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Kirchen-Historie Neues TestamrukeS
gen Eltern aus Gothischem und Manischem Geblükhein Tl racien entsprossen. Als zevcavs den Geburts-tag seines Sohnes in Thracieu celebriee«, gabsich bl^Xlb1ldyV8, welcher damahls noch sehr jungwar, lny dem Käyser an und bat um Erlaubniß, mitden stärckesten Soldaten ein Kampff-Spiel vorzuneh-«en. Der Käyser ließ anfänglich die siärcksten Mar-quetcnder mit ihm anbinden ; allein «>^XlbHblV8warff deren r6. nacheinander in einem Ritt zu Bo-den. rcvxirvr probierete ihn ferner im Lausten : dochdas beste Pferd konte ihn nicht müde machen, und ernahm es darauf noch mit sieben der stärcksten Solda-ten an, welche er sämtlich zu Boden legte« Diese sei-ne Skärcke brachte ihm eineTrabanken-Skeke beydemKäyser zuwege, b)
Es war aber kein Wunder, daß er soviel Kräfftc'hakte, indem seine Grösse über vier Ellen betrug, undsein Daumen so dicke war, daß er seiner Frauen Arm-Band an statt eines Finger-Rings gebrauche«, c)
In feinem Soldaten-Stande hielt er sich taxsserund fleißig, welches ihn auch von einer Stuffe zurandern beförderte, bis er letztlich von Alex.urdern denLegionen der neuen Soldaten vorgesetzet ward. SeinGemütb war blutdürstig undgrausam, daher der Rathuud das Volck zu Rom die Götter ersuchten, sie möch-ten ihn ja nimmermehr m die Stadt kommen lassen, ä)
Er nahm dasKäyserthum ungern au,und dieSolbaten musien ihn mit emblösseten Degen darzn zwin-gen. Indem er nun aber einmahl Käyser war, er-achtete er das beste zu seyn, diese Würde durch Grau-samkeit zubehaupten, zumahl, weil ihm seine niedrigeAnkunfft alle adeliche Personen verdächtig mache«.Wie er zu Rom mit vornehmen und geringen Zehau-set, ist bey den Politischen Scribcnkcn zu suchen, e)Von seiner Christen Verfolgung wird unten Nachrichtgegeben werden.
Er hat« einen Sohn gleiches Nahmens von vor-trefiicher Gestalt, welchen er zum Caesars neben sich-rrnennete. Dieser war etwa Anno 216. gebohren, inden Griechischen Wissen schaffte» wohl unterwiesen,auch mäßig und freygebig, aber über die Massen stoltz,also, daß er nicht nur einen gantz goldenen Pantzer^trua, und es in seiner Kleidung alles aufs netteste seynwüste; sondern er stund auch vor keinem Menschenauf, welches doch sein Vater gegen die vornehmsten,zu thun pflegte , kontt er auch leiden, daß man ihmdie Knie u«d Füsse küsste, welches ihn sehr schlecht ^rec< mwenaire«. 5) i
Ob »unwohl der Vater etwas hässlicher war, alsder Sohn, so ward doch seine Grausamkeit und sein ,unersättlicher Geitz den Römern endlich unerträglich, §jndcin die vornedmsten Familien darüber an dm ^Bettel-Stab genethen. Dahrr war man weder zu 'Rom /noch an andern Orten mit diesem Käyser mehrzufrieden. In /ekics ward der alte achtzigjährige kro-
d) CAkll'OslKVS m Xt^XttUIkeO'csp.c) Ibidemrsp 6. ä) idiSeli, c. 8. «) L^kt '1 OsId>I V 8 ibidem c. 9. i10 . ttLLOIHäbiVL 1'd. 7- k) ibi-l-m !
«sx. rz. '
e conlbl COXVIAI^Vä genöthigek, den Käyserlichm
- Titel anzunehmen: «kein sein Feind cL?xe.i.l^uvr er-) legre bey Carthaga seine Armee «nd den jungen soa-z oiLrrvr^, welches den Alten in solche Verzweifelungt setze«, daß er sich erhieng. 8)
- Inzwischen erwähletc der Römische Rath doch zwey
- andere Käyser b-IHXibIVtck und wobey
; zugleich cher Enckel zum Cselsr» angrnom»
. nie» ward. Diese setzten sich nun dem b^XIbUb-lO> entgegen, vor dessen Grausamkeit, als einer ungcheu«e ren Bestie, sich sonst ein jeder furch«; allein ebcndie-
- st Wüthercy beschleunigte blaximioi Tod. Denn als
- es mit seiner vorgenommenen Belagerung Aguile-r ,ae nicht fort wsl« ; so warff er die Schuld auf ei-nige Ossicierer, welche er ohne Varmhertzigkeit Hin-
c richten ließ. Diß erbitterte die Soldaten, daß sie es
- mit seinen Trabanten ablege«« und mitten am Tage. in sein Quartier ciubracheu , wobey denn bl^XIbll-
«IV8 und sein Sohn dem Grimm der Verschwornen
- aufgeoxffert wurden, b)
E 27. COXVl/lblVL.
^ Käyser Anno 2 z 8- ermordet 244.
/ Ich gehe den alten , iuglerchen blA-
^ XIXiVda und 6ll«öIblVbl, weil sie sich nicht recht fest. gesttzek, «ud ihr Regiment gar knrtz gewesen, mit Fleiß) vorbey; zumahl da ihr Regiment, ausser dem, wasfgedacht worden, zu Erleuterung des Zustandes da-mahliger Zeiten bey der Kirchen-Historie wenig bey-' tragen kan«
Unser CVKVlAblVL war ein Enckel des obgrdach-° ten alten Lorrm/eni von seiner Tochter, j) und kaum' >3- Jahr alt, da er zum Besitz des Käystrthums ge-lange«.
So jung als er war, so werth ward er von demMath, Soldaten und Volck« gehalten. Denn er war«in lustiger, annehmlicher und dabey gelehrter Herr«-Der Rath und die Soldaten nenneten ihn nur ihrenjSohn, das Volck aber sinne Ergötzlichkeir. k)
' Seinversiänd!gcrSchwieger-Va«r>n!nuLV8giugihmbeym RegimcntS-Westn an die Hand, und sein redlich^ Gemüth konte nicht lcidsn , daß einige Lbargen wesder durch dic HosiVedienten, noch durch seiue Mut-, «r verkaufft wurde».
Indessen wolcen einige seine Jugend verachten, und^L,r.^>iv5 stiffre« in Africa eine Rebellion gegen ihnan, welche aber gar bald unterdrücket ward. l)
Zu seiner Zelt erreg« der Perfianische König z^k-o« ei-nen gefährliche« Krieg imOriente, und hat« bereits An-trocknen tingcuonnnen: allein OOtil)l^d>.'V8gi'eng ihmin Person cnkgcgen, und war so glücklich , daß er ver-schiedene Schlachten gcioann, und die von den Persia-nern erobert-«Plätzewieder einbekam; wiewohl er denglücklichen Fortgang aus rühmlicher Bescheidenheit sei-
nein
8 ) Nt-'KOO 1 ädeV 8 loc. c,k c^kI1'Od.H4V8 itziä. c. l 6 .lclem i» 8 ) Iclem in XtXXjkNO csp. in
Z ttk.kt VI/IKV 8 lid. 8 - do?1ie,IINV§i» X 1 ?-Xt!>I. c-p. 7 . i 8 - 24 . kc. i) tt/I^OOI^d 1 V 8 Iib. 7 .!i) OI.MV8 M OOKVI^diO csx.z l. I) Ibidem
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