Kriegö-Wefen hieß man diejenigen vucenario;

Skuben-Bursche,ltnd sollen gar vorgegeben haben, daßsie selbige, wie der Apostel lohannc? die Jungfrau Ma-rie, bey sich hätten. 6) Daher wares nichts neues,wennman dergleichen Schlepp-Säcke bey den vstconis undBischössen im Bette antraff. e)

Da nun die Lebens-Art so ficischstch beschaf-

fen war, so darss man sich nicht wundern, daß seineLehren nicht besser gewesen. Er nahm also die ver-dammte Meynung der Arremonisten an, und gabvor, Christus hätte stin Wesen erst aus der Ma-rien empfangen. 5) Er schaffte demnach die Gesan-

welche 200. Mann commsnöireteu,und bey derSchlacht ge,so Christo zu Ehren verfertiget worden, ab, als Er

im andern Treffen zustehen pflegten.r) Beym bürgerstchen Regimente nennest man gewisse krocursrore; also,welche jährlich 2 oo. 8 ctterria, oder nach unserm Geldeetwa 62 . Thaler Besoldung empfiengen- s) Nach diesen letztem wolte sich ?^VbV 8 gencnner wissen, wclcheö nicht unbillig als einAergerniß aufgenommen ward,Weil er sich eines weltlichen Titels anmassetc, zumahl da

findungen neuer Personen, g)

^cktg^b!/l81V8 l>) beschreibet seinen Irrthum folgen-der Gestalt: ?LVstV8 8?i!vi08^ckLl<iV8 bekennetIEsum als einen GOtt von der Jungfrau Ma-rien, giebt aber vor, er habe den Anfang feinerff 7 arur, Wesens und Reiches von ihr genommen.Doch wate er ein kräffriges Won vom Himmel,«r sich solchergestalt eine richterliche Gewalt beyzulegen darinnen die weißste» gewöhnet hätte. Die Vor-fchicn,dergleichen solchekcocurakore,, sonderlich in ge-jsshung GVttcs hatte ihn sthon vor der Zeit be-Hvissen Gckd-Sachen in Händen hatten, d) istrinmetgehabr,sein Wesen aberhätteer erstlich zu

Er ließ auch in der Kirche einen Hohen Thron undj^azarerh empfangen,gleichsam Richter-Stuhl aufrichten, da sonst den da-. Ausser diesem hielt er es mit 8 ^MstbIO , daß ertnaßligen Bischössen nur eine mit Leinwand bedeckte «rmlich den Vater, Sohn und Heil. Geist einen GOttCatheder erlaubet war. Darneben hakte er eine Can->nenncke, in dem Verstände,daß sie nureine Person aus-tzeley/worinnen die Beklagten als vor einemRichter ver-',„achstn. Das Wort Gottes und der Geist wäre -ermaf-

hörek wurde«

Uberdicß führeke er sich auf seinem BischöffuchenThrone über die Massen großthätig auf, schlug im Re

kkikttirdeivs 62. « 2. kill. 83.

bellst«», p. uz. tcg-p I-iksliur 8/noäicu,. »xviokck'ivz^e re milNäri üb. s. c.8- a) OlOüb.zz.j,.§ 06 . L^ill^diVL«Liü.chz. b- i» äußuüo c ^

sen in GOtt, wie etwa das Wort und der Geist in demHertzen eines Menschen zu befinden. -- Ob

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