Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

IV. 8eoulum. V. Lsp. Von dem äusserst. Zustand der Kirchen.

SS;

-en Würckuugei, des Geistes GOttes vergleichen las.sen» Doch ich will die tDachc, wie sie vorkommt,einfäl-tig erz.hlen , und das Urtheil einem jeden erleuchtetenGemüthe selbst Heimstellen.

Mau findet schon unter cor^-rani-ino xi. daß die ret hatt

Einführung ihres Irrthums erhielten, ja sie theileten so.wohl Juden als Hcyden vor ihre solche treffliche Thatenund Vcyhülffe Belohnungen aus : wertvolle alsowohl glauben , daß der Geist Christi diese Leute regle-

Arianer angefangen / ihre boshaffte Anschläge gegendie Rechtgläubigen auszuführen, wiewohl sie alles nur

Unzählich andere Bosheiten , so in dieser Verfolgungverübet worden, muß ich der Kürtze Halber vorbey lassen.

mit Listund Tücken voruchmen musten, weil sie diese« Es kau dieses nebst andern, so hin und wieder gemeldetKäyser nicht öffentlich zu ihrerParthey ziehen konten. worden, schon guug s.yn, sich eiueir hinlänglichen Begriff

Wie sie LV8st.VplIl'0 zu Autiochieu, undd^A8I0 mitgespielet/ist in ihrem Leben erzehletworden.Mit KV8st^stlst!0 wurden auch viclAelteiien und viacom vertrieben, und Arianer an die Stelle gesetzt ; da-her das Volck und die Priester die öffentliche Kircheverliessen , und nur in Privat - Gebäuden zusam.nie» kamen.

Zu Zeiten aber kriegten die Gottes-

vergeffenen Ketzer erst recht freye Hände. Sie bestrik-ten den wahrhaffkigen Glauben mit Lästerungen, Ban-den, Schlägen, Wunden, falsche» Briefen, Entblößun-gen der Jungfrauen, Verweisungen, Ausstoßungen,

von derselben zu machen.

IX.

Was vor eine Verfolgung ist unter IVI^-no vorgegangen?

Die Gelehrsamkeit und natürliche Klugheit diesesKäysers gaben ihm mehr listige als grausame Anschlä-ge gegen das Christenthum ein, welche aber desto gefähr-licher zu seyn pst gen. Also verfolget? er zuvörderst diechristliche Religion mit allerley Sckimpffund Verspot-tungen, wie er denn zu dem Ende die Heil. Schrifft selbst

., „ ^ . laS,und aufs möglichste darüber «c-^prilireke. Er mocgui-

Verbreimunzeu dex Kirchen rc. I ) 'Man wiederholtere sich über die Ungcl hrsamkeit.und Einfalt der Apostel

die Exempel . ""

und andererI.vclVdI zuden umgekommen

yi>vxi?lvxr, Bischöffe inThracien,welche beude dasLeben lassen niüssen. m) Von andern inS Elend ge-sagten alten Bifchvffeu giebt AstbI?iIst^8lV8 n) einlanges Verzeichniß, und istzu mercken,daßman sichznsolchen Ausführungen eines unbarmhertzigen Mani-chäers,nemlichdes Generals bediencte.«)

Zu Alexandrien wurde Feuer in die Kirchen geworf.fen, die Heiligen und unbestcckteu Jungfrauen wurden, . .

nackend ausgezogen und geschändet. Man trat die »cm AmkS.Genossen rerice zu Antiochicn in die KircheMönche mit Füssen, daß ihnen die Seele ausfuhr : an- giengen, den Altar mir ihrem unflätigen Wasser besudet-dere hieb oder prügelte man zu tode; aufs wenigste ten, und die kostbare Abendmahls-Schüssel wegnah-kam keiner ohne Wunden und Schläge davon- In- men; wiewohl dein erster» in kurtzem darauf sein Einge-dein man sich auch zu dergleichen Lx-.-curionen dcr Hcy- weide im Leibe vcrfaulcte, und der andere durch ein:den bediencte, so wurden die Altäre und Tauff-Brumien Blukstürtzung das Lebe» vcrlohr. 5)mit den fchimpffiichsicn Unflätereyen vcrunehret, die H. Ferner sprach lVl.l?rlstVZ die Christen untüchtig mBücher verbrannt, und auf den Altäre» den Götzen allen Bedienungen,r)und suchte siedurch grosse Aufla-geopsscrk. gen an den Bettelstab zu bringen. Wenn einer nur

ra. dessen Crcutz.Fahne erabschaffeke, machte erbey aller Gelegenheit als einen wollüstigen und Gottes-vergessenen'Hen n herunter, und überhaupt nenneke erdie christliche Religion eine Zuflucht aller Schelmen undVösewichter.

Da nun derKäyser Christum und seine Nachfolgerso schiittpfflich trackirctc, so war es kein Wunder, wennsein Oheim ivia^vz, Stadrhalkerin Orient, neb;r <i-

Der abgedachte ersaeT-ianv; ließ die Jungfrauen zueinem angezündeten Scheittr-Hauffen führen, mit demBedeuten, fle sollen die onbolloxr Religion verschwö

mit dem gexingsten Argwohne einer unbilligen That be-leget werden konte, so mnste er entweder mit grossemGelde büsscn, oder wohl gar alle seine Güter einziehen

ren, oder man würde sie ins Feuer werssen- Als aberjlasse». Absonderlich musten die Kirchen-Güter herhabdieses nichts bey ihnen ausrichten konte, ließ er ihnenssen, und der Trost, den ihnen der Spötterdabeyzu gebendas Angesicht dergestalt zu schlagen, daß man sie langechflegte, war, daß er sie nur von den Hindernissen der See-Zeit nicht kenn.nkonte. Die Männer wurdm mit stach-i ligkeit nach den Gesetzen ihrer eigenen Religion be-lichten Ruth m gepeitsch t, daß viele davon stürben, einj-ffreyen wolte- u)

ge aber schwerlich geheilet wurden p)

An allen diesen und dergleichen Proceduren aber hat-ten die Ari nier ihre grössest: Freude. wenn sie nur ihrenZweck, nemIichdieAuSrottung der Rechtgläubigen und

lil ttLOVOKL t .Ui,. r.c.8.tt^ tt^!8'/;8N-8 -pol»«. 2 .») 80 ck?l 1 'L 8 ub. 2. c,p. 25. 3020 d 1 L«V 8 I b. 4. e,j-. 2.

1'lik.OlNO^P. p Irb. 2 c. 14. n) epilt. -ci 8»>a. o) IkiSems>) ^m.^d1^8IV8 cpiU. sä Orlbna»x«8. ir. <le kutz» tu-, HiLOVQ8.L r. I. c. 80 ck?i'rlz 8 lib. L. c. 28.

Sonst wolte er selbst nicht das Ansehen haben, alsob er die Christen verfolgeke; sondern redete stets vons.iner Gütigkut gegen die Galiläer, als welchen er dieTtt tr 2 Reli-

«,) >1H^I4/t8IV8 ep. sci Ottkoij. or-k ii»

») 8020 dtkd:V 8 lib. 5 c. l6. 1'ttkrOOOK^. p.I,k.;.c. 12. I Z. rttH.O 810 k( 6 IV 8 Iit». 7 . c. ro. t)8( 20 -VIf.feV8 u) tbi-i. IVl.IL^V 5 exitt. 4;. dtlck-

,?U0KV8 Iib.ro. c.24.