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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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m. 8-culum. VI. c-rp. Von dem innert. Zustande der Kirchen.

Christi an, und uedcncken dabey ferner Thatenund Wunder. Von Austreibung der Teufel schrei-bet er also: Es istsofernc, daß wir die Teufel ver-ehren solren, daß wir sie vielmehr durch Gebethund Lesung des göttlichen Wortes aus den be-st stenen Leuten jagen, r)

Von dem letzter« redet LV?KIädIV8 «) aar artig:wenn wir die Teufel bey dem wahryasstiyenGGtt beschweren, jö weichen sie, und musienvon den besessenen Leibern ausgehen. Da folteman sehen, wie sie durch unser Wort und Ge-beth gleichsam gegeißelt, mit Heuer gequälcr, unddurch ihre zunehmende Straffe gefoltert werden,also, daß sie heulen und schreyen, fcusszenund Hirten, auch bekennen, woher sie kommen,und wenn sie weichen, welches denn diejenigensechsten mit anhören, die sie verehren. Sie ma-chen sich auch entweder alsbald davon, oder ge-llen nach einer weile hinweg, nachdem der Glau-be dos Patienten darzu hilffc und die Gnade desHelffenden groß ist.

Exempel von allerhand Wuttder.Werckett der Chri-sten sind oben in dem Leben der Lehrer, wie auch beyden Märtyrern nachzuschlagen.

IX.

Wie stund Ls um das Leben der Christen indiesem 8LH0 ?

Man giebt sonderlich dabey achts. Auf ihre Liebe gegen GDrc. ^

Ib, Aufihre Liebe gegen den Nächsten.

III. Auf ihre Liebe gegen sich selbst.

X.

Worinnm zeigte sich dicLiebe gegen GOtt?

Sonderlich in diesen fünssStücken eri. I>n Gehorsam gegen GGtt.

<An der Hoffnung zu GGrr.z. 2 n der Freudigkeit gegen GOtt.

4. sgu derDemmh und Gelastenheir gegen GOtt.

5. Ii. dem Eher GOtt Seelen zu zuführen.

XI.

Wie zeigte sich der Gehorsam gegen GOtt?

Weil der Satan den Frommen am meisten wider-stehet, daß ihr Hertz GOtt »richt in allem folgen soll,so baten und fleheten sie -desto eifriger, daß GottesWille in ihnen geschehen möchte, r) Sie gedachtenstets ihres Schöpffer«, und saßen auf seinen Willen,zuthun, woran er.Lust hatte, u )

Daher konteu sie sich nicht ohne Gmnd der Wahr-heit gegen d ie Heyden rühmen: wir halten die Ge-bothe des Hochgelobren Hcylandes, und habengekniet, nach seiner Lehre beydes zu thun mrd;n lehren, x)

Gleichwie ihre Liebe niemahls abnahm, also warda»ch das Geboth der Liebe, worauf sich ihr Gehorsamgründete, niemahls alt bey ihnen. Diß Geboth der

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Liebe machte diejenigen allezeit im Geiste neu, die esbcrvahreten und hielten. 7)

XII.

Wie zeigte sich die Hoffnung zu GOtt?

Die versprochene Zuknifft -es HErrn IEsir Hatteihre Seelen von dem Anschauen der Welt zur Betrach-tung der himmlischen Dinge, und Erwägung geistli-cher Verheißungen abgewandt, r) In solcher zuver-sichtlichen Absicht sagte- der Märtyrer k^vc-ivosv; inden letzten Worten vor seinerMarter zu denBrüdernrdie Liebe und Verheissung,GOttes kan nicht feh-len weder hier »roch ins künfstige. -r)

Diese ihre Hoffnung stärckteu sie durchs Gebeth,wenn sie GOtt um das zukünfflig versprochene Heilernstlich emrufften. Sie psiegten zu sprechen: OHErr-gieb u::s einenTheii »ritt den Propheten,undden Aposteln deines Gesalbten; verleihe, daßwir zu dessen Füssen deines emgehohrnen Sohneserfunden werden rc. b)

Indem ihnen nrm der Herr seine Verheißungen durchgesiärckte Hoffnung im Glauben versiegelte, so Hattekeine Angst und Kummer bey ihnen statt- Niemandkome bey elenden Umstanden zaghaffr oder trau-rig seyn, als derjenige, so kerneHoss'nung urrd Glau-ben harre. Der fürchte sich nur vor dem Tode,der zu Christo nicht gehen wolrc. Zu Christoaber woire derjenige nicht gehen, welcher nichtglaubere, daß er mit Christo herrschen werde:wie c) also gar nachdcnckkich davon

redet.

Durch die Hoffrmg bezeugten die Märtyrer in ih-rem Leiden eine unermüdete Geduld, woraus die Hey-den kichtschliesscu konteu, daß ihre Verheißungen nichtaus ihrem eigenen Gehirne erdacht seyn müsien. ci)Sie rieffen einander zu: warum eilen und iausseirwir nicht, unser Vaterland ;ersehen, und unsereEltern zusprechen. Daselbst wartet unser einegrosse Anzahl lieber Freunde, Bruder, Söhne:c. c) Die Hoffnung endlich machte es, daß sie da-vor hielten, ihre im Herrn entschlossenen Bruder wä-ren nicht zu betrauren, weil sie durch ihre Abfederun-gen von ver Welt bcfreyet worden, und also zum Be-sitz der Verheissmrgen Gottes gelanget waren, f)

XIII.

Wie zeigte sich ihreFreudigkeit gegen GOtt?

Obgleich die Kindliche Furcht eine Wächten» in denGläubigen war, daß der Herr, welcher sich durch diehimmlische Vergebung so gnädig in die Seele Herab-gelassen Hatte, in der Wohnung des freudigen Ge-müths durch richtige Würckung erhalten , und demalten Feinde durch Sicherheit und Trägheit nichtneu«er Platz gelassen würden : so war doch ihr Hertz auchdurch die zuversichtliche Freudigkeit zu GOtt in angc«HHH hh 2 nehm-

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