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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. 8ccu!um. V.Osp. Von dem änsserl. Zustand derKirchen.

geistlichen Streitigkeiten, und geringen Verbrechen ge-gen die Kirchcn'Zucht aufdenSynociisder Cterisey sol-len abgethan, die Orimii^Ha aber den weltlichen Gerich-ken übergeben werden, l) Jnglcichen publicirere er einCdict wieder die Dsnatisten, m) wie auch wieder dieEunomicmer,Photinianer,Manichäer, ») und Priscil-lianisten. o)

Sonst crhielterAnno;??-bey Straßburg einen an-sehnlichen Sieg wieder die Deutschen, von welchen überdreyßig tausend MaNn ins Grast beißen musten: p)weswegen er den Zunahmen Aiemaimicur angenommen.

Zuletzt ward ihm seine Armee nngeneigt, weil erselbige, wie man crzehlet, nicht sonderlich achtete, undeinige Alanen den alten Römischen Soldaten vorzog.^ Es mag auch seyn, daß die Heyden g-.rn schier losgewesen wären, unmassen berichtet wird, daß, als erden Titul kornltcx lelaxiniuz, worüber steh die bisheri-gen christlichen Kayscr eben kein Gewissen gemacht Hak-len, nicht annehmen wollen, einer gcruffen: ch/aXlXl ,8rvird sich »licht werzern, ?omisix -u jövn. r)

Dieser aber war eben der Rebclle, welcher

sich in Britannien zum Käyser aufwarff, undHAl8!Vdl in Gallien hinterlistiger Weise aus dcm We-ge räumete. s) Er ward so mächtig, daß er seine Rcsi-dentz zuTrier aufschlug, und von rnevvorlo vor einenKäyser erkannt werden muste, e) ja,Anno z87- eine ent-setzliche ldaua^c in Italien that, u) doch endlich in fol-gendem Jahre zu/tgmleia gefangen, und verdienterMassen hingerichtet warü.xi

aus, welches die Arianer sehr miolcm gegen die Ortiro-üoxcn machte. !>)

Bey zunehmenden Jahren aber ward dieser Wyserdem Heil. ^xr-koslo sehr gewogen, also , daß sich dieRechtgläubigen küufftigbin gute Hoffnung von ihmHätten machen können. Er erforderte ihn deswegenAnno Z5>2. nachVicnne iuFranckreich , wo ersieh da-mahls aufhielt, zusich, damit er dieHeil.^auffe vonihmempfangen'möchte: allein der Bisch och war kaumüber die Alpen gekommen, so hörote er, daß der rebelli-sche General aLvosLsrLs den guten Kayscr umge-bracht hatte, c)

HIb 0 b) 05 IV 8 ,vsn Geburt ein Spanier , soll seinGeschlecht von rrc.-uäno haben herführen können. Erwar zz. Iahralk, als ihn «kLinauvs wegen seiner b<-rnHmtui Tapfferkeitzum Mit-Regenten erwähletc. <i)Er war sowohl in Sitten, als in der Leibes - Gestalt,dein rrrm/>no ziemlich ähnlich. Sein Gemüthe wargütig, barmhcrtzt'g, demüthig und bescheiden. Gegen al-le bezeigte ercine Ehrerbietung, sonderlich aber gegentugendhaffke Leute. ' Er liebere die Einfältigen, aclU-mircte die Gelehrten,war mild und freygebig , zumahlgegen diejenigen, so sich verdient gemacht harten. Dar-um war er von unterschieden, daß er nicht so

gerne Wein tranck, als jener, noch solche Begierde Hat-te, sich im Triumphe sehen zu lassen. Unzüchtiges We-sen und Schmausen konre er garnicht leiden, und ver-both es durch ernste Gesetze. Sonst Harte er eine mit-telmäßige Gelehrsamkeit, und liebte sonderlich die Hi-nstürbe». In Discursen zeigte er eine angenehme Ernst-Wae übrigens l Qualitäten betrifft, sochaffrigkeit, «nd war überhaupt ein Herr, der bey allen

war er ziemlich gelehrt/ dabcy keusch und mäßig, y) Ab-jLicbe und Ehr-Furcht envccken tonte, e)sonderlich rühmet man seinen Glauben in dem HErrn,j Von einem so tugcndhafften Fürsten kan man sichseine Gvttfeeligk-.it und Saiifftmurh, wie er denn den nun freylich auch viel löblicher Thaten vermuthe».Heil- EMorivra dennasscn liebcte, baßdessen Nahme Seine krsten^Iiegicrungs-Jahre brachte er mit Über-

-a§ letzte Wort in seinem Munde war. HZugleich

50 . V^l.LdlHk<IAdlV 8 II.

Kayscr Z75. bis Z92.

ZI. ch»60O08IV8Kayscr z?9-stirbt Z95.

Der erstere war vLl.r^rmizni 1. Sohn, Und ward inftincm vierdten Jahre bey der Armee znmAc.gmkoaus-geruffen. Dicse Wahl und daraus folgende Theilungdes Oecidenrs ließ sich der abgedachte ««ari.-mvs, als

Windung dekDcurschcn imdGethen zu. r) Nach sol-chen Lxpcüninnei, fiel er zwar Anno Z80. zu THessalü-nich meine schwere Kranckhcit, und ward vvndem Heil.

Bischoffen daselbst, getauffet : allein er er-holete sich bald, begab sich nach-Csnstantinopcs, 0) undschasste dieArianer, welche sich nicht znr Einigkeit be-gneium wole m, auf die Seite,b) stcllere auch folgendesJahr ein Gestiz gegen die Ketzer , daß sie ihren GottcS-Dienst nicht inchr öffentlich extmcireu solren. h)

4 beil dieRelignien-Cramerey z«seinen Zeiten an«si.l'g sehr emzureiffen, und die Märryrer-Gebeine imnrcr

dessen Bruder, gar nicht mißfallen, und also b-herrsche-'von einem Orte zmn andern geschleppet wurden,sover.te sEiänv; Spanien, Gallien und Britannien; ^ ^^ '

rrnrimsuv? aber harte Italien,Illyrien uudAfricam.

Mutter ivcrm^ rvar den Atia-«ern bcygethan, und vcrführere also den Sohn zu glei-chen Irrthümern: daher kam Anno ;86. ein Gesetz Her-

tz «xiM Z2. m> ce«a/i'd-<,ass. l. Vl.i.lß.

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both I t' L 0 Q 08 I V8 solches Anno z 86. durch ein öffent-liches Gcsitze- tz)

Es Hatte schon der Gangrensische 87cmclu? l) dasd-.reauf qcsitzet, wenn sich eine Weibes-Per-scn unter dem Deckmantel dcrHeiligkcit das Haar ab-sehet-

v, c7«--i. i »k!>.r. 4. ktvrxidevL üb. 2. c. rS.

c)208I>lV8 tzb. 4 . klttI.OS9 0L61V8 lib. 71. c. 5 .!^<() 8 !V 8 ocar. w k,n. V.-1 krdä'I'. S) VKII'OK in epir.1-) k) LOLOdlxi 9 V 8 IW.7. c.9. deäLIXdENV'S

6« xiiL l>a. K) 806 K^^tt'k 8 Ig»< Z. c.^. d) Itzia-em esp. 7.

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