m. 5-cuIom. VI.Csp. Vom dem Inner!. Zustande der Kirchen.
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befahl, es sollen alle, die gegenwärtig waren, opffermDa nun bis christlichen Bedienten solches abschlugen,wurden sie greulich geprügelt und die Ossicierer em-pfingen Befehl, alle Soldaten zum Opffer anzuhal-ten, oder diejenigen, so es verweigern würden, ab-judancken. p)
Doch/er hat sich leicht alles schicken müssen, wennGOtt den Feinden des Evangelii, wie obgedacht, zu-lassen wollen, ihren unbändigen Mukhwillen an denChristen ausjulassen.
Das VI. Capitel
Von dem innerlichen Zustande derChristels.
i:
Was wird in diesem Capitel vorkommen?
Zweyerley
1. Der rechtschaffene Zustand des Christenthums.
2. Der Verfall des Christenthums.
H.
Was mercket man bey dem rechtschaffenenZustande des Christenthums?
Wieder zwey Stücker. Den Glaaben der Christen,r. Das Leben der Christen.
III.
Worauf hat man bey dem Glauben achtzugeben ?
Auf sünff StückeAuf die Briste und Bekehrung.
Auf die Wiedergeburt.
Auf die Erleuchtung.
Auf die Erneuerung.
Auf den Glauben stlbsten.
IV.
Wie stund es um die Busse und Bekehrung?
Dieselbe beschreibet OK.I6MK8 g) aar eigentlich:wrlr du, sagt er, wissen, was das hersse, bekeh-ret seyn, so mercke erstlich, was abgewandt ist.Alle, die nur andern Dingen eingenommen sind,wenn das Wort GOttes vorgetragen wird, diesind abgewandt. Alle, die mitSorgen derVlah-rung gefesselt sind, und nach Reichthum trach-ten, die die Ehre derwelr und Wollüste liehen,die sind abgekehret, was h-eiffet denn nun be-kehret werden Nemljch, wenn wir diesem al-len den Rücken kehren, und mir allem Fleiß,Be-mühung , Ginn und Sorgen das Wort GOt-tes annehmen, alles dahin geben, (vOtt gelassenstehen, und uns in feinen Zeugnissen üben, dasheißt zum HErrn bekehret seyn.
Wenn nun die Hoyden zu dem lebendigen GOtt be-kehret werden selten, so brachten ihnen die Christen
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zuvorderst einen grossen Haß wider die Sünden bey. r)Ingleichen ward die Traurigkeit eines jammerndenHertzens wegen des geistlichen Todes, darum man bis-her gestecket hatte, erfordert. ;) Sie waren in solcherBußfertigkeit ihre eigene Ankläger, indem sie erkann-ten, daß wer die Sünde beichtet, der schasst sie vonsich: wer sie aber bey sich behält und verbirget, derersticket in derselben, c)
Nach solcher aufrichtigenBekänntm'ß bathen siedeneinigen und wahren GOtt im Glauben um die Ver-gebung , welche ihnen auch wiederfuhr, und von gött-licher Güte die heilsame Erlassung gescheuckck ward,darum, weil sie glaubeten. u) Denn von dem Glau-ben war ihnen offenbar, daß ohne denstlben unmög-lich jemand stetig werden könne; sondern so vielder Mensch Glauben vor GOtt bringe, sovielGnade schöpfte er auch von ihm. x)
Alles aber schrieben sie der Krasse GOttes in ihnenzu. Denn, sagten sie, unser Vorsatz reichet nichtdahin, daß wir vor uns ein reines Hery Haber»kämen, sondern wir bedürften darzu GOttes,der eben dasselbe in uns schaffen muß. v) Gleich-wohl durffte ein Heiliges Leben nach der Busse nichtaussen bleibe». Wer nach seiner Rechtfertigung wie-der sündigte, der hatte ohne Zweifel die Gnade GOk«tes verschmähet. Die Vergebung bekam niemand des-wegen, damit er wieder zu sündigen Freyheit hätte, r)
Von solchen rechtschaffen bekehrten Christen bczeu-get einer a) mit grosser Freudigkeit: Manfindetdikbey der grossen Menge der Gläubigen, daß sieaus dem Schlamm der Sünden und Lasier, dar-innen sie zuvor steckten, heraus gezogen und er-löset sind. Fraget nur nach einiger Mensche»Leben bey uns, und haltet es gegen ihren vori-gen Wandel, so werdet ihr wahrhaffrig innenwerden ^ daß sie vor ihrer Bekehrung aufs rieft-ste in Sunde und Bosheit gestecker haben. Nach-dem sie aber einmahl denGlauben angenommen,sind sie freundlich und voller Liebe, bescheiden,erbar und beständig. Ja, sie brennen vor Lie-be und Redlichkeit, daß sie sich auch desjenigenauftern, was sie doch sonst mit guten» Gewissengebrauchen komm.
V.
Wie stund es um die Wiedergeburt?
Krafft dieser legten sie ab, wa§ an ihnen alt undverderbet war, doch gieng ^lche Veränderung nichtden Leib, sondern das Gemüth und den Sinn an. b)
Ein solcher neugebohrner nenncte GOtt seinen Va-ter. Was solte aber der HErr seinen Kindern «u»nicht geben, da er ihnen die Kindschafft gegebenhatte, c)
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