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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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!V.8ecu!um. I V. Oa p. VonKctzereyenundTrennunge».

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prisciUlLmsten bey demselben schwartz gnug zu ma-chen. NLXH.-V8 gab also Befehl an den SpanischenSkadthalter, die Ketzer auf dem 8ynollo, der zu Lour6eaux angesetzet war, zu stellen. Hier konten ste sichnun nicht verantworten, und wurden daher von dengegenwärtigen Bischöffen, darunter steh auch der Heil.

befand, verdammet. ?XI8LICI>sKd1V8 wal-te nicht einmahl vor den Bischöffen stehen , sondernappellierte an den Käyser.

Doch dieses brachte ihn um den Hals, indem ivL-7iv8 und i7nzciv8, welche ihin nach Trier gefolget wa-ren, nebst ander» Bischöffen, shngcachtet aller Gegen-erinnerungen des Heil. nicht nachliessen, ihn

anzuklagen, bis man ihn zu unterschiedenen mahlengerichtlich verhöret, und vieler Boßheiten überführethatte. Worauf er nebst etlichen der Seinigcn AnnoZ87. durchs Schwerdt hingerichtet ward. Die Ketze-rey aber hatte deswegen kein Ende, sondern breitetesich noch desto weiter aus, indem man ?ll.l 80 lbbl^-diV.Vl nunmehro nicht nur als einen Heiligen,sondernals einen Märtyrer zu verehren, und sogar bey seinemNahmen zu schweren pflegte. 6)

Wie nun aus dieser Erzehlung erscheinet, daß ?KI-8L!bbI^d>'V8 mit seinem Anhange eben so gar un-schuldig nicht gewesen, als ihn manche machen wol-len: e) also Hat man auch viel Ursachen zu glauben,daß ihnen von den hitzigen Verfolgern in manclMStücken groß Unrecht geschehen. i-r«zciv8 war son-derlich ein verwegener, qewäschiger und unverschämterMann, welcher dabey viel draus gehen ließ, und seinemLeibe was zu gute that. Er war gär fertig einen icdwe-den frommen Mann zum prisillliauer zu machen; wieer denn so gar des Heil. xiäxum mit solcher Beschul-digung nicht verschönere. Daher nahm er leicht vorWahrheit an,was doch nur in der gemeinen Rede ge-gründet war. k) Zuweilen mufie ein strenger Wandel,cin eifriger Gottesdienst, die blasse Farbe .des Gesichts,ein Hinläßigcr Habit, und dergleichen gnug seyn, einender Ketzereyen zu beschuldigen, g) Endlich schreibetNlMONVkckV8 ausdrücklich, daß ?KI8dblEV8!wegen seiner' Meynungen von etlichen wäre vertheidi-get worden. K)

VIII.

Wer waren die Jovinianer?

Sie hatten den Nahmen von einem MayländischenMönche lovlxi/mo. Dieser wird von einigen als einErtz-Epicnrer abgebildet, welcher gleichsam den Wahl-spruch gefahren Lasset tmsesieu und rrincken, dennmorgen sind wir codr. >)

Aus diesem Grunde nun sollen seine Lehr- Sätze ent-standen seyn, nemlich,die Jungfern, Wittwen undEde-Weider hätten vor GDrr einerley Würdig-keit, wenn ihre wcrcke sonst nach der Taufte gleichwaren; welche in der Taufte durch völligen

öslbia. e)cnkl81'. VVOKdtIVZ Kitt. 8 -lkeII. pLß. Z 29 .

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M8 »ä lOVldi. üb. t. c. 25. Nk. 2. c. II.

Glauben wiedergcbohren wären , könren nichtwieder fallen ^diejenigen, si> sich der Enthaltungbefleißigten, hätten nichts vor denen voraus, sodie Speise mit Dancksagung genösien; und end-lich alle, so ihren Tauft-Bund hielten , würdendorr einerley Vergeltung empfangen. K) -vvc;v-8lldlV8 l) setzet zwar noch Hinzu, daß er alle Sün-den nach Ärr der 8tc>icorum vor gleich g. halten,und der Jungfer Marien nach der Gebührt dieIungfraufchaffc abgesprochen, welches aber, weiles bey dem »wkonvwo, der des lOVIdU^dU Fehler ehervermehret,als gemindert haben würde, nicht anzutref-fen,billig als eine aufgehengte Sache nicht angenommenwird. m)

Es mag auch dieser Mann keine schlimme Absicht ge-habt Haben, indem der Aberglauben bey dem Mönchs--Lebcn immer grösser zu werden begunre. Weil er aberseine Sache nicht so geschickt, als seine Gegner, darun-ter »IL« 0 U 7 > 1 V 8 unh i'LkELa»lv8 die vornehmsten wa«ren,vorstellen konte, so muste er Sünder seyn. n)

Solchergestalt ward er nebst seinem Anhange nichtnur von 8mieto zu Rom um das Jahr zs«. in einemSchreiben an die Mayländer aufewig aus der Kirchenverbannet; sondern «onokiv8 befahl auch Anno 412.aufdie Beschwerungen derVischöffe,ihn mitder bleyer-nen Peitsche zu geisseln, und nebst den Seinigen inskxllium zu bringen , welches ihm auf der Jnsukkoa bey Dalmatien angewiesen ward; 0) worauf ersein Leben mitten in einer vebsuciis soll aufgegebenhaben, p)

IX.

Wer waren die HelviDianer?

Siewer-den auchüdiHvILO,vi. 4 tzl^XHen genennet.g) Ihr Urheber IllLbVIl)IV8 warein Discipcl des Aria«nischen BischoffS zu Meyland Lvxe^-rn, und so unbe-kannt , daß lNMO!8!VK1V8, r) welcher wieder ihnschrieb , und zu gleicher Zeit, mit ihm zu Rom leb-te , gestund, er wisse nicht, ob er schwartz oder weißaussähe.

Die Ursache, warum er etwa um das Irchrzga. derKetzer-Rolle einverleibet worden, war, weil er glaubte,dre Jungfer Maria habe nach der Geburt desHErrn den vertrauten Joseph würcklich gehey-raehet, und ahö diejenigen gezeuger, welche in derGchrijft des HErrn Bruder genennet werden. 5)

x.

Wer waren dieCollyridianer?

Man kan wenig rechts von ihnen sagen, als so viel,daß einige Weiber in Arabien zu Ehren der JungferMarien eine gewisse Art Brod , so man CoUii-i-lemgenennet, zu opffern, und ihr sonst andere heilige Ver-ehrungen zu erweisen pflegen, t) wodurch also dem_ Ma-

k) Ikiclem i,l>. l.c, 2. I) cle'k-iecek'.c.82. m) 8.^ä8dlä-6L snnrl. III. p. 88- n) kxsm. Concil.

I'n-i. kLrt.4. p-ß. i z8. ») Co^. 1 -k-ollo 5 . ^ VI. p-s. 174 -

x) 6Lde^vIV8 ex k^VCO ?cerb/k. LkI?tt^I4IV8

Kzeces.78. r)»^u. HLI.VIVIVL1 c. 8- -) N»iä. l) L?1-kttIldIIV8 kserel'.74.

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