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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Ikk. 5cculum. V. <7sp. Von dem äusser!- Zustand der Kirchen.

Hier bekannte er staudhafft, daß er keinem andern alsigutcn Mitteln stunden / so Hatte er sich bereits in denihren GOtt ppssern tönte. Da nun Griechischen und il'gyptishen 5 »

dem einigen und wahren GOtt ppssm könte. Da nunIGriechischen und EgyPtisben 5 .,cki» ziemlich u.naeieeben em Stier zum Opffer vorhanden war , so bunden den, wobey er ein . o sanssr.nüt' gen Wesens warsiechn an dessen Füße, imd plagten dasTbier so lange, iGO« von Hem n i> bete. gen war, undbis es Mit ihm von dem erhabenen Ortehcrch spemgeis "" '

musie- Dieser Sprung zerschmetterte dem Märtyrersein Gehirn und andere Glieder/ daß er dabey seine Se ^in die Hand GOktes lieferte- o)

Zu Carthago nennet <H?kl^>rV8 ss) einen gantz-Haussen siandhaffcer Blut-Zeugen; da aber nur - hrentheils die blossen Nahmen davon gemeldet werbcu,sokan mangle bey ihm selbst nachsehe».

Wie boßhaffcig undlrstjgdieHcydenmitdenChristelsumgegangen/kan mau noch aus folgenden Exempeln ab-nehmen- welche in Africa geschehen- Nachdem ein sol-cher theurer Märtyrer, der nicht geyxnuet wird, alle ge-wöhnliche Foltern überstanden Hatte, bestrick) man ihnnackend mit Honig, band ihm dieHandeaufden Rücken,und steliele ihn an die Sonne, daß er von den Fliegenaufs erbärmlichste gestochen und gcquälet ward- wel-ches doch seine unüberwindliche Geduld kcine.sweges er-müdete.

Es wardsonst dergleichen Straffe, da man die mitHonig bestrichene Ubelthätcrdeu Fliegen, Ameisen undBienen Preist gab, (sspdunilmu; genennet, von L/pbooe, welches das höltzerne oder eiserne Band war, damitman dergleichen Leute befestigte. Man ließ sie viel Ta-ge- auch nach dem Tode also stehen, bis ihnen zum öss-

tern das Fleisch von den Knochen gezehret-und die Ein-, . . ^ ^ ...

geweide angefressen waren. Wer das subtile Fressen u!!d,"'iss"ft Wohnung- und beschloß, sein Leben dasclbst VnStechen dieser Thiere betrachtet- wird sich kaum .etwas'"*"'' b>n<amk,ir »«n i,»,

B Y den, Veisolgüngs.Skl/rmeentwich eraufeinab-gelegenes L'iud-Gurh^ sein Schwager aber, der seineSchlveimr hatte, lnß sich bey - jescr Gelegenheit denTeyftl vcrbienden-daß v.raus B.Zierde diegantze reicheErbschaft zu bcsiyen-den Anschlag machte - ?A.Vt.V^kzu verrathen.- Weder die Thränen seines Weibes,nochdie Vmvandschasst- »och auch das alsieHende Auge Got-tes vernaschten ihn von ftjlicm teuflischen Vorsätze abzu-bringen.

- Als ?-KVb.V8 von dem Vornehmen seines Schwa-gers Wind bekomm en, nahm er die Flucht »ach den wü-stenGchürgen/Mid fand endlich in einem Felsen eine Hö-le-wclche mit einem großen «-keine verschlossen war. Ergab sich viel Mühe,be» Stein auf die Seite zu hi/affen,und fand, nachdem es geschehen, eine geraume und artigeHSe,welche durch ein Loch von oben,darüber ein grosserNil 7 alr.'rPalm-Bavm stund,erleuchtet warb. Er wachoabey einer ss^en Quelle gewahr, welche aus dem Felsenheraus Mang, sich aber so gleich wieder in der Erden ver-lohre- ' Nach weitern Erkundigen fand er noch viel amdere in d-n Felsen gehauene Zimmer - «-»rinnen alteHammer und Ämbose anzutreffen, aus welchen zu er-kennen, dc.st man zu den Zeiten zuromi und cr-eoi-L-rALLeine vecssohiene MMitze daselbst gehabt Hatte,

Diesen Ort hielt ?^Vt.gt8 vor eine göttliche ange-

empfindlichers einbilden können, g)

Einen gewissen schönen Jüngling führete man in ei-nen annehmlichen Garten., legte ihn nackend auf ein Ber-te-und band ihn mit seidenen Bändern, daß er sich nichtregen tonte. Bald stellete sich eine galante Hure beyihm ei», welche ihn mitHren geilen Umfangungen zurUnzucht reitzete. Allein derkeuschc Jüngling bist sich lndiesem Hesstigcn Versuchungs- Kampffe die Zunge ab,und spiee sie der Huren ins Gesichte, wodurch alle wol-lüstige Regungen an beyden Theilen ausgelöschet wur-den. r)

WaS OKILM88,1)l(MV8 lV8 V8,

6LK60lllV8 HckäVbl^.1'VK<ZV8 hey dieser Vttfol-gung erlitten, ist in ihren Lebens-Beschreibungen ange-führet worden. Wie L^L^chL8 drauf gegangen , istebenfalls p. 7z 8-leg. nachzuschlagen. Anderer unzähli-cheu Märtyrer mag ich nicht gedenchen.

Unter den uttzähiichen Christen, welche bey dieser Hess-tigenVerfolgungdie Flucht an obgekcgene Oertrr undin die Wüsten nahmen, ist sonderlich merckwürdiz 1>A V-bV8 von Theben, welchen man nicht unbillig denGroß-Vaker aller Einsiedler betiteln kan. Er war et-wa i;.Iahr alk,da ihm seine Eltern, währender dieserVerfolgung, entzogen wurden- Indem seine Eltern in

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der Einsamkeit und im Gebethe zuzubringen ; zuniahlda ihm der obgedachte Palm-Äaum beiiöthigte Nah-rung und Kleidung gewähren tonte.;)

Gleichwie nun dieser ?AVhV8 durch Anlaß der Ver-folgung dergleichen Lcbens-Art ergrieff, akfo fand sichetwa .20. Jahr Hernach AdüT0L>Ii V8, ein gebohrner E-gyptier, welcher freywillig seine Wohnung in der Wü-sten aufschlug, unddadurch den Einsiedler und MönchS-Staub dermassen recommsnckirete, daß es ihm nicht wr«ttige darinnen nachthaten-

Indem ich eben bey dieser Materie bin , so w ill ichauch von ^^ckOdllO das bmöthigke erinnern. Er warvon vornehmen und reichen Eltern Anno 251. geboh«ren, entzog sich aber nicht nurschon in seiner ersten Ju-gend der Gesellschafft seiner Cameraden, sondern per«langte auch nicht zu studieren, und Hielt sich in Speiseund Tranck sehr mäßig.

Als er einsten« ohngefehr im rs. Jahre seines Altersin der Kirchen die Worte Christi dtsub. X>X, 21. hö-rete: wilc du vollkommen seyn, so gehe hin, ver-kaufe vvas du hast, und gibs den Armen, so wirstdu einen Schay im Himmel haben; so deutete erdieWorte aufsich, gicng alsobaldhin, und vertheilet«:nicht nurseine dreyhundert Aecker Landes, sondern ver-kausste auch seine andere Mobilien um einen leichtenDreist an dieNachbarn; das daraus gclöfete Geld abertheikte er unter die Armen. Ja, als er zur andern ZeitGgg gg s wie-

s) dilk^0diHü-1V8 iu ftr» k»pU srrmir«?.