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Kirchen «Historie Neues Testamentes
trrredete sich mit ihm, sondern gab ihm auch Erlaub-„iß wiederum nach Alrxandrien zu seinem Amte zukehren. 0
Indem ihn aber LvnänLnv-, ohngeachtct der Käy-ferlichen Drohungen, nicht leiden wolle, so übergabder Käyser die Sache dem zu Jerusalem versammleten§)moüo, welcher einen Schluß zum Vortheile äkliabfassete. 8)
Gleichwohl wolte das Volck zu Alcxandrien durch-aus keine Kirchen-Gemcinschaffl mit ihm haben, daßalso aufs neue viel Unordnungen deswegen entstunden.Diß verursachte, daß man wieder nach Con-
Pantinopcl forderte, woselbst er dem Käyser nachmah-len ein scheinbares Glaubens-Bekänntniß überreichte.Der Käyser fragte dabey: Mb er denn auch vonHerrzen so glaybere, wie er geschrieben hätte?welches /cklV8 niit einem Eyde bethmerke. LTlnn,sagte der Käyser, ist dein Glaube rS'icb, so hastdu wohl geschworen; wo nicht, so wird GMredeinen Mcpncpd straffen, b)
Weil nun der Käyser in der völligen perlliaiion stund,daß es seine Richtigkeit mit dem Manne Hakte, so befahl er dem alten Bischofs Alexander« zu Constauti-„opel ihn wiederum zur Gcmemschafft aufzunehmen.Allein dieser verschloß sich nebst dem Aeltesten»lo in die Kirche, und bat GOtt, er mochte ihn lie-ber sterben lassen / als verbeugen, daß er den 2xeHer in der Kirchen sehen mustc.
Diß h rtzliche Gebeth erhörere GOtt. Denn als^IUV8 des folgenden Tages nebst feinen Anhängern„ach der Kirchen gehe» wolte, fühleke er unterwegemgrosse cLchmertzcn im Leibe, welche ihn nöthigten, ei„en Abtritt zunehmen. Als er aber an den heimlichenOrt kam, siel er dahin und zerbarst, oder verschüttetesein Eingeweide durch den Stuhlgang. Diß unseeligeund schändliche Ende begegnete diesem grossen FrieldenS-Störer in der Kirchen Anno zz6. i)
Es hatte sonst ->KIV8 einen scharffcn und HurtigenVerstand, und keine geringe Gelehrsamkeit, wie erdenn trefflich listig disputiren konte. Sein Hertz aberwar stoltz, unruhig und falsch. Er war sehr geschickt,die Emfäliigen hinkers Licht zuführen, worzn seineLusssrliche Figur nicht wenig beytrug, indem sein ma-gerer Leib, sein blasses und betrübtes Gesicht, seinschlechtes langes Haar, s in über eine Schulter han-gender Mantel einem leicht bey dem ersten Anblicke»ie Meynung beybrachte, es müsse dieser Mann in dergrössesten Verleugnung stehen, k) Daher man vonihm sagte: Er wäre mehr dem aufferlrchen Schei-ne nach, als in der That, gottselig, l)
Er schrieb
Oceic, nsulics, molen6in,rl,, Sc vi'wris, oder Schiff-
Mühlen- undReift-Llever, m) worzu er Melodeyen mach-te , um solchergestalt das gemeine Volck desto bequemesauf seine Seite zu ziehen.
2 . Das Buch, welches l'kisUL, die Gastcrey, von'ihm be-titelt wurde, wvrinncn er in liederlichen und nichtswür-digen Verse», welche nach Art des unflätigen Crctensi-schen Poeten 80^VL8 eingerichtet sind, von den grosse-sten und würdigsten Geheimnissen handelt, n) ES sinddavon noch einige Lxcerxr, beym L'rUüdiLSIO hin undwieder anzutreffen,z. Episteln, davon nur noch zwey vorhanden, die eint anLV 8 KKIVK 1 zu Nicomedien, o) die andere an Alrxa»»vern zu Alexandria. p)
Sonst muß dieser eälriV8, welcher das Haupt derKetzerey ist, mit einem andern zmc», welcher gleich-falls Aeltester znAlcxandrien und.dee erster« ^kll Nach-folger im Irrthume war, nicht verwechselt werden, q)Die vornehmste» Anhänger lind Verfechter ä.kl.1!waren.
LV8L6IV8 Bischoff zuNicomedien, dessen schon offtgedacht worden, und von welchem die Arianer auchsssters Eusebianer heissen. Dieser war anfänglichBischoff zu steryru;, nahm hernach gegen die Kirchen-Ordnungen das Vißthum zu Nicomedien, und end«lich das zu Constantinopel an. Er hielt die Partheydes ^Kll so eifrig, daß man ihn als das andere Haupkdieser Ketzerey ansehen kan. Doch war er bey erhebsehender Nothwendigkeit nicht weniger ein Heuchler,als jener. Aus solchem Grunde unterschrieb er dasNicaillsche Lcmcilium, da er dock nach 2, Monate»demselben von neuen öffentlich wicdersprach, und dieArianer auf alle Weise hegte. Indem nun bey die-sem neuen Unfug desselben auch seine vorige Tha«tcn, daß er cö nemlich mit gehalten, und vie-
len rechtgläubigen Bischöffen den Tod zuwege ge-bracht, r) an den Tag kamen, so muste es inS exi-lium, aus welchem er aber nach z. Jahren wieder zu-rücke beruffen ward, weil er in einer demüthigen wp-pligue bezeugcte, daß er »unmehro nach reiffer Über-legung dem Nicänischen Glauben in allen StückenBeyfall gebe. Nach conrT-Ln-rmi ra.Tode fand er beycons-imi-io mehr Gehöre, wie er denn stets am Hofesteckte, und daher leicht Gelegenheit fand, den gutenBischoff i'Lvi.vxi zu Constantinopel Anno;z8. vombischöffsichcn Stuhle zu treiben, und sich selbst daraufzuschwingen. Er starb um daö Jahr Z42. 8)v^l.k.1^8, Bischoff zu keluicha in Pannonien, wel-cher bey dem Käyser consi^i-io in grossem Ansehenstund. Denn als die Schlacht mit xräsnLni-M beykturlg vorgieng, enthielt sich der Käyser nebst demBischosfe ,'n einer Kirchen vor der Stadt.
Nun Hatte es der Bischoff so angestellet, daß er die
erste
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Itb. I. r. z. p, iib. cle 87110 c!. ArikN.
0^ 8 e!euc. Lpipt,. loc. cir. 9 ) 8V1.k>. 8 LVk.kV 8 tt L.üb.i. r) kxiff. gj-us I NLOVO^k-1'.
lil-.i. csp.rv. ») äwkllLNVS rg^L(7LI.t.!k8lV8 iib. 22 .k.A. SVLQLIL^VL Ul-.l. «.,i. §^^1^8 üb. i. r. ,4.