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M.8eculum. -V. C«p. Vsm -em äusserl. Zustande der Kirche«.
Dieser schrieb sich etliche davon hintersOhr, und befahl sie des andern Tages zu mriMcnren.Allei» die Soldaten merckten sein Vorhaben, und sie
nicht gedienet hatte, ließ er ihn auf öffentlichem Maxck-te an einen Pfahl binden, und bey dem Dampffe vonSpreu und nassem Holtze zu Tode schmauchen ' der
len des KäystrS Bedienten an, ttphl 06 üüüUV 3 Ausruffer aber muste die Worte hören lassen : Bil
recirirete sich auf ein heimliches Gemach: doch eben hiermuffe er sterben. Man schleppte den Cörper mit denärgsten Schimpfs- Worten durch die Stadt, Kreuz ihmendlich Steine an, und warff ihn in die Tiber, damitrr ja nicht »vieder zum Vorschein komme» möchte, o)r;. eLllllXÜ^VM.
Gebohren Anno 209. Käystr 222. ermordet 2;5.
Seine Mutter hieß des vorigen Käy-
serS Mutter Schwester, welche ihn zu allen gutenWissenschafften, wie auch zum Kriegs-Wesen fleißigerziehen ließ. Daß sie aber folte seyn eineCHristiu ge-Wesen, kau wohl nicht erwiesen werden ; weil sie nichtnur vor sich selbst dem Geitz zugethan war, welchersieh damahle» mit der christlichen Religion nicht reimete° sondern auch ihren Sohn, der ihr sonst sehr gehör«
lich strafft mau den UM Dampffe, der Dampfsverkaufst hac. ;)
Was von ffeinen Anverwandten lasterhafft lcbete,schaffte er ab, mit dem Beifügen r Das gemeine Wohlwäre ihm lieber, als seine Freunde» t) Niemand,als Könners und redliche Leute wurden zugelassen, ihreAufwartung bey dem Käystr machen : weswegener, wie bey dem 8scr» Lleulmiis geschahe, ausruffer,ließ: Niemand komme herein, der sich nicht un-stlmldig weiß! u)
Bey allen diesen und andern Tugenden hakte ergleich-wohl auch seine Fehler/immasscn erdasGeld liebhat-te, sehr argwöhnisch war, gar zu strenge Kriegö-Zuchehielt, und seiner Mutter, aus überflüßigem Gehor-sam, allzuviel Macht bey der Regierung verstattetc.x)Seiner Gerechtigkeit und Tugend ließ er auch die
sam war, bey dem Götzendrenste ließ, auch endlrch mit Christen geuiessen. Denn als die Christen einen ge-ihrem Sohne vergöttert worden, welche Ehre M, Er, öffentlichen Ort an sich gebracht, und ihrenwenn sie kerne Heydm gewesen, unmöglich wiedersah-' Gottesdienst daselbst angerichtet hatten, wolten die
reu seyn würde, p)
Diß aber muß man ihr wohl lassen, daß sie eine vor-ständige, keusche und züchtige Dame gewesen, welcheauch von dem Christenthume, wie dort eine
gute Meynung mag gehabt haben, davon die Geschich-te mit oiemeE nicht ein geringes Zeugniß geben kau.
^KX^dU)ül< nun war ebenfalls ein so vernünffti-ger und tugendhaffterHcrr, daß unter den heydnischenKäystrn wenig seinesgleichen zu finden. Er Hatte er-ne schöne Person, sein Gemüthe aber war noch vor-treflicher. Der Kleider-Pracht war er zuwider, undwar gewohnt, bloß in einem werssen Habit ohne Goldund Edelgefleme zu erscheinen» Wer ihn zu liess vc-nerirete, ward vor einem Schmeichler angesehen, undob ihm gleich der Rath den Zunahmen des Großenantrug, wölke er ihn doch durchaus nicht annehmen» g)Früh pflegte er in seiner Capelle seinen Gottesdienstzu verrichten, wobey man aber seine abergläubische Ein-falt spüren kau, daß er die Bildnisse Christi , Abra-hams, ichoüomi, Opkci äec. daselbst unter die andernGötzen hakte setzen lassen. Zu seiner Ergötzung fuhrpder gieng er spatzieren, fischete oder jagte-, und hattekeine grössere Lust, als wann die jungen Hunde mitden kleinen Schwciuchen spielelen und die Rebhünereinander bissen, r)
Seinen Regiments-Sorgen lag er fleißig ob,.undsuchte die Gerechtigkeit aufs genaueste zu acimmiüri-reu- Wenn er einen straffte, der andern Unrecht ge-than hakte, ließ er ihn, zuruffen : was du nichtwilft,daß dir geschehen soll, das thue andernauch nicht l welchen Spruch er sonder Zweifel vonden Christen erlernet hatte. Als einer von seinen ver-trautesten Bedienten Geschencke angenommen', und«ach Versprechen den Leuten bey dein Käystr doch
0) ULKOVl^VL Iib.5. 1)10 UK.78. p.9>6.snn.Ll.'1'om.r. p. 286.le-z. q)
«KLLXöNvko c.,8 il. r) stich r.-9.41.
Gar-Köche behaupten, daß solches Gebäude von rechts«wegen ihnen zuständig sey. Mein Alexander that denAuöspruch : Man solle die Christen bey ihrer pm-sesslon lasten, indem es bester wäre, daß GDtedastlbst gedienet würde, es möchte auch gesche-hen, aus was vor weise es wolle, als daß derPlay den Garköchen eingeräumet werden solre.y)
Anno 229. §rhsb er sich nebst seiner Mutter und derArmee nach Antiochien) allwo die Sache mit oxi6i°rmvorgegangen, wie ich in seinem Leben erwähnet hab?.Wie folgender Zeit die Kriege mit den Parthern ge«führet worden, erzehlen die politischen Scribenten. r)
Kurtz vor feinern Tode muffe er sich nach Deutsch«land begeben, die Macht der dastlbst einbrechendenFeinde abzuhalten. Indem er aber die rebellischen Le-gionen allda mit der Schärfst zur rasikn.bringen wol-le: so wähleten sie r^xinmvn zum Käystr, und weilAlexandern endlich die gantze Armee verließ, so warder nebst seiner Mutter umgebracht. Einige geben hieSchuld dieses Unglücks auf Alexandern wegen seinergrosse» Strengigkeit, andere aus seine Mutter Xtam-maesm, weil sie gar zu geitzigwar, und dahcrden Sol-daten wenig ipencliret wurde. 2) Eh kau alles beydesdarzu geholffen haben.
Seinen Tod nahmen viele vonden.Soldaken so übel,daß auch die Thäter niedergemacht wurden. Abson-derlich wüste der Rath seine Betrübniß darüber nichtgmlgsam zu bezeugen; wie man ihn denn mit dengrss-ststenEhren-Bezeugungen unter die Götter versetze^.
26. tz 4 äXI!EV 8 IMÜXKäystr Anno 2Z5. ermordet 2z8.
Von seiner Anknnfft weiß man, daß er von gerin«_ Fff ff 2 _gen
r) Idlllem csp. r) Ibi^. c.6l. v) Idiä. c. r 8. x)Vici'OK i» epic. 7) 1^?KWIV8 iki^. c.49. r) UL-ltOl)I^d1V8 Iil>. 6. Vici-Ok in epir. 1äEKH)lV8 c. 55.« ) stiä, x,x. 6z. 64. »LizovUidl V8 loc. cik.