IV. 8ecu!um. II. Orp. Von der Lehr:
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Die Fehler find
r. Daß er vorgegeben, es wären einige durch dasblosse Gesetz der Natur gerecht worden, c)
s. Daß er von Anbechunq der Heiligen redet. 6)Die Fehler ttlk8.OdlV.vi, sind
r.Daß er meynet,daS Creutz und Blut Lkriki hab«auch den Engeln Nutzen geschaffet- l)
2. Daß erden, freyen Willen zuviel einräumet g)
z. Daß er sich die Seele bey den Kindern ohneSünde vorstellet. K)
4. Daß er die bösen Gedancken vor keine Sündehält. i)
5. Daß er den gutenWerckenwas verdienstliches zu-schreibet- K)
6. Daß er spricht: Die Kirche wäre auf ?errum ge-gründet. i)
7. Daß er den ehrlosen Stand gar zuhoch erhebet.
«.Daß er von Verehrung der Reliquien zuviel We>
sens machet, m)
Die Fehler ttll^KIl stnd
1. Daß er schreibet , das Fleisch Ossssi habe kein«Schmertzc» gcfühletinglejchrn Lbriüu; Habe nichtwahrhaffrig gebethet, n)
2. Daß er den Tod Mosis leugnet, v)
z. Daß er vorgiebt, die Erwahlung des Menschengeschehe in Absicht auf seine Verdienste, p)
4. Daß er alles Schweren gemißbilliget. c>)
5. Daß er die Seele vor was leibliches gehalten, r)
6. Die Seele Adams wäre eher gebildet gewesen,als der Leib. ;)
7. GOtt habe alles anfeinmahl geschaffen, r) u.«. m.
Die Fehler sind
1. Daß er die Geburt desSohueS GOttes von Ewig-keit nickt erkannt- u)
2. Daß er des Heil. Geistes gar nicht gcdencket, ja!nach llecron^mi Bericht in einem Briefe an l)emL leri^n^m soll geschrieben Haben, der Heil. Geist habe'kein Wesen, sondern werde nur von, Vater oderSoö-!ne in Absicht auf die Heiligung gesagek.
z. Daß er von der Krafft des Creutz-Zeichens aber-gläubisch urtheilet, x)
4. Daß er träumet, GOtt habe anfänglich dem Teufcl die Gewalt über die Erde zugestanden, v)
5. Daß er den Menschen vor Sem Fall vor sterblichunb unvollkommen gehalten- r)
6. GOtt habe das Böse darum zngclass n, dann',das Gute erkannt würde r zu dem Ende habe er auchden Teufel erwecket, und sonst viel schädliche Thieregeschaffen.
c) VV6V8HdlV8 o« (icncü Urrerrm üb. 12 csl'. 33-^1HLd>.^8lV8 cle i->cLrn»r. veibi. HlüHOde. c«mw«nr, iu kipbes. üb. I- c. i- üb. 2. c. 4. K) 16 . in c, i.
»äppüef. b) Omvenr. in üre.ü. üb-4 cs, . >6. >) Om-
M«nr. in Ep. perr. 36«. lOVIdllVd. üb. 2 l) lb-6. üb.I. m) 36 VI 61 I.^dUlVIet. n) ttH-/.8IV8 6« I rin üb.Iv, 0) in Vl-rrd.c,«. 2O. p) in ktzlm.t?4. 4) in blirrb-«»1,4, r) in V1»rrb. csn. Z. ,) iu kdilm. 129. k) 1)c
Irinir. üb 12 u) InAir. Ü^.4. r.6 ik. üb 2. c. 8- «)!bi-6rm Üb, 4. c. 27. 7 ) Idi 4 . üb-2. 15. r) Ibiä üb 7.
r-;.l4- ,) Ibiä. iib.Z'« c.7. Iib.2. r. 17. il. jib.kle opiLeiotkr r-Lv,»akir. Üb, 7. «,4. ä« ü» vü r. !Z.
7. Daß er den Seelen einen dritten Ort nach demTode anweiset, b) «.am.
Xll.
Wie hat sich das Christenthum in dicstm8eLu1v ausgebreitet?
Wie sich nunmehr« auch der Römische Käyftc Oon-stsnunu! der Grosse zu Christo gewandt, soll in seinemLeben gemeldet werden. Man kan leicht erachten, waSvor Abbruch das Heydenthun, dadurch erlitten, undwie Häuffig man diesem höchsten Exempel gefolgctseyn muffe.
Die folgenden christlichen Käyscr gaben nach undnach käiAe heraus, krafft welcher die heydnischen Tem-pel geschloffen, und aller Zugang zu selbigen, wie auchdie heydnischen Ceremonien bey Lebens-Straffe verko-chen wurden. Sonderlich geschahe solches anfänglichin den Städten: auf den Dörffern aberblieb der heyd-nische Gottesdienst noch eine Zeitlang; daher die Hey-den nunmehro aiifierrgenl^xani gencnnct zu werden, c)
Im folgenden wurden auch Befehle zu Emreißungder Tempel ertheilet, doch pflegte man nur die Altäreund Götzen hinaus zu schaffen, die Mauren aber sie»hen zu lassen, und zu andern, Gebrauche beyzubehal-ten , wie män denn auch die heydnischen Gräber nichtstörete. ä)
Die Käyser nahmen sich der Sorge vor die christli-che Religon selbst an, und gaben Verordnungen zuErweiterung des Chrisienkhums. e)
Von Aufrichtung christlicher Kirchen, Schulen undandern wird an gehörigem Orte gedacht werden. Hierwill ich nur noch einige Exempel von der Anwachsungdes Christenthums anbringe«.
Nach Iberien in Asien, welches Land jetzt Oeorgisheisst, ward eine christliche Weibs. Person gefangengesührer, welche ihrem Heylande mit Fasten und Be-then zur Bewunderung dcr-Barbam sehr eifrig diene-re. Einstens sommt eine Frau mit einem krancken Kin-de zu ihr, fragende, ob sie nicht etwa ein Mittel wü-ste? die Magd wendet sich im Gebeth zu GOtt, underlang; t dem Kinde die Gesundheit. Diß wird be- ^kaum, und es muß sich fügen, baß auch die Königinin eine schwere Kranckheit fallet, und durch das Ge-beth dcr^Magd die Gesundheit erlanget. Man bietetihr gross Belohnungen an, sie verlanget aber nichtsweiter, als daß Christo möchte eine Kirche gebauck,und das Land zu seinem Dienste bekehret werden. Dochdiß ist d r König nicht willens, bis er plötzlich auf derJagd blind wird, und sich eben des Gebeths dieserMagd bedienen muß : da er dem, sofort a» dorr Käy-ser e em^^envr-, um Lehrer zu grosser Freude dicftsH«rrn geschrieben, f)
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