1V.8ceu!um. VII. Ogp. Von den vermischten Reben-Sachen.
Srs
einem schlechten Karren hundert Meilen von Rom insLxilium schickte, c)
Bald hernach ward er von dein Käysir zwar wiederzurück beruffen: allein ervergieng sich nochmahlen, alser den inIkalien kommenden rebellischen ivl.^xnavLi nutzeiner zierlichen Rede bewillkommete, und darüber desHochverraths fchnldig erkläret ward. Er nahm aberftine Zuflucht in eine christliche Kirche, und erlangte vondem gnädigen KäyserVerzeihung. Diese Gefahr mach.te ihn so witzig, daß er sich küiifftighin gegen »ie Christenbesser aufzuführen wuste^u)
XII.
Was hat man von den OrsculLs zu be-merkten ?
So lange das Heydenthmn noch auf den Füssenstand, so lange hat man noch immer etwas von Oacu-li; gehöret, bis stc nach und nach von den christlichenKäyftrn zerstöret/undihr vielfältiger Betrng dabey ent«decket worden.
Als Liciuivs wieder zu Felde gr'eng,
fragte er das Oraculum ilpollinir vlö^maei zuMiletoum den Ausgang des Krieges, welches diefe Verse ausdem kiomero vorbrachte:
Lck luuenum, mitcranrie lenex, kibi noxia pugna,d4cc libi tunc vires, teniigue graui; äolorintkst.x)
Im folgenden zerstörete cv^^an-rinv; verschiedeneOcaculi,, sonderlich der Venen; zu Apb-ca an dem l>-kano und des ^elculapiizu ilegae inCilicicn. zs) Ebenso machte es eo^sc-Lurlvs mit dem Ocaculo Lsrae zu-^i)^ciu5 in Vliebsiäe. r)
IVI-I^^VL ließ alle Oracula des Römischen Reichsdurch seine Vertrauten fragen , wie es etwa mit demPcrsianischen Kriege ablauffen möchte. Er selbst ver-langte von dem Hpolline v-pknaeo bey Antiochiev ei-neÄntwort: allein e-war wegen der Märtyrer-Gebei-ne so zunächst dabey begraben lagen, schon zu
cc)N57LN7ir»i Zeiten verstummet. (Siehe das lll. 8eculum p. 8«4 Endlich erfuhr IVI.ILUV; so viel , daßdas o.'gculum obgedachtcr Ursachen halber nicht redenwolte, und befahl den Christen den Märtyrer weg zubringen, welches sie auch bey grosser Versammlung mitJauchzen thaten, und dabey jungen: Schämen müstftn sich alle, so die Götzen ehren, s) Nach der Zeitsoll das Orucnlum wiederum, wiewohl sehr betrügilch,geantwortet haben- Zum Erempel: des Käyströ krancken Ohcilne versprach es die Gesundheit, welcher aberdenselben Augenblick, als die Antwort kam, Todes ver>blieche. b) Bald hernach ward dlsser Tempel ^polliw; durch ein Feuer vsm Himmel angezündet, und vcr-zehrer. c)
t)kkc<^8kLK i» Lkronica
«) 8Odtc^'I'L8 lib. 5. c. 14. » ) 8Q20b1LKV8 1ib. i. c. 7.7) LVLL8IV8 cle vir» cOK8'v?.d'H. Iw. z.c.55 56. r) Ebl-biEKI.LIKV8 Iib.l8- -) ctt^8081'0d1V8 kr>lr>.-I-8.
HtkODOKKI-VL IN>. z. c. 9 . ro. 80ckiä^'k8i8.8020k4LKV8IW.6 c-p. !S- 20 .L- 4 kv 1 . dtäk-kkl-I.. «W. 22 . b) k«IL08^086IV8Iw. 7 . c. ir. Kick-kttOKVZ lib. io. c. 2 y. c) ^k414. k4^kdLl-IdKV51. c. IVMKV8 in M8Qk06V!M. cUkrLOLI. i.kvsüi,
Gleichwie nun bey völliger Uberhandnehmung d«sChristenthums dieOracula endlich gantz und gar aufhö-retcn uud ins Vergessen kamen; als» ward auch diePropheceyung, mit welcher sich die Heydeu in diesenZei-ten trugen, zusehende». Sie trösteten nemlich einan-der durch ein vorgegebenes Griechisches Ocaculum,wel-ches ausgesaget härte: Es wäre zwar Christus selbstkein Zauberer gewesen , Petrus aber habe durch seineZauberey soviel zuwege gebracht, daß das Christenthum;6x. Jahr stehen solte. Wie diese süsse Eiil'öilduugdcrrHeydcn'zu Wasser worden, ist offenbar aus den nach,drücklichen kelcripren der Käyser wieder das Heyden-thum, welche sonderlich um das Ende dieses 8eculi, undnach der Verfliessung des angesetzten Termins heran-gekommen. ll)
XlV.
Welches sind die vermischten Reben-Sa-chen ?
Erstlich die falschen GchrMen, davon »och fol-gende zu mercken:
1. §erm« sliumrione LnÄirllmse Oelp-ere virg«ai;,wckik
cher dem Lck,nsko beygcmessen wird.
2 . Die 8er«oner Se ^siliane Und äe b-ptilm»
ßuüini, welche /rmbralio zugegeben werden.
z. Viel andere 8cripr, ,ssl,cr 7 j,k, von Märtyrern und Heüligeu, wovon man sonderlich vv klK Ko»-m Li-
blwtkerrm erdet, nachschlagen kan, anderer zu geschweige», s)Zum andern verschiedene Fädeln, so man in diß8eccilum setzet,
r. Die Creutz-Ersindung , welche vou der Käyft«rin «re-Ltr» erzehlek wird. Diese soll Haben den BergGolgatha eröffnen lassen, und drey Creutze gefunden.Weil sie nun nicht gewust, welches Creutz dcsHeylan-des gcwoftn, Habe man ei» Creutz nach dem andern aufeine in letzten Zügen liegende Frau, l) oder, wie ande-re schreiben, g) auf einen Todten, geleget, da denn beyBerührung des Creutzes Christi das Wunder geschehen,daß entweder jene gesund, oder dieser lebendig worden»Wiewohl andere nur schlecht melden , daß man es ander Überschüsse erkennet habe, welches auch das glaub-lichste wäre, wenn sonst die Sache ihre Richtigkeithätte. l>)
2 . Die Erfindung der Fußstapssen Christi aufdem Oelberge, welche ebenfalls der »ui-LULx zugeschrie-ben wird, wiewohl die meisten Scribenten davon stilleschweigen, i)
g. Die Erstheimmg petri und pauli, welchecokr5^8n«c> geschehen seyn soll, und wornmen ihn die-se Männer erinnert hätten , er solle den Pabst 5vi.ve-5rkvn zu sich holen, und sich von ihm tauffen lassen, k)4 . Die ÖOdl^IOd4 , welche Lonliqnkinus demnachdem er von ihmgekaufftworden,c^88iOvOkV8 i gcrhau haben soll, Wonnen er ihm und seinen Nachfol-
gern als allgemeinen Päbsten die Hoheit über dir vierXry xx s Pa-
a) ?cV6V81IKV8 «!« ciuit vei UK. I«. c. 5Z. e) LKII>.k. See. 4. c. > 5. k) c7KII.I.V8 ep. »ä LOK81'^K>HVX1. x) KVkriKVS lik. i.c.8- k) k^VI-IKV8 -pik.i) 8^dt. 1^. U-p.7L8.l-q. ic>kk.§kLdi-
NLU. I. l. 0 .