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v. 8 «eu!um. s.esp. Von den Lehrer« in Afnca.
Endlich Hatte er eö zu Carchago satt, und beschloßnach Rom zu gehen, wiewohl er seiner Mutter solchesVorhaben nicht entdecket. Zu Rom Hielt er sich zwarzu den Mäm'chäern, fühlete aber immer mehr Abgang
stenthume zu ergeben, welche Nachrichtseiner Mutterso was gewünschtes war, daß sie sich vor Freuden dar-über nicht zu lassen wüste, k).
Hierauf danckeke er seine ?rofezüon ab, und legte sich
vsn der ersten Hitze, absonderlich da sie gewöhnlich,wenn gantz aafdieHeib, Schrifft, bekrnntr seine
sie aus der Schrifft nicht zurechtr kommen kvntrn, die!Irrthümer schrifftlich, und bath ih« um Rath, was erkahle Entschuldigung zum Stichblat Hatten,dieSchrifft,>vor Bücher lesen solte, welcher ihm den Ltaiam recom-fonderlich Neues Testaments, »väre verfälschet, welches, mvnäirete, l)
sie doch nicht beweisen kanten, g)
Endlich ward zu Mayland ein krokeilor Llvgnemiacerfordert, und der Römische ?rsekcötu 5 er-
kannte ^V 6 V 8 D! 8 lVtzb, welcher bisher darum üocirekhatte, vor tüchtig , ihn dorthin zu schicken,
Nahm diesen Mann mit ringemeirier Leutseesigkeit auf,und vergnügte ihn in feinen Predigten, die dieser zwarmehr zurCuriofität,alsder Erbauung halber besuchte,dermaßen, daß er endlich dabey nach und nach zum Ver-stände geistlicher Dinge qclangete, und den Manichai-schcn Irrthum fahren ließ, aber steh auch nicht zur ca'-kholiftl-en Kirche bekennet«, sondern im Zweiffel hän-gen blieb.
In diesem Zustande fand ihn seine Mutter , welcheihn bisher zu Wasser und zu Lande grsuchet Hatte, undward nicht wenig getröstet, als sie hörete, basier von demXlanichseiimo abgesetzet Hatte, tvsewsHler dabey nichtleugnete, daß erauch kein Christ wate. Seine gewohn-ten Lüste hatten ihn nicht verlassen, welche ihn triebenmit Concubiuen Hauß zu halten, er hatte auch beynahegeheyrathct, wenn er nicht zu ungeduldig gewesen,aufdre«och garzn jungeBrautznwarten, h)
Unterdessen las er fleißig die Heil. Schrisst,und fleugan einen Geschmack darinnen zu gewinnen, Er besuch,te dabey össters den Aeltesten 5 lk 4 ?ric:i 4 uvr 4 , welcherihn siarckcte, und durch die Historie von Bekehrungvicrcwmi sehr entzündete, derselben nachzufolgen. Ergerieth auch in einen Discurs mit einem Lands-Maiine,Nahmens welcher ihm erzehkete,daß er durch
das Leben des Heil. äneorm, so er in einem KlosterzuTrier gelesen, währe gerühret, undaufbessem Weg ge-bracht worden. >)
Diß alles feuerte das Gemüths AV 6 V 8 PH 8 H -er-massen an, daß er mit sich selber gar nicht mehr zufrie-den war, und deswegen meinem Garten sich uukeirei-nem Feigen-Baume mit Thränen zur Erden warff, und.sonderlich mit dergleichen Worten GOtt anflcheker IVttlange soll es morgen, morgen beiss-n, wärmn sollich mehr ienr und in dieser Stunde von meinerSchande befraget werden t
Indem hörete er eine Stimme von einem benachbar-sei, Hause, als obes ein Gesang eines KnabenS oderMägdgens wäre,welchedieft Wort-um össternwieder-hslcter 1 »IIe,legc! LTilimm und liest! Alsbald hickrer es vor eine göttlich- Erinnerung, «igriessdie EpistcknPauli, welche er bey sich hatte, und fand im Aufschla-K?i> die Worte an dir Römer XIlk, i?. 14. Nicht imFressen und Saussen rc- Diese hatten in seinem Ge-wüthe so viel Krassr, daß er gleich anders Sinnes ward,und beschloß, sich mir gantzem Ernste dem wahren Chrj.
Er begab sich abcc emfein Land-Gut eines gewissenvEcvnr», woselbst er sich durch Betrachtung der Heil,Schrifft und' andere Übungen der Gottsceligkcit zurTausse praeparirete) dieselbe auch nebst seinem geliebten^^ 8 N 05 IVS Fxx„nbe Utch seinem natürlichen Sohve 4 vec>-»zr-o in der Oster-Zeit des Jahres z 86 , zu Maylandempfieng. m)-
Nicht lange hernach starb seine fromme Mutter rao,und LVSV 5 HNV; gieng wieder zurück in sein Vater-land, woselbst er auf dem Lande gnrrtzer Jahr in derEnisamkcit nebst einigen guten Freunden in lauter gott-seeligen llbungenzubrachte, n) NachBerlauffsolcher'Zeit kam er nach ^,ipps,, und war eben zugegen,als derBischofs wegen eines zu erwählenden Aelte-
stens zum Volcke redete» Das Volck ergrieff den zwi-schen ihm stehenden , und prasiencirete ihn.
dem Bischofs« einmüthig, da er ömw solche Würde, je-doch unter vielen Thräne«, annehmen-müsse,») nebst demsog! eich von demBischsffeVefehlerhielr zu predigen,wie-wohl er aus Demuth bat, ihm einen. Anstand deswegenbis nächste Osseru zu vergönner!. p) Sonst war es oh»neden, in Asrkcck »ichs bräuchlich, daß die Aeltesten pre-digten, sondern aSein die Bischäffe, rmd EcLivs warder erste, so es nach dem Exempel anderer Länder, we-geu seiner wenigenBeredsamkeit, aufbrachte, dem mausodenn zu Carrhago und sonst nachgefolget ist. g)
, In diesem Aeltesten - Stande baueke Lvüv^riuvz einKloster, sein übriges Vermögen aber theilete er unterdie' Armen, r) Er dlsputi'reke fleißig gegen die Ketzer,und suchte verschiedene Mißbrauche m- der Kirchen ab-zuschaffen. 8 >
Der alte befürchtete, es mochte öcV 6 V 8 ^.
dlV 8 , der einen grossen Nahmen Hakte , etwa anderswohin vociret werden, daher beschloß er ihn zu seinemMhülffen und Mit-Mschossr anzunehmen, trieb auch'die Sache heimlich bey dem kcimace zu Carthago, daßes bewiSigek ward, IknVermntHet nun kamen ekstcheBkschösse zu Hl'ppö zustimmen, ünd VLI_LKIVS trug derGemeine i» deren Gegenwart sein Vorhabenvor, wel-che denn ibreBeystimmung mitHöchsten Freudeubezeu-gete. /cVOV 8 H>,'V 8 aber wiederstrrbete, soviel erkon-re, vorwc»dende,es lauffe wieder die Kirchen-Satzun-gen/ daß cin Vischoss bey des andern Lebens-Zerren er-wählet würde. Allein man brachte Exempel davon an,Pyy YY Z und
x)1bi(j.c. 8. l2. rz.7. c. lv. secj^.
b) tib.H. c. I. IZ. 14.15. i)
ic) IlriSem lid. 8- 6. 7. Ir» 1 ) Il-diem c,j>.
m) lib. 9. «p. z. 4. 6. n) ?OZ8!VOdriV8 r» vj-
r» ^V6V8H^. csp. g. 0) c»f>. 4. p)
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