III. Leculum. V. Op. Von dem äusserl. Zustande der Kirche.
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Gebvhre» Anno i88- Käyser 2i2.^ivird ermordet 217.
Sein gantzcc NahmochKß dck^8.QV8 ^ViiLl.lV8AdlIO!8IlV8 L^88I^dl.V8.L^Il^c/ebbL oder L^K^
L^bbV8, welchen letztem er von einer Art Kleidung,so Owcslla hieß, und von.ihm getragen und eingefüh-ret ward / bekommen. Der vorhergehende Käufer nvLkvs zeugeke ihn-mit der Syrischen Gemahlin ivriLvo.^L, welche als ein sehr schönes, aber geiles Wci-bes-Bild beschrieben wird.: a) Daher kein Wunder,daß der Schön eben diesem Laster gantz unmäßig erge-ben war- Sonst meldet '5LKH.VbbI^b>'V8, t>) daß.er von einer christlichen.Amme gesäuget worden.
Er war kaum 8. J'ahr.glt, da.ihn der Kater zum.Oskare crklärete, welche Würde ihm auch der Römi-sche Rath bestätigte. Ale ihm aber jcnxr ein wenigzulange lebete, so stellete er ihm nach dem Leben, undzuckte einstenS, da er hinter dem Kater ritte, gar denDegen auf ihn, ward aber noch .durch das Geschreyder Trabanten vöm Morde, abgehalten» 56VLKV8kriegte ihn zwar deswegen vor sich, und schalt ihn aus.daß er sich solche Dinge öffentlich.unterstünde: weiter
.aber that eruhm nichtsl c) .
Es ist merckwürhig, daß in seiner
Jugend gantz.anders gesittet gewesen,.als bey zunehmenden Jahren» Damahls war er angenehm, freundsich, mitleidig und mildgebig. Wenn dieseutcchenipersönlich dahin, und ward mit allen ersinnlichen Freu,
rist rL?iul»>rv8, weil er den Bruder »Mord bey demRathe nicht exculiren wolte, herhalten, f)
Bey allem diesem unmenschlichen Verfahren kamihm die Tätigkeit auf einmahl ein. Denn als er imRathe aufgestanden und schon an der Thüre war, keh-rcte er sich um, und ricff: Hörer was grosses, dar-über sich die ganye welc freuen würd! Alle ver-jagte Leute, sie mögen verdammt worden seyn,warum sie wollen, sollen wieder nach Haust be-russcn werden, g) Indem nun die Christen fast dengrössten Theil der Txulunten und Verdammten aus-machten, so war dieser Schluß der Kirche besonderströstlich, und gab Gelegenheit, daß die Befolgungennicht nur unter diesem, sondern auch einigen folgen-den Käysern, unterblieben.
Sonst besiegete er die Alemannen, welche um denM y'.r wohneten; K) ingleichen die Geten, wovone h den Zunahmen 6siicu; nicht annehmen wolte,w» /'das böseGewissen seines Bruder-Mordes da-bey en-nerte. i) Ferner Hielt er in Armenien undparthicn übel Hauff dieSmdr Alexandria in Egy-pten aber mnste seine Rachgier auf besondere Weisesuhlen.
Es hatte nemlich der Käyftr gehöret, daß die Ale-xandriner, welche von Natur gewäschig waren, nichtzum besten von ihm gesprochen. Er begab sich also
wilden Thieren vorgewoeffen wurden, so kehrete er dieAugen weg, und weincre. Was er von seinen Eltern.gcschcnckt ockam, thcilete er sogleich denenjenigen aus,so um ihn .waren. Diß lässet sich nicht unblllichden Anführungen seiner Amme zuschreiben. Nachder Zeit ward sein Gesicht gaytz mürrisch, sein Mundgefräßig und zumSauffen geneigt, und in seinem gan-tzen Umgänge ward man nichts als Dräuen, Zornund Grausamkeit gewahr. 6)
Als er zum Regimentc kam, musien die ^ckeclici, so;rvLirv^ nach seinem Verlangen nicht hatten umbrin-gen wollen, sterben- Wie er seiner eigenen Frau,und
den-Bezeugungen empfangen. Als abersiA seine Gelegenheit ersehen, ließ er befehlen, daß al-le junge Mannschafft, deren eine grosse Menge ausallen.benachbarten Ländern zusammen kommen war,sich auf-ein darzu bestimmtes ebenes Feld stellen sollte,indem er begierig wäre, dem äi^xLnoieo zu Ehren,die Griechische Schlacht-Ordnung, welche man kba-I-inZem nenncte, aufzuführen. Allein, da sich das ar-me «»bewehrte Kolck Angefunden hatte, ließ er siemit seiner Armee umgeben, und jämmerlich mallscri-ren,/baß gantze Ströme Blut davon flössen. *) Hier-auf giengesauchsinderStadc mit Rauben undMor-
ünzählich andern mitgespielck, mag man.bey de« Po->den ziemlich bund über: gleichwohl schrieb er an den
litischcn lliKoricis. lcsey» -*)
Sonderlich oetrass das Unglück auchseknen leibli-chen Bruder , welcher sein Mik-Regent, und
wegen -seiner gütigen Sitten sehr beliebt -war.
, der keinen neben sich leiden wolle, such-te 6KHLA durch mancherley Räncke auf die Seite zuschaffen. Indem aber dieser stets mit einer starckrnLeib-Wocht umgeben war, konte er nicht an ihn kam-men. Endlich beredete er die Mutter, daß selbige siebeyde zu sich bestellen möchte, damit sie sich zusammenversöhnen könten. Allein, da der gute kam,
ward er in dem Schooß derMutter unbarmhertzig er-mordet. e) Diesem Tode folgeren noch fast unendli-che Mord-Thaten des Tyrannen, und muste unter an-dem auch der praelcÄu, kraemi-io und vortresticheJn-
») I)IO dd.77. p.874. Ii8.4.VIV^0K
ä- c-et,r. b ) sc> 8c^kV^Iv1 c. 4. c ) »IO lik. 76. r--tz.8üz. 6) 8k^K1I^dtV8 c. 1.^9. *) ttd:k<Ok)1^dlV8
I»c. c». vlO lib. 77. 87c). e) O10 Iib.77. vatz. 872
in (it-IA ^.7.
Rath, es wäre nichts daran gelegen, wer, oderwieviel geblieben waren, gnug, daß sie es alleverdienet hätten. **) Endlich hob er auch die Schau-spiele und andere öffentliche Ergötzlichketten der Stadtauf, ließ mitten durch selbige eine Mauer führen, undCastelle aufrichten, damit die Bürgerschaffk forthinnicht so freye comlsuliication mit einander habenmöchte.
Sein Lebens-Ende beförderte sein kmeleölu; ?ms-rorio I^^cxiuvs, von welchem er seiner clelicsten Lebcns-Art halber so wiloriirete, daß xävEvs sich „,'cht ohneUrsache unsicher schätzte, zumahl, da ein und andereWahrsager dem Käyftr sein nahes Lebens-Ende pro-pheecyeten, und iE«iuv>l ausdrücklich vor seinenNachfolger angaben. näc«iuv8 beredete also einenHauptmann von der Leib-Wacht, dessen Bruder kurtz
vor«
f) i-r-m in c. 8- s) vio k.«. K) 8?AL-
1'I^diV8 iki<i. c. 10 . i ) Iclem in c. 6. *) ttLK-O-V1LK'V8 lik 4. »») VlO Ub. 77. x. 880.
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