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Kirchen- Historie Neues Testaments
seinen Feinde»/weiche ihn sofort in wann Wasser brach-te»/ darum er aber sogleich des Todes war. Der Ge-n ' ls-Diencr ward hierdurch so gerührct, daß er seineKleider auSzog, ins Wasser sprang/ und nebst den a»der« rieff: Ich bin ein Christ! Weil aber diese theureZ ugm b.y anbrechendem Tage noch nicht gestorben wareu, so ließ sie der Richter ins Feuer werssen,und zu Pulver verbrennen. >>)
Auf diese Reden folgten beydem Könige/ erstlich Ent«setze»/hernach Drohen/und endlich / da er unbeweglichblieb/das Urtheil ihn zu enthaupte»/ welches auch ohn«Aufschub zu grosser Stärckmig Serums an ihm voll-zogen ward. e)
ckKHIZVI-Ksvnrcmis Tochter, ward bey dcrkranckenKönigin verleumdet/als hätte sie selbiger aus Rachgicrwegen ihres Hingerichteten Vaters die Kranckheit durch
siK8i!.IcV8, Vischoss zu Kmasta in ?onkc>, welcher Zauber-Künste gemacht/weswegen sie verdammet/ mit«am UsrdeSMeerS enthauptet/und ins Wasser geworf- ten von einandergeschuirten/lind jedes Theil zum Spe«
stn worden. I
VI!.
Was hat sich vor eine Verfolgung in Per-sicn erhoben?
Diese erregte der König 8/U 08. um das Jahraus stissten der t»1aForuii!, so den Anwuchs der chrisilichen Religion unmöglich leiden konte»/ bey welcherG legeuheit denn auch die neidischen Juden nnhrs ver-säunieren. ,
Die vornehmsten Märtyrer darinnen waren
Ertz-Vischoss zu 8cksncia und Orliplmn,welchen nian als einen grossen Freund des RömischenKäysers/der ihm alles zutrüge/angab. Erwarb daherin Ketten und Banden zum Könige geführek/ welchemer aber keine Ehrerbietung bczeigere, und als er gefragtward: Warum er anjetzo unterließe, was er dock) sonstall zeit gethan hätte/so antwortete er: Vormahls binich nicht gebunden hergeführet worden/ daß ich
den wahrbüfften GGrr verleugnen und verrathen
ckackel an einen Pfahl gebunden wurde, ichPVL1LIZ8, der Oberste über die Künstler / ermähnet«ciiieu Aeltesien,alscr ihn bey der Marteretwas furchtsam sahe: Er soltc nur gutes Nnuhsseyn. und seine 2lngen ein wenig sthllcssen,so wür-Sc er bald das Llchc Osi.itti erblicken., Diß wargenug/ihn deö Christenthums wegen verdächtig zu ma«chen : Daher warb er ungesäumt zum Könige gebracht,vor welchem erseinVekänntniß so freudig that,daß ihnder entrüstete König aufeiue besondere grausame Art dieZunae zum Nacken heraus reisten ließ. ß)
Die Geschichte von dieser Verfolgung überhaupt lindklirr; zu fassen/ so wurden nachdem public>reren Edictedie Christe» überall aufgesuchet/ gemartert und getöd»kek. b) Und obgleich derKäyser ». dar«
über an 8NPOR.IHV1 s-hrieb / i) so muß es doch weniggeholsscn haben / weil man noch zu Zei-
reu Nachricht von der fortwährenden Grausam«kcit hatte, 8)
foirr; daruin habe ich mich nicht gewegere, der
2 ^ön:§lichcn Ma estac die gebührende Ebre zuerweisen : jerzr aber würde ich unbillig handeln/wenn ich es rhace, indem ich hier stehe als einSrreüer vor die Gorrseeligkeir und Heil. Lehre.Wul crnunzu Anbetung der Sorinen nicht zu bewe-gen war/so miiste er eine Zeitlang ins Gefängniß. Dochda auch hiermitnichtS bey ihm zu gewinnen war/ ward<r enthauptet. H . .
V8 lKXKs)n8 > ein alter Verschnittener und Ober-Hofmeister des Königlichen Hauses. Anfänglich ließ«r sich die Drohungen 8cZk08I8 schrecken / daß er dieSonne verehrere. Als aber der vorhergehend« xvnxonins Gefängniß geführek ward / und V8ck^2^VL8 vordcrThüre des Pallastes ihm seine kenerenr machte: sofieng jener an/nachdrücklich aufseinenFall zu schelte»/und wolte ihn nichteinmahl des Gesichts würdigen-Dißwürckete eine so empstm liehe Reue in dem Hertzen desV nschin'tkenen/ daß er öffentlich anfieng zu jammern
und zu klagen. 8^?OK forderte ihn deswegen vor sich," Ach: sagte er, ich beklage.
frag nde, was ihm fehle .... .
daß ich noch lebe/ da ich doch langst harte rodtseyn sollen. Ich habe den Lod doppelt verdie-net/ einmahl, weil ich Obrillum verleugnet, undkenn auch, weil ich dich betr ogen, da ich mich gestellet/als wenn ich die Sonne verehrere/ da dochmeine Meynung weit davon entfernet gewesen.
b) k^8WIV8 tU.opp. u. 1. tiom. 20 . c)LV8LKIV8 tt.p.kl>. iv. c. 8- 8/ttck. LS.8d!tcc;L 1°. II.x. 66-.fe^> ä) 80-20raL^V8iw.2.c.K. lv.
VI II.
Was vor eine Verfolgirng hat man unter
zu merckcn?
Die bisherigen Vcrsolgunge» haben die Heyden er-reget/worüber man sich eben so sehr nicht wundern wird/weil sie dadurch vor ihre vecmeynte Götter stritten. Dasaber will fast aller Vernnnfft den Hals brechen / wennman höret, daß diejenigen, so einen GOttund Christumbekennen, um einiger streitenden Puncte willen, welchezuweilen fast nur auf ein Wort hinaus liessen, einan-der mit mehr als heydnischcm Grimm zu Leibe giengen.Doch wie diejenigen, so die Wahrheit ihren Begierdenzu Liebe unter dieFüsse treten , zugleich die Vernunfftverleugnen: also muß man sich bequemen, den liessenVerfall der Boßheit aus ihren unvernünfftt'gen Hand-lungen zu bemcrckcn. Nur ist zu bedauren,daß der al«lertheuerste Nahme GOtkes zum Schand-Deckel derunsinnigen Gewaltthätigkeiten dienen muste.
Dergleichen gaben sich nun bey den Arianern zuerkennen, gesetzt, daß sich einige finden, die das Geheim-niß der Voshckt an ihnen clewnciiren wollen. Der ölosseSchein der äußerlichen Tugenden, welchen man zuwei-len an diesen Leuten gefunden , will es eben nicht ausma-chen, wenn die Haupt-Handlungen aus Bosheit undRachgicr quellen; indem man auch wohl unter den ver-stocktesten Heyden solche Wercke antrifft, rvelchc sich mit
den
e) Ikiciem. f)lbic!eM. Alibis, c.ll. b)lbi>1. i) LV-8k-KIV8 s- v.r» cOd.'81^d11.Iib.q.c3k,.9. 802ObIK^V«kb, 2. c. !Z. k) Ibis. lib. 7 . x. n.