Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

IV. Sceulum. IV. Von AetzLttyen und Tmmuugen.

S;z

erste Nachricht von der Schlacht haben konte. Danun der Sieg vor oonri'Lni'lvia ausgefallen war,brachte er ihm die erste Zeitung davon/ vorgebend:/es wäre ihm durch einen Engel angezeiget worden.,Aus diesen Ursachen pflegte coni-Eivs diesen Siegnicht der Tapfferkeit seiner Soldaten / sondern demVerdienste dieses zu zuschreiben, r)

VL 8 ^. 0 IV 5 , Bischofs zu Sigidun in Pannomen.Er hielt mit dem vorhergehenden treuliche Bruder-schafft. Indem sie nun in Verdacht wAM desNI8K1I kamen/ wurden sie auf dem Sardicensischen870060 abgesetzet. Auf dem 870060 zu Meylandaber Anno ;4/. überreichetcn sie eine Schrifft, darin-nen sie die Arianische und Photinianische Irrlehrenverdämmeren; weswegen sie wieder in die Gemein-schafft aufgenommen wurden, u) Sie unterliessenaber gleichwohl nicht 3?»L«3rlVl3 zu verfolge« , undder Arianec Parthey bey aller Gelegenheit zu erhebenDoch da sie merckten / daß eö mit 3?u3N35lo ein gutes Aussehen gewinnen wolle / fanden sie sich auf dem870060 zu Rom Anno Z49- ein, bekenneten, daß siewegen falsch wären berichtet worden / ver-

dämmeren ^RlVbl, und brannten sich sonst auf alleArten weiß. x) Man kan hieraus ihr heuchlerischesGemüth zur Guüge beurtheilen. Wie grausam siesonst gegen die O«ko6oxen verfahren/ beklaget l6!I^-LIV8 , 7^ indem sie selbige in Ketten und Bande ge-schlagen, gegeißelt/ ja, wohl gar aufgehengt, wenn sienicht Arianer werden wollen.

MK 608 .IV 8 aus Cappadocien, welcher nach demSchlüsse des 870061 zu Anriochien den AlcxandrinischenStuhl init Gewalt einnahm, wobey es recht boßhaff-tig zugieng, indem die Kirchen verbrannt, die Jung-fern geschändet, die Mönche mit Füssen getreten, dieBischöffe und Aeltesten beschimpftet, geplaget, insGefängniß geworffen, und den Hcydcn dabey zu al-lem Muthwillen Thür und Thor aufgesperret wurde, r)OLOLOIV8 gleichfalls aus Cappadocien war derzweyte, welcher den Alexandrinern, an des verfolgtenaa-ttäUL?« statt zum Bischöffe aufgedrungen ward. Indiesen, Manne war nicht die geringste Gsttcs-Furchr,aber destomehr Voßheir, Ubermuth, Heucheley undSchwelgen. Anfänglich Hatte er das Amt, daß er dieKäyftrllche Armee mit Schweinen versehen muste:nachmahls ward er Proviant-Mcister zu Constantino-pcl, wobey er sich aber so untreu aufführere, daß erzum Land-Läuffer werden muste. a) Endlich muste ereinen Bischoff bedeuten, wsrzu er nicht ohne Mordund Todschlag gelangete. *) Es hatte aber auch garein schlechtes Ende mit ihm. Denn als «r den wü-sten Sonnen-Tempel zu Alcxandrien, dessen Platz vondem Käyftr zu einer Kirchen bestimmet ward, vollendeinreisten ließ, fand man allerhand Dinge des heydni-schenGottesdienstes darinnen, welche die Christen zumSpectackel auf den Gaffen herum schlcpken« Diß er-

bitterte die Heyden dermaßen, daß sie die Christen an-fielen, und deren nicht wenig erbärmlich möllscrirettn.Sonderlich liess es über Ok.Ol< 6 lVK 4 hinaus, wel-chen man in der Stadt auf und nieder schleppte, undletztens an dem See-Strande verbrannte, und dieAsche ins Wasser sireuete. b)

/rLUVS, von Anriochien gebürtig, eines SoldatenSohn und armer Gold-Schmied- Weil er aber beydieser prokflion gar untreu handelte, muste er sie ab-schworen , c) und legte sich auf die l.ogicam, wardauch in kurtzem ein »eifflicher Zäncker, oder Oilpmator.Endlich studierte er Xleclicinam, verließ aber auch sol-che, »nd lernete von göttlichen Dingen schwatzen, wo-bey er sich zu den Arianern hielt, ja /eklVKl selbst invielen Stücken übertraft, und daher von dem Ariank«schen i-eonnu zu Anriochien zum viscono bestelletward, wiewohl.ihn kL3vi3nv5 und viovoxv; durchausnicht leiden wollen, 6) Anno z6o. dijputirete er aufdem 8711060 zu Coustantinopel mit L 38 «.lo, ward aberdurch sein Bekämitniß dem Käyser verdächtig, daß erinö exilium muste. c) Ubcrdiß ward er vom Diaco-nat abgesetzet, und durch einen öffentlichen 870062!-tz^chluß verdammet. Zu iovi«i3ni Zeiten befand er sichwieder zu Constantiuopel, nachdem ihn ivoi3«v; vor-her zurück beruffen, und zuni Bischöffe daselbst gemachthatte, und suchte seine Secte mit Bcyhülffe seines ge-treuen Discipelö Lvuonii bestens zn besärdern; mästente sich dahcro vieler Gewalt an, und or6ioirete Hinund wieder Bischöffe von seinen Creatnren. Er starbunter der Regierung des Käyscrs vEmi; zu Con«stantinopel. Seine Nachgänger hiessenoder auch HdMbäOLär^er, weil sie lehreten, daßChristus das ist, dem Vater in allen Stü-

cken ungleich wäre.

LVNOKÜV8, des vorhergehenden Discipsl, welcheres doch seinem ?r3ccepkori dermassen zuvor that, daßman des axrn Secte gemeiniglich LVdeO!vl!^d>ler nen«nete. Sonst war er asm Landö-Mann, und eine Zeit-lang dessen 8 ecret 3 riu 5 , hernach durch Or 6 in 3 klon XV-onxn zu Anriochien 1 ) 1300005 , und endlich durch ebendenselben Bischoff zu Oyricum, wiewohl ihn dasVolck daftlbst wegen seiner gottlosen Lehre nicht langeleiden wolre. Unter Hielt er sich eine Weile

zu Ehalcedon auf, kam aber in Verdacht, als wenner auf des rebellischen 0x000?« Seite stünde, worüberer verwiesen ward, und nachdem er an unterschiede-nen Orten sein Elend bauen müssen, endlich Anno z-4.auf seinem Land - Gute zu Oacora in Cappadocienstarb, r)

LVVOXIV8, em ungcmeiner Patron des änZNllmi,Hatte nach Lkonno den Stuhl zu Anriochien einge-nommen , ward aber Anno Z58. von ccmnänrio ge«Qqq qq 2 nöthi-

k) 8Vbk. 8LVLKV8 tt. e. li!». 2. u) 1 NKOVQKLI'VSlib. 2. c. II. spoi. i». »6 §oük. 7) üb.

»ä codiäUdH'tvdi. ,) z i'ttän>8!V8 ,poi. 2 . rtteo-lib. 2 . c.p. 4. s) LIMEäSIVL ,6 Lvlir.

b) 80 c^ 1 -k 8 lid.z. c.2. 8020 '^NV8 Üb. 5. c,p.f.kkIktt^d,IV8 k,er«s. 76. n. l. c) dii.88k.bIV8 Üb. i.con-rr-> «VNOKl. 6) kttIb 0810 kt 6 !V 8 Ub.z. «-15. 80 -üb. 2. c. Z5. e ) -rttLOOOKkl'VS IL. 2. c. 27.2j. k) 8020 K 1 LNV 8 üb. 7. c-p.27. k 4 r 88 kd!V 8 iib. r.c«nrr. LVdlOdl. ktt!l. 081 ' 0 L 6 IV 8 üb.4. c.g. üb. 7. r.Z.Ub.tz. c.s.z. 'rMVVOüLrVL lid.r.