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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Nettes Testamentes

welche Thor aber, weil sie wieder gegebenen Eydschwurgeschehen, von vielen gemißbillige/ wird. g)

Es vergieng sich aber t7.0d!8'l ^dlHk8!V8 in folgendemJahre bey seinem so hoch gestiegenem Glücke noch wen1er/daß er seinen nur der Concnbine ninEML er--engten Sohn r) einen tapsscrn und tugend-

haffren Herrn / mir Gisst Hinrichten ließ. 5) Die Ur-sache war die obangezeigke Leichtgläubigkeit des Käy-serö/welcher sich seine unzüchtige Gemahlinbereden ließ/ es habe ihr gedachter cn„i>ve etwas un-gebührliches zugemmhet. Doch das Wiedcrspiel kamvald an den Tag / und da musie die verleumde-

rische Seele in einem heißen Bade auöblasen. r) War-um er aber auch seiner Schwester Sohn uiciEuvr.,

Hinrichten lassen/ ist unbckannt. u)

Um diese Zeit erwahlcke sich <X)di8^d>l1'II>lV8 dieStadt Byranz zur Residentz, und fieng sie an sehrweitläufftig und prächtig auszubauen, woher ihr derNahmen Constaminopel zngewacl'sen. x) -In eben diß Jahr fället die Reise der KäystrlichenMutter , auf welcher sie sonderlich zwey Kir-

chen, eine zu Bethlehem über dem Orte, wo Christusgcbohrcn worden - und die ändere auf dem Oelbergc,wo er aufgefahren , gebauet. 7- Ferner soll sie dasCreutz Christi gefunden haben, davon ich an einemandern Orte etwas gedcnckcn will-Anno 4Z7« nahm <^Odl8l^deHI§V8 einen Zug wie-der die Perser vor, welche in Bewegung gegen dasRömische Reich stunden. UnterwegenS aber erkranck-tc er, und weil er sein LcbeuS-End« vermerckte, lnß erzu Nicomedien, sobald er daselbst angelanget war, dievorhandenen Bischöffe zn sich erfordern, und stelleteihnen vor, daß er zwar gewünschet hätte, in dem Jor-dan gemusst zu werden § allein ek erforderten die Um-stände, daß solches vorzetzo geschehen müsse. Er per-sprach dabey sein Leben, wenn es GOtt ihm noch fer-ner schenckcn wolte, zu seinem Dienste anzuwenden.

' Hierauf geschahen die Tauff-Ceremonien von demBischöffe zu Nicomedien kv-rnio, und nachdem derKäyser die weiften Kleider angeleget hatte, verlangte«r mcht ferner den Purpur zu berühret,, freucke sichauch über die Massen, daß er die neue und himmlischeWiedergeburt in der Taufte gefunden, verordnete da.

neben alles, wie es nach stimm Tode gehalten werdcw . >

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Man giebt sonst vorRomvon

den: ... . _. .. ^ . , .

welche mit nichts andern, als erdichteten Nach richtenbeleget werden können, s)

0) ttlkkl'.Od.t'.'L« inCbrsn. 8L8d>'. I'.2. 9692.

,) VILI'OK in epir. ,) 8II)OdHV8 üb.

z. epik.?. t) L 08 lb 1 V 8 tib.S. c. 29. VICI OL d, eptt.

») KV I kcOUtVä üb« 10. 0 N. 08 IV 8 iib 7. c. 28 - -- )^ 0 -

8I--1V8 lor. rir. 7) !tV8MlV8 »irs tdei «1V8

»^.2. c-p.4;. r) NV8WIV8 in vir, < 70 - 481 -tdiUdtllik.4. c.62.64. 8OcL.^K8 iib.i. c.Z9. ttlükOdirklVL«n cbrom Lübl- ^'2, p- Ü8z- tr^.

Sonst pflegt noch die Frage aufgeworssen zu wer-den, ob dieser grosse Käyser den Arianischen Irrthü-mern bcygethangewesen? dULkdOdiKdIVS K) und dV-ciilbdli von O-Ai-i-mi c) scheuen sich nicht, solches öf-fentlich von ihm auszugeben, welchen auch 8KVLKV8in ftinerHistoric c!) bcyfället.Allein obgleich nicht zu leug-nen, daß er, durch seine Leichtgläubigkeit betrogen,denwüthenden Arianern verschiedenes zu gefallen gethan:so kan doch mit keinem tüchtigen Zeugnisse erwiesenwerden, daß er von dem Nicänischen Glauben abge-gangen wäre; angesehen er auch anders nicht,

als nach überreichtem einstimmigen Glaubens-Vekänt-nissc, und gethanen Eyde, daß er gleiche Meynungmit den Calhvlischen Hege, zugelassen, wie schon obengemeldet worden. Ja, ^HgXd4^8iV8 e) bekennetselber, daß COdi5lAd!'I'!!§V8 nach schändlichemTode seinen Meyneyd verfluchet, und ihn als einenKetzer verdammet Habe, anderer Zeugnisse zu ge-jschweigen. r)

Übrigens war dieser Käyser mit einer netten Gelehr-samkeit versehen, g) und im Lesen, Schreiben undmecürireu dermassen fleißig, daß er öffttrsgantzeNach-te darzu anwandte, b) Er hielt gewisse Dollmetschcr,welche f.ine Olsreoneg und Briefe au» dem Latein inSGriechische übersetzen neusten. Noch kurtz vor seinemTode hielt er sich selbst eine Leich-Rede. >) Von sei-nen O'nomdi.,8 sind sonderlich die Rede an die Dü-rer aufdem Dlicänischen 8Vd4O0O und die Redean die Derjamnüung der Heiligen bey den, LV8ü-L.'o anzutkcffen. Seiner Briefe sind auch nochttttterschrcderie bey tenScribenten aufbehalten worden.!)Zltgleick)

42. Ik.

Käyser Anno ZZ7- bis Z40.

4Z. d0d48T/rr4HV8 bl.

Käyser Annvz;7. bis züt.

44. cOdi81Ldl8.

Käyser Anno z;7- bis Z50.

Diese drey Söhne LI. kheileten sich in

das Reich, wiewohl es zuletzt unteralles wieder zusammen kam.

cDX8l^b>HldiV8 war der älteste und bekam Gal-lien, Spanien, Britannien und einen Theil von Afü,

rk aber konce er sich wegen der Länder nicht vertragen:

daß OON81nI8HlNV8

OOd!5lädi8. der jüngste unter den drey Brudern,hatte zu seinem Antheil Italien, ILynen, Griechen-

Land

b ) I«c. cic. c ) üb. ; m bibl. mrßna prki-. 1'. 4. 19z.üb. 2. e) »ä 8o1ik. f) sn,^!. 18 2.

р. 760, seh. x) VjLt'OU. <ic L»ck»r te in ej/ik. b) ^V8L-äe vLrr LOd.'8 17 ^X 1 '. üb. 4. c. 29. i) lä-m ibiä.

с. ^7. ic) b V8LU!V8 bnc. l.n. 4ii>.z. r. 12. Z2. !)

Kitt. ürr. sc»^k. eccies. p. iz;. ieqc,. m) LOLtbIVL Lb. 2.c, 4 r, VIL I'Otb 1» epit, üb, Iz.