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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Ssculum. v.6sp. Von dem äusserst Zustande der Kirchen.

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meines ErachtenS, nicht bloß von dem Nach.t-Gcsich-te,wie andere meynen, b) redet/ indem er ja aus-dräcklich des himmlischen Zeichens GOtte« erwähnet,und dadurch auch aufdas Tagcö-Gesichte LOdrL'l'^-Hdkl zeiget; welche Sache aber umständlicher zu er-läutern allhicr zu weitläufftig saget.

Des dritten Tages nach diesen« Gesichte gicnq dieSchlacht bey der Milvischen Brücke an derTybcrvor,worinnen Xt^XLd^^tV8 auf der Flucht nebst vielender Seinigen mit der Brücken einfiel und ersoff, c)

Bald Hernach Mete c088IäNH8V8 nebst seinemSchwager stILldUO, welcher bereits Anno zo/. von6Ll.LLio zum Mit-^ußulio war angenommen worden,ein Edier vor die Christen, worinnen ihnen alle Reli-gionö-Freyheit zugestanden ward. <l) Absonderlichhatte er die Vischöffe in grossen Ehren, und stets eini-ge um sich, von welchen er nach und nach mehrcrn Un-terricht im Christenthume empfieng. Wie er thuenund der gesammtcn Clerisey viel besondere priuileßiaertheilet, ist oben im UI. Capitel dieses Seculi erin-nert worden.

Er schrieb auch an kl^XlXU!§VXs, welcher im O-riente als^ugullu; regierete, und ein eifriger Christen-Feind war, die Verfolgungen gegen selbige abzustel-len , welche« er auch, wiewohl mit grossem Unwillen,einigermassen tönn niuste. e) Endlich fiel dieserXIXH8V8 HlNIVkck an. Vor der Schlacht thater dem loui ein Gelübde, daß er bey erlangter Victo-rie das gesamte Christenthum ausrotten wolte.

Inzwischen lehrete lckÖdliVvi ein Engel im Trau-me folgendes Gebeth : Grosser GGtk, wir bittendrei): heiliger Gd)tt, wir bitten dich: wir be-fehlen dir alle irisiere Gerechtigkeit: wir befehlendir unter Heil : wir befehlen dir unser Aeich.Durch dich leben wir, durch dich sind wir Über-windet' und glücklich. Grosser, heiliger Gore,erhöre unser G beth : wir breiten unsere HändeErhöre uns, heiliger und grosser

aus gerechtem Gerichte GOttes mit Ach und Weh da-hin fahren, t) Diß geschach Anno zrz.

Bald Hernach, nemlich Anno zi 4 . gcriethen auch(llObl8'l'/Vb!1ld>'V8 und blLj>,'iv8 einander in dieHaare. Die Ursache geben die heydnischenScribenke»auf den Meyneyd, g) und die HochmütHigen Sitten k)LOdl8 k^dlssll>U : wahrscheinlicher aber war es derUbermuth stlLIdLIl nach solchen erlangten Siegen,welcher ihn verleitete, gegen sein mit LO>l8^dHl-blO gemeinschafftlich gestelletes: Edick, die Christen z«bedrängen, und dem Heydenthum wieder aufzuhelf-fen. i)

Bey der Stadt ^ibslis in Pannonien, kam es nunzur Schlacht, welche den gantzen Tag wahrere, bisHldUVL Reißaus nehmen muste. le) Er samnilckesich zwar wieder inTHracien, allwo es nachmahlen zumHandgemenge kam- Indem sich aber kein Theil dabeyeines Vortheils rühmen konte, so ward endlich Friedegeschlossen, mit dem Bedinge, daß bILlbUV8 Tbra«cien und die morgenländischen Provintzien behaltensolte. I)

Weil stlM!V8 solchergestalt au Wdr8IA^Hbl0nichts gewinnen konte, so suchte er seinen Grimm anden Christen auszulasten. Erhatte sich zwar vor demzu der christlichen Religion bekennet: m- nun aberwolte er ein eifriger Patron des Heydenthums sey»,wie unten bey den Verfolgungen gemeldet werden wird.

Nicht weniger tyrannisierte er gegen alle seine Un-terthanen , also, daß der Auflagen und Lands-Verwei-sungen kein Ende war. Die vornehmsten Leute neu-sten ins Gefängniß, und ihre Weiber wurden denSclaven zur Schändung übergeben, anderer Voßhci-txn zu geschweige», n )

Hierüber brach es nun zwischen ihm und <^Obs-abermahl zum Kriege aus, welcher stl-LldU VXI endlich zu seinem Untergänge beförderte. Dieletzte Schlacht geschach bey Chaicedon, worinn stlLI-bN V8 zwar den Seinigen verbothen, an den Orten an-

zu dir aus .._ ^ . - . .

GC>tt! szugreiffen, wo die sieghaffteCreutz-Fahne cObI8^^dl-

iß Gebeth ließ bi(i:l^!IV8 sogleich des andern Ta-i sittCI vorgetragen würbe, auch allerhand Götzcn-Bil«

tz-ö vielfältig abschreiben, und den Ossicierern znschickcn , daß sie L« ihren Soldaten lehren sollen. Hicr-

derbey der Arince Hatte, welche ihm Helffen sollen rallein er ward so geschlagen, daß von seinen izoooo.

durch wuchs allen der Muth, weil sie glaubten, daß Mann kaum zoooo. daö Leben davon brachten-ihnen der Sieg Hiermit vom Himmck angekündigetsey: lHMV8 nahm die Flucht nach Nicomcdielsiwardwie auch geschach, indem Xl^Xt^!diV8 nach großem aber von c.0b!8I/tdZHb!0 verfolget und belagert,Verlust der Seinigen die Flucht über den Lozpl.orom welches HldUVXI so i» die Enge brachte, daß er sei-nachNiromediei, nahm, und, da ihm nach. „e Frau Schwester,

setzte, endlich zu Tarsen erst weidlich schmauscte, nachmahl« Gisst nahm, und unter gräulichen Schmertzcnseinen Tyrannischen Geist aufgab.

Uurtz vor seinem Tode, da er in der Angst den Kopffan die Wand stieß, sprangen ihm die Augen zum Köpf-st heraus: da er denn erst anfiena, GOtt und sein Un-recht gegen die Christen zu erkennen, Christum um!Erbarmung anzurüsten, und retcrip-» vor die Christen^zu stellen: allein es war nunmehr zu spät, und er muste

zu ihrem Bruder schickte, und dadurch sein Leben er-hielt : wiewohl er sich des Käyserthumö begeben, undals einePrivat-Person zuThcssalonich leben muste. o)Weil er aber neue Händel anzurichten suchte, ward erauf LOdr8l^dlHdU Befehl Anno zr;. erdrsßelt, p)

welche

b) 8är4. LäSdiaLL 1.2. p.6zl. c) I.^c i /rk411V8c-44. LO8IK1V8 Iik.2. c.i6. ,1) LV8LL1V8 11. L. lid. io.«. I.^CHt>!I'1V8 cop. 48. e) LV8LL1V8 tjik. Lccl.

ltb.iv. c.-.

1) 1.^L1^d!1IV8 csx. 46. kgl,. z) L081^1V8 lib.r.c. 28- d ) VicK)L in epik. i) k-VSi-KIVS 6- vü, cOI4-LH'l'. Itd. i. c. 49. SOc^l-LS lit». r. cs^. Z. k) KV-?KO?1V8 üb. ro. 208Id1V8 til». 2. r. »Z IA- N lä«,lv«. cir. LV8LS1V8 tt. L. lib. 9. c. l. lid. 10- c.4. 80-20>1Ld1V8 Uk. i. c.7. a) KV8LL1V8 tt.L. lil-.io. c.g.0 ) L0LIK1V8 Ub. 2. r.-8. k) tib. I. -.4«

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