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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testaments

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IV. An andern (Deren.

8Mkkl/8kiV8.

Bischoff zu 6,I»äl» in Syrien um das Jahr 401.

Er war ein gelehrter und beredter Mann, aber ohnerechtschaffene Demuth, wie ihn denn seine Ehr-Be-gierde nach Constantinopel trieb, daselbst durch seineGeschicklichkeit Ruhm und Geld davon zu tragen, weiler wüste, daß es Lnvioc»o, dem Bischoffe zu?co1e-nia>8 in Phönicier», auch auf solche Weise geglücktwar. k)

Er setzte sich allda durch seine Predigten nicht nurbey dem Volcke, sondern auch bey dem Käyscr und derKäyserin in grosses 'Ansehen; ingleichcn hielt cmkvzo-8-ronv; im Anfange soviel auf ihn, daß er ihme auchbey seiner Reise nach Asten seine Gemeine vertrauere.Allein 8LVL8.l^dLV8 bediente sich dieser Gelegenheitso ungerecht, daß er die Gemeine von c»kvso5voi.io abzu sich zu wenden sichte, welches cukvzoxronv^ nö-thigte, eiligst wieder nach Hause zu kehren-

Indessen geschahe es, daß 8eV6kl/ld§V8 einstenVor dem viacono c»kvzo5i-oxil,sekä?ieme, vorbey gitNg,welcher aber deswegen von seinem Stuhle nicht auf-stund, noch ihm als einem Bischoffe die reueren? mach-te. Diß verdroß 8LVZKl^dlVd4 dermaßen, daß erin diese unbesonnene Worte Heraus brach : Stirbet8Ll<öl'l0 als ein Christ, st> ist Christus niemahlsMcnstd geworden.

rLkäl'io brachte diese Rede vor cnkV505i-0Livn, undmochte sonst noch ketzerische Dinge auf8^VMIAblVd4qesaaet haben, worüber cnkvsoxroLivx einen 5ynoäumhielt, und, weil sich 8LVLK!^IzIV8 darauf gar Hart.näckicht bezeugere, ihn endlich erinnerte, er möchte lie-ber wieder nach Hause gehen, und daselbst seiner Ge-meine wahrnehmen.

8LV8k!äXv8 gieng also fort, war aber kaum nachChalcedon gekommen, als ihn die,Käyserin r.vvoxi^wieder zurück zu kehren befahl, und die beyden Bi-schöffe wieder zu versöhnen suchte. Ja / die Käyserinnahm gar den Kaiserlichen Printzcn auf die Arme,gieng nach der Kirchen, und marff sich mit demselbenvor cukvzozvnno nieder, bittende, sich um des Kindeswillen mit 8LVLKI^dlO zu versöhnen ; welches aucherfolgete. a) ^

Gleichwohl blieb die Rach-Begierde bey 8LVMIA-d>0, daß er sich zu den Feinden c»kv;o;vc»i, schlug,bis er durch den enlstaudcncir Aufruhr gcnöthigek ward,nebst andern Constantinopel zu verlassen, wie im Le-ben cukv50zvc>i,ri rveiter nachzusehen.

Es sind noch unterschiedene Reden von ihm in denLzreniz?arrum undOpeeibuz c»kV5o;vo>n vorhanden:viel andere, wie auch einige Lommcnrarii und befände-r« Büchlein sind verltzHreu gegangen, k)k/zl.l^VlV8

Dischoff z» ttel-nopoli» inBikhyniei, um dasJahr40k.

Er war aus c-slsriii, und etwa Anno ;68. gebehren.In seinem 22. Jahre fieng er schon an zu reisen, undkam nach Alexandrien, allwo er sich unter dem Aelte-

stcn lsiooko zum Mönchs Leben anführen lassen wölke.Dieser übergab ihn dem berühmtcnThebanischen?u^ renookoi uko, in dessen Disciplin er z. Jahr verblieben,hernach sich ein Jahr lang auf den Gcbürgcn dL-rnasbey den Mönchen enthalten, und sonderlich der An-führung des LVLLkii aus koneo genossen.

Ferner gieng er in die Wüsten 8cece, und blieb einszeitlang bey dem Heil. vzckioxe, besuchte sodann denAbt lonxnne» in sstiebaicle, welcher ihmbaSBißthum,aber auch viel Wiederwärtigkeicen propheceyete. Weiler sich aber durch seine stetige 8cmppaven Kranckheitendes Magens und MiltzeS zugezogen hatte, so kchreteer nach Alepandrien zurück, und folgends in Paiästi«nam, woselbst er bey den« Abte lnieoccmi-ro und demAeltestcn ol.ivxvo eine gute Zeit lebte, bis ihn der Wegnach Bithynien trug, da ihm die bischöffliche Würdebescheret war.

Sonst lebte er i» guter Frenndschafft mit cukvro-5-roiao, und innste auch nach dessen Absetzung zu 8icnzan den AethiopischcnGrcntzen das exilm-i-bauen. An-no 417. kam er zn dein Bischoffe roxkxio nach Rom,und crzchlete dem l)i--co!,o 7-«xoooko auf Begehren ^alles , was sich mit c»kV5t>;ioxio zugetragen' Hatte,aus welchem Anlaß der Oialoxus, oder dgs Gesprächvon LKV808I0Vji Leben erwachsen. Er soll zuletztnoch Vischosszu ^tpona worden seyn. i)

Er Hatte in Egypten den Ongeniimum eingesogen,und war daher auf numonvnvxi nicht wohl zu spre-chen, hielt es aber mir dessen Gegner »vrinl-o : über-diß will man ihm noch den kelagianümum bcymessen.

Ausser dem obgedachtem vückogo hat man unter sei-nem Nahmen noch die kgiitoi-iZM l^susiacsm, t'eu äsvicis 58. karrum, welche er auf Begehren hsuln, 6ou-vcrneur'; in Cappadocien, geschrieben, ittgleichen äe^sntibux leiciiae öc gescmanikcix librum, welches aberschwerlich diesem ?a!I.cho zugchöret, wie denn auch derl)ja!oAU5 von einigen einem andern kallaäis will zuge-schrieben werden, k)

ll-ch!b.VVO!(V8 ^0?8V68ll'^V8Bischoff zu MopSoestia in Cüieim Auno 992. stirbt 4rg> iEr war mnthmaßlich zu Anriochicn von nicht gerin« igen Eltern gebohrcn, und hatte in kketoricix den So- ,phlsten riL^r>-iv>r, in Urologien aber VIVV0KV>1 von ITarstn und c.rkrLkn'n gehöret. Sein Mitschüler ^lo»»ni.-L5 cnkvzoxi-oxivs beredete ihn zum Mönchs-Le«ben, welches er kurtz hernach wieder verließ, nnd zuheurathen gedachte, aber durch eine zwcyfachc zuge-schriebene Ermahnung von cukvzoxvono zurück ge-halten ward. l)

Bald darauf erlangte er die Aeltesten-Stelle zu An- -rjochien, und endlich um abgedachte Zeit baS Bißthum -zu Mopövcstia, worinnen er wieder die Kctzereyen^ckin xvno^ii nnd ^'ornm-ckix männlich gestritten, und .die Heerde Christi löblich geweidet, m)

Als er einsten etwas gclchret hatte, welches von fei« >neu Zuhörern, darunter sonderlich auch «xsiokivr und

rnko- -

f) SOc^ l'riS kk. 6. c. II. 8020d1LI5!V8 lib.Z. c. 1S.

n. 6KdzlI8/>VIV8 c»p. 20 . x) LOLId^'LS ioc, cu.lr) LLVL Kilt. litt. lcrixr. eccl. A 28Z. k«<z.

i) ZOLkl/cHIS Iib.7. c.26.dei(.'ki>ttOKV8 Ub. n. -.44.k) c^ve I.c. k>.r 87 > >) 8020 dtt!devs lib.8. c.2. 80-cKlCpeS Ub.6. c.z. m) HiLOVOtztil V8 tid.s. k. 40 .