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Kirchen-Historie Neues Testamentes.
Daß sie aber den Manichäifchen Irrthümern sollenNachgegangen seyn, und noch gelehnt haben, GOltHälce weder das Jener noch die Finsterniß erschaffen, -)last sich bey dein Stillschweigen der andern Scribentennicht wohl glauben; ingleichen wird man nach denUmstanden vernüufftig ftl>liessen, daß man ihnen dieGewinn-Sucht und Unordnung bey der Ehe und an-ders u) nur aus verleumderischen Gemüthe beygeleget; wie denn viel-.lehr biß noch an ihnen zu lobengewesen, daß sich ein jedweder auch bey der Clcriscyseiner Hände Arbeit gewähret Hat, Im übrigen werden sie zuweilen auch Vchl)I^d >!1 oder L^blerdil genennet, x)
VII.
Wcr waren die Priscjslianer?
Man leitet diese Secce von den (>nulflc,!> her, underzehlet, daß sie ein Egyptier von dl^niplns gebürtig,Nahmens 7 vi.^kLV 8 , nach Spanien gebracht- Unterden Schülern dieses Mannes waren sonderlich derRedner und eine vornehme Frau LLL?,- ge-
nannt. 7)
Diese unterrichteten wiederum einen Edelmann vongrossem Vermögen mit Nahmen kKi8e.ll.ül^d>Vtzi.der als ein beredter, gelehrter, hurtiger, aber zugleichunruhiger Mann beschrieben wird- Seine Gcfthick-ligkeit, Wachsamkeit, Mäßigkeit und Gnügsamkeit ga-ben ihm ein grosses Ansehen: die Einbildung aber, dieer wegen seiner Wissenschafftcn, welche sie auch bis aufdie Magischen Künste e l strecke ten, unmäßiger Weifevon sich hegte, brachte ihn ins Verderben.
Nachdem er die schädlichen Lehren cingesogc», ver-führte er viel Edelleute und andere, sonderlich die cu-riösen Weibs-Personen, durch seinen schmeichlerischenund scheinbaren Vortag, also daß auch die Bischössern5vLnvlv5 und 8Li.'iLnv; verkehret wurden- Hiervonbekam der benachbarte Bischofs zu Lorclnba Lorümvznicht sobald Nachricht, als er cS dem alten BischösseivL-rio zu wissen that. Doch dieser war zu hitzig, mchentzündete dadurch den Brand mehr, als daß er ihnsöschete. 2) Es wird aber zuvörderst bequem seyn,die Irrthümer, so man ihnen schuldgiebet, zu bemerkten.
Diese nun stellen einen Mischmasch der Gposüschenund Manichaisclien Sätze vor, wiewohl sie noch alseine Grund-Suppe fast aller Ketzereycn können ange-sehen werden- Das schlimmste war, daß sie sich ihreBefleckungen und Graue! geheim zuhalten verbunden,und daher gleichsam zur Losung diesen Vers unter ihre Lehren setzten;
Inrs, perinrs, lccrstuw ptoclces nvli.
Soviel man von ihnen weiß, gaben sie vor, daßdie Seele der Menschen gleicher ^amr und We-sens mir GGtt wäre und käme durch siede»'.Himmel zu einen» freiwilligen Z^ampfse aufdieArde; da sie denn an den dosen Fürs eri gerierhen,und durch aklerlev Fleisches - Wercke verflichtwürde. Ferner wäre der Mensch denwurckun-
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gen der Gestirne unrerworffen. Man mäste da»Flers n..ls eine unreine Speise vermeiden, wereine Ehe trennen könte, thäte was gutes ; dennoas F! isch wäre ein Ge ctx psi des Teufels. DiePersonen der Heil. Dreys.lrlgkeit hielten sie mit. bcuio nur vor drey unterschiedene Benennun-gen , und Christum sofern vor den eingedohrnenSohn, weil cr von einer Iungsrsu gebc-hrenworden. Der Teuf!, traumeken sie, wäre ausdem ( b..o gern. chr worden ; diesir bileere dieNn'nschen m Mutterleibe: die Minder der Ver-heißung aber iamen von dem Herl. Geiste; dieSeelen hätten im Himmel gejündiger, und der-gleiche,:. ->)
A8e diese Jrrsätze wölken sie gleichwohl aus Heil,Schnsst behaupten, wie sie denn aste sowohl Canoni-fche als Apocryphische Bücher gelten liessen: allein siewüsten dieselbe durch Allegorien dergestalt zu verdre-hen, daß sie damit auskommen tonten« b)
Wegen dieser um sich fresseudcnKetzcrey,welche sonder-lichAnuo Z7S-ansbrach,ward A».zro. eiu87noäu8nachSaragossa beruffen, »vorauf die Ketzer vo» ihrem Glau-ben Rcchcnschasst zugeben muiurct wurden. Allein sie! ebeneren das Licht, und wurden also verdammet. DieserBann erstreckte sich auch über diejenigen, welche sie vorSkünffrige zur Comunion annehmen würden. Absonder-lich trass er auch den obgedachtcn minvrck
oder n-rkmv.-,!, welcher sie erstlich angegeben, nurr-mehro aber zur Gememschassr zugelassen hatte, e)Indessen kehreten sich die Ketzer wenig daran, undPK»LLIÜUI^d.V8 ward von insnnrio und 8Ll.viLnoso gar zum Bischösse orcimiret. Es waren also dieVisciiösse ie>L-r.v> und '-ruLLie-g stl-acsser hinter ihnenhcr, fiengen es aber damit nicht recht an, daß sie ihnendie Obrigkeit auf den Haltz hetzcten, und vondemKäy-ser ein reicnpl heraus brachten, vermöge deß
sen sie nicht nur aus den Kirchen und Städten, son-dern gar aus den RömischcnLandcn verbannet wnrdeu.
Sie verliessen also gutwillig ihre Platze, Id.'8'p/Vdk-HV8, 8fl!,VI^d>!V8 und ?LI8c!ddI/ed<V8 aber gieri-gen nach Rom, sich bey dem Bischösse vLviLeo zurechkferkigen. Unterwegens brachten sie in Aquitanienviel Leute, und sonderlich Weiber auf ihre Seite. ZuRom aber wölke sie r>^L5vs nicht einmahl hören, wel-ches sie auf gleiche Weise auch von LiEvLio zu Mcy-land erfahren musten.
Hierdurch wurden sie zu andern Rathschlägen ge-trieben, daß sie den Oberst-Hvffmeisier des KäyserS^ckvonivn bestachen, und dadurch ein rellirmion;..elcrim auswürckeken. Als sie solchergestalt wiedernach Spanien kamen, brachten sie durch Geld auchhier den kioeontulem auf ihre Seite, welches iruLcl»nöthiate, nach Trier zu entweichen,
Diß währete solange, bis sich in Britan-
nien des Käyserthums aumastete, und von da nachTrier kam. Denn diß gab ivttLi-.iv Gelegenheit, di«
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^vc,V5HXV8 äe tiscrs-s. c- 7 O. I L0 lei. sä I Vkl"LLVL8.V8 üb. 2 -j^lVVl epik. 94 . b) ^V6V81'IdI. ibiä. c) 8VÜ?. LL-jVLicV8 üb. l.