Kirchen-Historie Neues Testamentes
IV.
Was vor Lehrer sind in Africa zumercken?
l. Zu A'-erandria.
cvxibi.V8.
Bischofs oder Patriarch Anno 412. stirbt 444.
Er war seines Vorführers r»eox»li.i SchwesterSohn / und Anfangs- Ächtester zu Alexandrien. BeyErlangung seiner Bischoffs-Würde gieng es nicht oh-ne Streit z»/ indem einige den HrcinrUsconnm
haben wölken / welcher Parthey auch der Ge-neral nvänriv; fauorilirete: gleichwohl blieb es beyLVl<il>l.o, welcher des dritten Tages nach rmLvi>ull.iTode oichmirct ward. v
Um diese Z/it ficngen dieAlerandrinischen Bischöstc«n / sich gar viel Heraus zunehmen , und gleich denweltlichen Herrn alles befehlöweise zu tractiren. Der-gestalt schloß auch LVKII.I.VL so fort bey dem Ein-gänge seines Regiments den Novatianern alle Kirchenzu / nahm alle heilige Gefäße und Kirchen-Ornat hin
ckend aus / zerfleischten sie jämmerlicher Weise unK'verbrannten sie endlich, b)
Wie man nun diesen wüthenden Zorn der Geistlig-keit billich verfluchen muß/ also kan man LV8.H.!^Viv!nicht gantz ausser Schuld dabey halten/ ob er wohldergleichen Dinge nicht eben cxprcli'e mochte befohlen-haben. Aufs wenigste Hakte er durch sein erstes hitzi-ges Verfahren Gelegenheit dazu gegeben / welches sichauch sonst noch in siinen Händeln mit den Ketzern angehörigen Orte zeigen wird. c-Inzwischen kan mau ihm den Ruhm derStandhaff-tigkcit bey der onboävxie, seines Fleisses und Gelehr-samkeit nicht rauben. Eck ist auch keine »„gegründeteMuthmaßung/ wenn man glaubet/ daß die Ketzer vielverhassekes Zeug von ihm ausgesprenget haben. DaSist gewiß/ daß er sich in der Kirchen durch seine Be-mühungen und Schrifften einen grossen Nahmen ge-macht hak/ worzu ihm stin subtiler Verstand/ seineGeschickilchkeitund sthaiffstnnige Arc zu-disputiren/ in-gleichen sein freyes und ungezwungenes Wesen/wel-
weg/ und entblössete ihren Bischofs r-ucor-Lraer-vxi aller! ches sich auch iu seinem 8cyic> zeiget, die Bahn um sosiiner Güter, x) jvi-el leichter gemacht haben, ä)
Er ließ sich endlich durch lrlosm pxrvrior^e und an-derer Zureden dahin bewegen, daß er cuicvzosi-oiavx,in die vlprycbs oder das Verzeichniß derBischöjssesitzte, welches er sonst seines Vetters rueokliiia halberbisher verwegert hakte. 7)
Er zeigte einen grossen Eifer gegen Juden und Ke-tzer. Die erster« gaben ihm durch ihr aufrührischesVerhalten Anlaß/ daß er sie sämtlich aus der Stadtjagte/ und ihre Güter dem gemeinen Volcke Preiß gab.
Der LandS-Hauptmann war damit übel zu-
frieden/ weswegen es viel Händel setzte / zumahl weilsich oxi-nrg zu keiner Versöhnung verstehen wölke, r)
Endlich kamen 500. Mönche vom Gebürge bHiinsczu hülste / fielen okcxz-i-LXl auf der Gasse aN/und schalten ihn einen Hcyde». o»»srL5 ruffke zwar/daß er von ^-rrico wäre gctausst worden : allein derMönch »uao>nv5 warst dem Lands-Hauptmamie ei«uen Stein an den Kopff/ daß er über und über vollerBlut ward. Deß erschreckte dir Gerichtö-Knechte/
»aß sie davon liessen/ doch kam noch das Volck o«Ls-rizum 8uccc rs, brachte die Mönche in die Flucht / undliesterte in des LandS-Hauptmanne Hände/
welcher ihn zu Tode rorguiren licß. LVlllI.l.V8 aberließ den Todten in die Kirche begraben und nenneteihn öffentlich einen Märtyrer/ wiewohl er endlich ausSchaam davon stille schwieg/ weil die verständigstennickn zum besten davon urkheileten. 2)
Das gelehrte Frauerr-Zimmer nvEiz, eine Tochterdcs Ichuvtopbi -r»xou», welche alle?lii!<>t<>pbo5 ihrerZcit ttbertrass/ musie bey diesen Uinftanden auch denGrimm der Clcrisi 17 erfahre»/ weil man ihr schuld gab,sie verh-.tztr gegen sie. Es verschworen sich
also der I.eölor nebst einigen andern boßhastren
Kerlen wieder selbige, zerrcten sie von der Catheder/darauf sie philosophirete/ in die Kirche, zogen sie nw
Von ftincu Gchwistren sind noch vorhanden
k. ir> kciilsreuckum, weiches ein Lommeor-riu, ist,2- koivmenrsich M I-eistī!,, XII- minvres ktopliersi, L 8V
loülmcm.
Z Oe i-ükione L culru in ssii-ic» ck verirre iibn XVII»
4. Ichelsiirus 6ue 6c iLiiÄs üc cvnHidüiinrlsI» HichiLks.
Oe ssnöir, öc cokillchULnnuil Iriniksrc Lirivßi VI!-6 Oe »nesrnscione Viiißevili Niü!«ß>.5.
7. Lekolia 6e Vnjzeniri chc-rnstionc^
Oe McLrnslisiie rr-ü-kur dreuiusculus-»
9 Oe i-eKs 66c Icher »6 Hiencio/iitM Imx.icr. ^suertus Kclioiil)m liini V»l l. kxpI-nLtio Xll. Lüpiium.
12 NptNobericsr pro XII. Lspinbar »äucrtu, Lxifsops» O-risniLleL
IZ. Apolotzl, p,a XII. L-piribur Ȋuertus 1 bev 6 srttum.
14. ^poloZcricus sä 1kec>>iv6um Imp.
15. Loncri lull^num Ichri X.
16. ^6ucckn ^ncki-oxomorj-dlkLi libee«
17. Oe 8- N>i/i!czre Iiker.
Das übrige sindHomilstn und Episteln.
Verlshren
l. /tSu-rtus vioäori 4 c l'kieaSori Lx erprg Lbn III. düvSNkrsAment» in den 8)-noäi V.
2. I.idri 6s 87 n,zc>ß,e 6rfeÄu, Sc 6e 66e s6ver5ui liLec»tiL»i.z. Or-cin » 6 u«r 5 c,s e«s, 6!cui>t/ nna vtksr«n 4 uM rüexraiis, >^ui »» L6e obävrmtunr. s)
?KOIMIV8.
Patriarche Aniw 4;r- bis 457.
Die Väter des ccmciüi zu Chalcedon setzten ihn andie Stelle des verbannetcn viorcvm auf den Stuhl, t")Es entstund aber darüber ein gräulicher Tumult, in-dem eine Parrhey OioLo-iev^ wieder haben wölke, dieordere aber an MOPl-HiO hielt. Weil auch die Ver-bitterung nicht nachlassen wolte/ schrieb er solches an
den
u) 80ck,VI'k8 lib. 7 . e. 7 . ») I>,i 6 em. y) I 8 IOOKV 8 ?KI.V8I07'te Üb. l. ex»». zro.Zfv. x) 80ck^'IL8Ich. 7 . csx. !Z. s) Ibiäem k« »4«
b) I>»6em csp. 15. c) cnvf. I8WOKV8 ?kcI.V8IO'I'^!,t» 1. cpiA. zco. 6) Lonf» VLI8XI^d>ik>!V8 8er. V. L.4.») L/tVL I«c. cik. x. zo..leij. s- I.ILbk^'1 V8 c. -4.