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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kircheu-Historie Neues Testamentes

Wenn man also den Zustand des Römischen Reichsin diesem 8ecu1o mitwenig Wörter» andeuten will / sokan man sagen, daß es eine Mörder-Grube derBoß-Hafftigeu, und ein Schauplatz unzehlichru Elends geWesen.

V.

Wie viel Verfolgungen sind in diesem 8ecu1ovorgegangen?

Eigentlich drey, ich nehme aber die Verfolgung VIO-aus dem Anfange des folgenden Lcculi mitdazu, um eben der Ursachen willen , die im vorigen8ecnlo bey der Verfolgung unter 8LVLKO gemeldetworden , und also mercket man vier Haupt-Verfol.gunge».

r. Die Verfolgung unter r^^Xi^lldro2. Die Verfolgung unter OLOIO.z. Die Verfolgung unter V^UKlil.^^O.

4. Die Verfolgung unter OlOLULH^dlO.

VI.

Was vor eine Verfolgung ist unter kl^.-XIMNO entstanden?

Diese als die siebende Verfolgung ergieng sonder-lich über die Hirten der christlichen Kirchen, wiewohl'der Schaafe auch nicht dabei) geschonct ward. Man

innern, daß sich ein Jahr vorher eine Lpecial - Verfol-gung zu Alexandria in Egyptcn ereignet,welche ein ge-wisser heydnischer Pfaffe erreget. Die Märtyrer, sodarinnen gemeldet werden, sindIvlLIKä, ein alter Mann, welchem man den Mundmit scharffem Rohr voneinander gerissen, und ihn end-lich gestcinigck.

eine Frauens-Person , welche man er-bärmlich zerstieß und peitschete, und endlich ebenfallssteinigte.

eine alte Jungfer, welcher man dieZahne aus dem Maule schlug , und sie zum Scheiter-Hauffen führete, worein sie doch selbst mit Freudensprang und verbrannte.

welchen» man in seinem eigene« Hausealle Glieder zerbrach, und ihn zum Fenster herab stür-tzcte. b)

Kaum hatte dieseAlexandriuische Verfolgung ein we-nig nachgelassen, so ergieng der Befchl-dcö grausamenvlrLll an alle Unter-Obrigkeiten-in aller» Ländern zu derachten Haupt - Verfolgung. Zur Ursache wird derHaß gegen feinen Vorgänger angegeben; i)

ingleichen der gute Fortgang des christlichen Glaubens,k) L^?l<I^d2V5 suchet es aus eine,», tieffern Grunde,uemlich iu dem erkalteten Christenthums, davon er in

meldet, daß der Haß kvl^XUviIdei gegen seinen Vorsah-!^" vvn den Gefallenen gar nachdrücklicheren Alerandern viel darzu beygetragen, weil dieserdie'^^''"

Christen an seincin Hofhalte leiden können- a)

Weil auch oiii6r^r5 bey der in besondern

Gnaden gestanden hakte, so war di^X!dIIbsV8 Hinterihm her, »vorüber sich jener zwey Jahr lang zu OeKrcain Cappadocien beyder frommen und reichen Jimgfraululi-ma verborgen halten »nuste. K)

Man kan nicht sagen, daß diese Verfolgung überalliin Römischen Reiche gewüthet, wie denn wenigstensAfrica verschonet geblieben, c) Indessen »var sie dochHark g nug, iudem die Heydc», durch die damahligen Erd-beben erbittert wurden: doch war das beste, daß dieChristen an die geruhigen Ocrker entweichen tonten. 6)Von Märtyrern gehören KicherkONIläNV8. Bischofs zu Rom.sSiehep. 750.)

N I??OU?IV5, ein Röinischer Aeltestcr, welcher »nikrcm^iäno ins kxüium »vaudern musie- e-

eine Jungfrau, welche zu blicoweäiain Bithlinien soll gelitten haben. Man brannte sie mitLampen, schnitt ihr die Brüste ab, und enthauptete sieendlich, f)

Andere werden von den Geschieht-Schreibern nichtZenenner. Doch sind derselbe»» «ine nicht geringe An-zahl gewesen, g)

VII.

^ ^ verrichte»» ^

Was vor erne Verfolgung hat sich unter »uen seine Gcfehrten dre Flucht, »md er ward anfs Opi.

Reden führet.

Es »var diese Verfolgung über die mästen hefftig, in-dem man nicht nur die gewöhnlichen Martern dabey ge-brauchte, sondern immer neue erfand, und durch langePein nicht eben bald den Tod der Märtyrer suchte, son-dern ihre Standhaffti'gkeik zu ermüden , und sie zumAbfall zu jwingen,welches auch, leider! von vielen tau-fenden geschahe, i)

Die vornehmsten Märtyrer darin»» »var«k^8l^bl V8, Bischofs zu Rom, worüberd^V8 m)ein 6räku1srion;-Schreiben an die RömischeClerifty abgehen lassen.

I VUI^!>!V8'ein alter Mann zu Alcxandria , welcherdas Podagra in solche»»» Grad Hatte, daß er weder ste-hen noch gehen tonte. Man setzte ihn ansein CamÄ,peitschete ihn durch die gautzc Stadt, und verbrannteihn endlich.

L?lki?»LttV8 und LUkXätMM. Diese »,nistenzu Alerandria Gefängniß und andere unzehlige Mar-ter», luden, bis sie in lebendigen Kaick-geworffen, unddarinnen verbrannt wurden.

I8LHViU0^, eiu Verwalter zu Alepandricn , »vardnach vieler Sckmach mir einem Pfal durchstochen.

8tz'KV^I>Nd>!V8,Vischoss zu l'olola in Gallien. Erka>„ »»cbst einen? Aeltcsten und zrvcyen Oiaconi? sein A»ntJirdem er aber angegriffen »vard , nah-

OLM erhoben?

Der Anfang fällt gleich in das erste Jahr der Regie-rung dieses Käysers. Ich kan aber nicht vorbey zu er-

rolium gebracht, dergleichen man auch in andern Städ,ten , nach Arr der Stadt Rsin aufgerichtet hatte, n)

Hier

, k-V8MV8 28. V 808 IV 8 Ud.7. c->p. Iy.

d) c.;r. c) xi8>HI>lr»d.'V8

ep.75. ü) e)8V8cttL8lV8 ia inöic. f) ^,»7»».,I«K. kam, ä. 4. Occembr. ß) KVkkldIVL llb. 6.«. lA.

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