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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. 8 eculum. l. <7ap. Von den Lehrern m Afrika.

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Arianer mehr an den Tag kamen, und endlich auch derArianische Bischoffzn Alcxandrien starb, so beriefcu^zrLdirivz ^kl^dl^lVivi Anno Z 4 S. wieder zu finerGemeine- x) .

Ob nun wohl co^ränrkvs dem bey

mündlicher Unterredung zu Anti.ochicn versprochen hat«ke, seinen Feinden keinen fernern Glauben zuzustcl! »;y) so wüsten diese doch so viel Grifft auözufindcn, daß st.den Käyser iu kurtzem wieder gegen ihn verhetzten. Dasolte er eine Kirche ohne des Käyftrs Befehl eingnoci-het, dem Tyrannen ktsgnenrio einen Brief geschrieben,und sonst noch viel böse Dinge gethan herben, welch-,doch unerweißlich waren.

Der Käyser ließ sich.endlich,so weit verleiten , daßerBefehl ertheilet?, zu ern orden.r) Es

geschach nutt,daM-Hl^d4^8lV5, .dersich gantzsta-erhielte, einsten vor Tage Kirche hielt. Ehe man fichs ver-sahe , brach der (ivuucrneur srniLnv; mit mehr als5000 . Soldaten und vielen Arianern in die Versäum ^lung, da denn mit schlagen, schänden und tödttn garübel Hauß gehalten ward. ?zilW^/c 8 tV 8 befahl sei-nem lliacono den i; 6 . Psalm zu singen, dabey denn da.vVolck allezeit antwortete: Denn seine (Füre währe,ewiglich. Endlich ließ er die Gemeine gehen,ihn selbstaber brachten die Geistlichen und Mönche mehrencheilömit Gewalt, weit er bleiben wolte, mitten unter sich,glücklich durch die Feinde aus derIirchen- Diß geschachden 8 . Febr. Ann.o z.; 6 .

Hierauf rcrittrete sich ^H4LdL^8lV8 mach der Wü-sten zu den Mönchen: zu Alepandrien aber ward dieVerfolgung iinmcr.ärgcr. Schänden, schlagen, rau-iden, morden, war der.Arianer tägliches Handwerck. In!der Kirchen ward alles, was man konte,zerbrochen, ab-gerissen und verbrannt; wiewohl dabey einem sioltzcnJünglinge, welcher den bischöffiichenStuhl zcrwarff,,ein Splitter in den Leib fuhr, daß er seine Ginge-weide verschüttete, und sonst an andern denn undwenn ein Zeichen der göttlichen Rache gespüret ward.

Indessen warö ^ sl!^d?/r 8 IV 8 .auch-in der Wüstenvo» seinen Feinden aufgesuchehuud müsse sich eine zeit-lang in einem liessen, trockenen Brunnen, welchen nurein eintziges Magdgen wüste,, aufhalten. Doch auchdiese verrieth ihn endlich, GOttaber wamete ihn, daß' er sich beyzeiten wegmachte, und seine Verfolger ein lee-res Nest fanden, a)

Als >vi.i»nv; zum Regiment kam, wurden alle LxuIsmen wieder zurück berusscn, und weil sonderlichsiv 5 , so bisher Bischoff zu Alcpandrien von der Ariani-schen Parthey gewesen war, erschlagen worden, so kch-rete ^i-l^l>l^ 8 lV 8 wieder zu seiner Gemeine,und wardmit solchem Pracht und Jauchzen eiiMholet,daßmaii>nachgehends von einem vornehmen Staats-Einzügezusagen pflegte: Der grosse ^Hl^d4^8lV8 ist selbstnicht herrlicher eingeholet worden. t>) Allem dieFreude währete nicht lange, so kan, Käyftrlicher Be-j

ull. 2 . «. 2 z. ittLovou.ub. 2 . io?

z'rnänusivs-Pt-I.it. ,ä 8 ot'>,. Uriti. r) 80Ckexi'L8lib.r.c. r 6 . ,) KVkktNV 8 tt.L.lib. i.c. itzl ttLVVO-

ilL l vr ltb. 2 , e. 14 . b- »ttt. -r.

fehl, - m.rc>!^ 8 !V 8 solte entweichen, oder einer grös-fern Strasse gewärtig seyn.

Bey der 2 -b 'se sagte ^'kckI^dk^ 8 IV 8 zu seinenFre:.::den: L jr uns gutes Murhs sepn, es ist nurein kleine LVolcke, die ba d üderhin gehrn wird.Er w-.-r kauni - Schiffe gegangen, so kau, ein Ossicie-xer ihn zu greiften, und weil er ihn nicht fand, verfolgteer ihn auf den: Wasser. Ais ^Hck^dlä 8 !V 8 mrrckte,daß man ihn- setzte, ließ er das Schiff umkehren,und senen emg.g-n gehen- Die Verfolger fragten imB gc znen : üb sie nicht vermercket

härten ? Ja, ant earteten diese, er ist vor kurtzem dahingefahren. Also kcu' ^ckl?/id.'^ 8 IV 8 wieder nach Ale«pandrien,nttd HiU '. s ch so lange verborgen, bis ivrmuv 5back- Hernach in Pers n ums Leben kam. c)

U ter der kurtz-i Regierung roviLm konte ^H?läc-dH 6 .'V 8 wieder etwas russt schöpsftn, unter demAria-nischcl- abcrgieng hie Verfolgung wieder an,

daßss . -Idl-zd>lä 8 IVa weil Aufruhr dabey zu befürch«

! > cn roar, vier M ,iattz in einer Grabstätte verste-cken müsse.

End,ich ließ sich durch der Alexandriner Vor«stellungen ' ewegen , den Arianischen Vi'schoss i.vmvL«weg zn öcrnffen, und hingegen ^ 1 lf^^I^ 8 lO ftinvori-ges Antt zu erlauben , welches er nunmehr nach so vie-len glücklich überstandenen Stürmen bis an seinInach wenig Jahren erfolgendes Ende in Reche ver-waltete- ä)

Er war ein Mann, der von niemanden, als seinenFeinden getadelt wird, und von nicht gemeinen Tugen-den, demüthig, höflich, langmüthig, freundlich und an-genehm im Reden. Sein Wandet war seiner Lehre ge-mäß. Fasten, Verben, Wachen, GOtt loben, vor dieGemeine und Armen sorgen , waren seine stete Bemü-hungen. Kurtz: sein Leben war ein unvergleichlichesErempel eines rechten Bischoffs, und seine Lehre eineRichtschnur der Qrcüoüc-xie. e)

.Sonst fand man an ihm eine Murckerkeit des Ver-standes, Zierlichkeit im Reden, und gründliche Gelehr-samkeit/sonderlich in der Theologie, darinnen er vonKi'ndes-Beinen an sich selbst grübet hatte. 5)

Seine Schreib-Art ist überaus deutlich , dabey aberanmurhig und durchdringend, g) Sonderlich lobet sie8 KR 8 X 1 V 8 k) auf diese Weise : äHäRNKSlt 8 iylurist nicht so rauh, wie a r>rrvl.i.lE, nicht so gezwun-gen, als »n-nolnexu, nicht verdrießlich, wie ttn.»air,nicht auslchweiffend, wie und a»Lna-

5^o^r, nicyr adIezirckelr, wie iMckäns , nicht soÜUSgesihmÜckc , wie ixsiLc oder irLriäiEM ;sondern klar , fertig , vernünffrig und geschickt.

Von seinen richtigen Schrisscen sind die meistenOlAtione^rmd Briefe. Ausser diesen hat man

Lll ll 2 i-Drey

c) 80cktNl'L8 nr».z. c,^. 14 . ^«6000^x^8 lid.c-p- 9 - 80L0tak!4VS 8 b. 4 .e,j,. lo.'.id.z. c-p. i;.K.Vkkl-S^V 8 l>b- l.c. Z 4 - ä)80Lkt^1 1 , 8 . 4 .«. l 6 . e)

L 1 ^d 12 LI 4 V 8 or,r. 21 . 2 Z. f) 802'^>^LdiV8I,d. 2 .c. 12 .^ ?ttO'l1V8 roö. ZZ.tZS- r^o. b)?r«kk.ia/cckttäd/^ 8 .°z>tK, sl- 8 ^u, 8 »